Motorola Moto G (2. Gen.)

Martin Reitbauer 9. Februar 2015 2 Kommentar(e)
Motorola Moto G (2. Gen.) Androidmag.de 4 4 Sterne

Das Moto G hat im Vorjahr den Smartphone-Markt revolutioniert. Für nur 170 Euro bot Motorola Ausstattung und Qualität, die in diesem Preissegment bis dahin unerreicht war. Nun ist der Nachfolger Moto G (2. Generation) erschienen.

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Das am meisten verkaufte Motorola-Gerät 

geht in die nächste Runde.

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Großer Bildschirm, aktuelle Software und tolle Ausstattung  zu einem sehr günstigen Preis.

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Das Gehäuse ist nicht gerade elegant und der Systemchip im Inneren nicht der neueste.

Unter den Herstellern von Billig-Smartphones muss Panik geherrscht haben, als Ende letzten Jahres das Motorola Moto G in seiner ersten Version erschien: FĂĽr lächerliche 170 Euro gab es da plötzlich ein Smartphone mit hochauflösendem Bildschirm und kratzfestem Glas, einem starken Prozessor und aktueller Software – ein Gerät, das dem Ramsch seiner Preisklasse das FĂĽrchten lehrte. Seit Kurzem ist nun unter dem kaum auszusprechenden Namen „Moto G (2. Generation)“ der Nachfolger erhältlich. Dessen Preis ist mit 200 Euro zwar nicht mehr sensationell, aber immer noch sehr niedrig fĂĽr das, was geboten wird.

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Solide Ausstattung

Da ist zum Beispiel der 5 Zoll große Bildschirm in HD-Auflösung, der von kratzfestem Gorilla-Glas geschützt wird. Die Farben sind vielleicht nicht so stark wie bei der teureren Konkurrenz, aber die Darstellung ist durchaus hell und scharf. Die Rechner-Hardware im Inneren ist im Vergleich zum Vorgänger zwar weitgehend unverändert, für flüssige Bedienung aber immer noch mehr als ausreichend. In manchen Dingen hat Motorola nachgelegt: Das Moto G hat nun zwei Einschübe für SIM-Karten. So bleiben Sie etwa unter zwei Nummern gleichzeitig erreichbar oder Sie kombinieren den Datentarif eines Anbieters mit dem Sprachtarif eines anderen. In den Einstellungen legen Sie fest, welche der SIM-Karten den Datenverkehr übernimmt, und welche für die ausgehenden Anrufe zuständig ist. Auf Wunsch hält das Moto G auch vor jedem Anruf Rückfrage. Motorola ist der erste Premium-Hersteller, der Dual-SIM bei einem Gerät quer durch alle Märkte verfügbar macht. Damit schielen die Amerikaner wohl vor allem auf asiatische Käufer, für die Dual-SIM vielfach ein Muss ist. Aber die Kombination von billigen Datentarifen mit günstigen Sprachtarifen ohne Datenpaket könnte auch für europäische Konsumenten interessant sein.

Mit einem microSD-Slot wertet Motorola das Moto G um ein weiteres begehrtes Ausstattungsmerkmal auf. Gespart wurde allerdings beim Systemchip: Wie beim Vorgänger arbeitet im Inneren ein Snapdragon 400 mit vier Kernen und 1,2 GHz Taktfrequenz, auch die Menge an RAM ist mit 1 GB unverändert.

Das neue Moto G ist im Vergleich zum Vorgänger deutlich gewachsen und auch ein bisschen schwerer geworden. Mit etwas Mühe passt es aber immer noch in die Hosentasche.

Das neue Moto G ist im Vergleich zum Vorgänger deutlich gewachsen und auch ein bisschen schwerer geworden. Mit etwas Mühe passt es aber immer noch in die Hosentasche.

Bessere Kameras und Lautsprecher

Die Kameras auf der Vorder- und RĂĽckseite produzieren nun Fotos mit höherer Auflösung: 8 Megapixel bei der Hauptkamera bzw. 2 Megapixel bei der Frontkamera fĂĽr Selfies. Die Bilder können sich zwar nicht mit denen einer Kompaktkamera messen, sie sind aber farbecht und detailreich genug, um fĂĽrs Online-Fotoalbum zu taugen. Apropos Multimedia: Zwei Lautsprecher an der Gehäusefront sorgen beim Moto G fĂĽr Stereo-Klang, wenn Sie das Smartphone im Querformat halten. Das versĂĽĂźen etwa den Konsum von Youtube-Videos und machen das Moto G ohne Frage auch fĂĽr ein jĂĽngeres Publikum interessant. Was die Software angeht, punktet das Moto G mit beinahe unverändertem Google-Android. Damit kann der Hersteller neue Android-Versionen zeitnah auf das Gerät bringen – die Verteilung von Android Lollipop etwa wurde von Motorola fix zugesagt und sollte ohne Verzögerung starten.

Die Rückseite des Geräts ist geschwungen, das Smartphone liegt damit gut in der Hand. Elegant wirkt das Moto G durch seine Größe und Dicke aber nicht gerade. Die Plastik-Buttons helfen da auch nicht.

Die Rückseite des Geräts ist geschwungen, das Smartphone liegt damit gut in der Hand. Elegant wirkt das Moto G durch seine Größe und Dicke aber nicht gerade. Die Plastik-Buttons helfen da auch nicht.

Fazit

Das neue Moto G wird die Konkurrenten im Niedrigpreis-Segment wohl erneut zittern lassen. Neue Ausstattungsmerkmale wie microSD, Dual SIM und die neuen Stereo-Lautsprecher trösten ĂĽber die Schwächen des neuen Moto G – ein in die Jahre gekommener Systemchip und die etwas klobige Optik – hinweg.

daumen_hoch
GĂĽnstiger Preis
Verbesserte Ausstattung

 
daumen_runter

Veralteter Systemchip
Etwas klobiges Design

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Android
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Martin Reitbauer   Chefredakteur

Als Chefredakteur von Android Magazin und ANDROID APPS sowie als Redakteur der Plattform-agnostischen Zeitschrift SMARTPHONE ist Martin hauptsächlich mit den Print-Magazinen des Verlags hinter androidmag.de beschäftigt. Ab und an bleibt dennoch Zeit für einen Blog-Artikel. Neben Android gilt seine Begeisterung GNU/Linux und freier Software ganz allgemein.

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