Software-Tipp von Edward Snowden: SpiderOak als sichere Dropbox-Alternative

19. Juli 2014 0 Kommentar(e)

Dropbox, Google Drive und Co. erfreuen sich zwar gemeinhin großer Beliebtheit, kämpfen aber häufig mit Vorwürfen, nicht sicher genug zu sein. Edward Snowden, der wohl bekannteste Whistleblower der Welt, gab zu der vieldiskutierten Thematik nun seine ganz eigene Meinung bekannt – und empfiehlt eine App.

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Die britische Zeitung „The Guardian“ bekam Snowden für ein Interview vor das Mikrofon, die Aussagen des Ex-NSA-Mitarbeiters haben wir für euch zusammengefasst.

Mit dem Cloud-Dienst Dropbox kommt Snowden gar nicht klar: Der Dienst würde seiner Meinung nach den Sicherheitsbelangen der Nutzer „feindselig“ gegenüberstehen, Passwörter und Verschlüsselungskeys werden auf einem Server gespeichert – und müssen gegebenenfalls an Regierungen weitergegeben werden, was einen umfassenden Zugriff auf die Daten ermöglichen würde. Auch den alternativen Anbieter Box nennt Snowden in diesem Zusammenhang – der gute Herr hat aber auch eine Empfehlung parat: SpiderOak nennt sich der Dienst, der auf eine alternative Verschlüsselung setzt.

Das Prinzip ist so simpel wie genial: Passwörter und Daten der Nutzer werden bereits beim Upload auf die hauseigenen PCs verschlüsselt – Behörden könnten dadurch bestenfalls verschlüsselte Daten ausgehändigt werden. Die Technologie dahinter nennt sich „Zero-Knowledge“, was quasi bedeuten soll, dass der Anbieter über die gespeicherten Daten nicht Bescheid weiß. SpiderOak existiert bereits seit 2007 und erfreut sich in Expertenkreisen größter Popularität, die breite Masse ist mit dem Dienst aber noch nicht vertraut. Dank Snowdens Interview könnte sich das jetzt aber ändern.

So cool das alles auch klingen mag, einen entscheidenden Nachteil hat SpiderOak allerdings: Vergisst der Nutzer sein Passwort, sind die Daten unwiderruflich weg – eine Rücksetzung des Passwortes ist ob der „Zero-Knowledge“-Philosophie nicht möglich. Preislich bewegt sich SpiderOak in gleichen Regionen wie Dropbox, 2 GB sind gratis, für 100 GB sind 10 Dollar im Monat fällig.

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Quelle: WSJ (via Curved)

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Oliver Janko   Redakteur

Studiert in Wien und schreibt Reportagen, Tests und Reviews für die Printausgaben des Verlags. Bei Fragen – Facebook, Google+ und Co. sind allzeit bereit.

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