Im Test: Das Sony Xperia M5

Redaktion 28. April 2016 1 Kommentar(e)

Ein schickes Ding ist Sonys Xperia M5 geworden. So schick sogar, dass man gar nicht vermuten w├╝rde, ein staub- und wasserdichtes Handy vor sich zu haben. Tats├Ąchlich ist das M5 nach IP68 zertifiziert. Das bedeutet, dass Tauchg├Ąnge in einer Tiefe von bis zu 1,5 Metern f├╝r 30 Minuten kein Problem darstellen.

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Klar, dass ein besonderes Hardware-Design erforderlich war, um die hohe Widerstandsf├Ąhigkeit zu erreichen. Die Abdeckung ├╝ber den Slots f├╝r die SIM- und Speicherkarte weist eine Gummidichtung auf, der Micro-USB-Anschluss verf├╝gt ├╝ber eine spezielle wasserabweisende Beschichtung. Auch der Kopfh├Âreranschluss, das Mikrofon und der Lautsprecher zeichnen sich durch eine hohe Robustheit aus, allerdings fallen hier keine offensichtlichen optischen Ungew├Âhnlichkeiten auf, die der Wasser- und Staubdichtheit geschuldet w├Ąren.

Glas, Metall… und Plastik

Das M5 setzt bei Front und R├╝cken auf geh├Ąrtetes Mineralglas. Das klingt edel und f├╝hlt sich auch so an, allerdings wird der Eindruck von Hochwertigkeit von den Seitenteilen getr├╝bt. Diese bestehen vorwiegend aus Plastik, nur an den Ecken hat Sony Metall verwendet. Die Idee dahinter: F├Ąllt das Handy zu Boden, landet es mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einem Metallteil. Zum Schutz des Displays wurden die Glasbereiche geringf├╝gig abgesenkt. Laut Sony minimiert sich die Bruchgefahr so deutlich.

Die Verarbeitungsqualit├Ąt ist zumindest bei unserem Testger├Ąt ├╝ber jeden Zweifel erhaben. Die Spezifikationen verweisen auf ein gut ausgestattetes Handy in der gehobenen mittleren Preisklasse: Das M5 setzt auf eine 8-fache Cortex-CPU (2,0 GHz, 64-Bit), eine PowerVR G6200 GPU, 3 GB RAM und 16 GB Flashspeicher. Das Full HD-Display in IPS-Technik kommt an Samsungs bessere Touchscreens heran. Ein Kompass, NFC, Bluetooth 4.1 und LTE vervollst├Ąndigen das ansehnliche Gesamtbild. Nur ein Fingerabdruck-Scanner fehlt.

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Die Abdeckung mit Gummidichtung sch├╝tzt die SIM- und die microSD-Karte vor eindringendem Wasser.

Bitte recht freundlich!

Eine St├Ąrke des M5 ÔÇô und eines der von Sony hervorgehobenen Verkaufsargumente ÔÇô ist die umfassende Kameraausstattung. Dass die Frontkamera etwas Besonderes ist, erkennt das ge├╝bte Auge sofort an der respektablen Gr├Â├če der Linse. Kein Wunder, denn hier werkelt ein 13-MP-Sensor! Die Hauptknipse l├Ąsst mit nominell 21,5 MP ebenfalls keine W├╝nsche offen. Hinzu kommt noch ein in Hardware ausgef├╝hrter Kameraknopf, der sowohl zum Starten der Kamera-App als auch zum Scharfstellen und finalen Schie├čen eines Fotos dient.

Im Test bleibt vor allem die Hauptkamera hinter den Erwartungen zur├╝ck. Die Aufnahmen k├Ąmpfen offenbar mit allzu aggressiv arbeitenden Bearbeitungsalgorithmen, die das Bildrauschen reduzieren sollen, dabei aber ├╝bers Ziel hinausschie├čen und unscharf wirkende Fotos produzieren.

Deutlich besser schneidet die Selfie-Linse ab. Doch auch hier setzt sich eine ├╝berdimensioniert wirkende Software auf die Kernapplikation. Die witzigen Realtime-Verfremdungsm├Âglichkeiten
erhitzen das M5, sodass das Handy schon beim Start der Foto-App eine Warnung ausgibt: ÔÇ×Wenn die Temperatur des Ger├Ąts steigt, schlie├čt die App eventuell w├Ąhrend der Benutzung.ÔÇť Aufnahmen bleiben aber dennoch gespeichert.

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Rechts im Bild der hardware-seitig ausgef├╝hrte Kamera-Knopf. Er ist zweistufig und erlaubt das Scharfstellen vor dem Abdr├╝cken.

Wasserk├╝hlung n├Âtig?

Also kein Grund zur Sorge? Zeitgenossen, die sich daran st├Âren, wenn ihr Smartphone gut handwarm wird, sollten vom M5 eher die Finger lassen. Die Erw├Ąrmung des Ger├Ąts f├Ąllt n├Ąmlich bei einer gro├čen Anzahl von Anwendungen (oder insbesondere Spielen) auf. Freilich k├Ânnte man das M5 auch zwecks Erfrischung ins k├╝hle Nass schicken, die Wasserfestigkeit will ja getestet werden. Sinn der Sache ist das aber wohl nicht.

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Reif f├╝r die Wasserk├╝hlung? Die Abstimmung zwischen Hard- und Software ist offenkundig verbesserbar.

Fazit

Das M5 ist ein Paradebeispiel f├╝r ein Handy mit absolut respektabler Hardware, das unter seiner Softwareausstattung leidet. Manche Zugaben Sonys m├Âgen prinzipiell ein Gewinn sein, kommen aber zu aufdringlich daher. Vielleicht bezeichnend f├╝r die insgesamt verbesserbare Software: Wer in den Einstellungen ganz nach unten scrollt, trifft auf den Men├╝punkt ÔÇ×Info zum TabletÔÇť. Ein solide konstruiertes Handy mit gelegentlich auftretendem Identit├Ątsproblem.

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