Schüttelassistent: Microsoft’sche App bringt Sprachsuche auf Android-Smartphones

8. Dezember 2014 1 Kommentar(e)

Jedes mobile Betriebssystem hat seine eigenen Sprachassistenten. Die Windows Phone-Suche über Bing ist bislang allerdings nur in englischer Sprache möglich. Ausgerechnet diese Sprachsuche bringt die App „Torque Voice Search“ nun auch auf unsere Android-Handys.

Was soll das bringen, haben wir mit Google Now nicht schon einen recht praktikablen Sprachassistent? Wir können unsere Suche sogar in deutscher Sprache formulieren. Worin sollte also der Vorteil von „Torque Voice Search“ bestehen?

Schüttel mich!

Ganz einfach, du kannst dir das „Ok Google“ in Googel Now sparen, um die Sprachsuche anzuwerfen. Aber irgendwie muss man den Sprachassistenten doch initiieren. Das macht Microsoft mit dem Schütteln. Idealerweise läuft Torque auf einer Smartwatch. Dann genügt es eben, das Armgelenk mit der Uhr zu schütteln.

Seit neuestem darfst du das auch mit deinem Smartphone machen. Du schüttelst es – (fast) egal in welcher App du gerade bist – und schon tut sich ein kleines Fenster auf und du kannst mit dem Sprechen loslegen. Mit englischer Intonation versteht sich. So zaubert die deutsche Aussprache von Android etwa „and we`d“ auf den Bildschirm, was nicht wirklich ein gesuchter Begriff sein dürfte. Die englische Aussprache hingegen bringt das gewünschte Ergebnis.

Auch einfache Rechnungen lassen sich mit Torque anstellen.

Auch einfache Rechnungen lassen sich mit Torque anstellen.

„Weser in Munick“ oder wie?

Also suchst du nicht nach „Wetter in München“, sondern nach „Weather in Munich“. Wenn du also der englischen Sprache einigermaßen mächtig bist, dann ist die Torque Sprachsuche ein recht taugliches und vor allem praktisches Mittel: Handy schütteln, Suche formulieren, fertig. Leider kennt die App auch keine gängigen deutschen Begriffe. Mit „Europäische Union“ kommst du nicht weiter, da versteht die App „I ´ll be sure on your own“. Mit „European Union“ bist du da schon erfolgreicher. Selbstverständlich wirst du dann auch auf englische Webseiten oder Apps weitergeleitet. So z.B. auf die englischen Wikipedia-Eintrag der EU.

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Für anglophile Anwender ist Torque Voice Search bereits jetzt nicht uninteressant, wenn erst einmal die deutsche Sprache implementiert wird, dann dürfte die App viele Anhänger finden und könnte Goolge Now die Stirn bieten. Alle, die in Englisch nicht sattelfest sind, sollten die Finger von der App lassen. Und auch wer an Schüttellähmung leidet, wird mit der App nicht wirklich glücklich.

Hier kannst du die App herunterladen.

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Geschäftsführer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spaß, dass er dafür sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft natürlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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