Auf jedem gebrauchten Handy findest du u.a. 37 Fotos von zum Teil unbekleideten Frauen

13. Juli 2014 0 Kommentar(e)

Das Internet ist zu einem virtuellen Flohmarkt geworden, auf dem unter anderem täglich bis zu 80.000 gebrauchte Smartphones verkauft werden. Dass dabei viele private Dinge ebenfalls den Besitzer wechseln, weiß kaum jemand.

AVAST hat dies aber in einer Studie belegt und diese ist durchaus aufschlussreich, wenngleich natürlich als Hintergedanke der Studie der subtile Druck, entsprechende Schutzsoftware zu besorgen, vorrangig war.

Dennoch meinen die meisten Anwender, dass die Daten nicht mehr wiederhergestellt werden können, wenn sie sie gelöscht haben. Den Gegenbeweis trat AVAST in einem Experiment an: Die Sicherheitsexperten kauften über eBay 20 gebrauchte Android-Handys und verwendeten eine simple, überall verfügbare Recovery-Software, um die gelöschte Dateien wiederherzustellen.

Auch Fotos von halb bekleideten und nackten Frauen findet man auf gebrauchten Handys (Foto: iStockPhoto/Shapecharge)

Auch Fotos von halb bekleideten und nackten Frauen findet man auf gebrauchten Handys (Foto: iStockPhoto/Shapecharge)

Das Ergebnis muss jedem, der gebrauchte Smartphones verkauft betroffen machen. Denn die AVAST-Analysten fanden in der Stichprobe von 20 Handys unter anderem:

  • Mehr als 40.000 gespeicherte Fotos
  • Mehr als 1.500 Fotos von Kindern
  • Mehr als 750 Fotos von Frauen – zum Teil unbekleidet
  • Mehr als 250 Selfies von männlichen Geschlechtsteilen
  • Mehr als 1.000 Google-Such-Einträge
  • Mehr als 750 E-Mails und SMS-Nachrichten
  • Mehr als 250 Kontaktnamen und E-Mail-Adressen
  • 1 ausgefülltes Kreditansuchen
Erschreckendes brachte eine Studie von AVAST zutage (Grafik: AVAST)

Erschreckendes brachte eine Studie von AVAST zutage (Grafik: AVAST)

750 halbnackte Frauen auf 20 Handys, das ergibt 37,5 delikate Fotos pro Handy – im Schnitt natürlich. Die Frage, die man sich stellen muss: Was kann der neue Besitzer mit diesen Daten anfangen? Fotos von offenbar fremden Personen? Sind die wertvoll? AVAST hält entgegen: Ein altes Sprichwort sagt:  ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Und wenn man private Facebook-Nachrichten mit Geo-Location, Suchanfragen auf Google nach Jobs etc. mit den Fotos in Verbindung bringt, hat man schnell das Puzzle gelöst und den Vorbesitzer identifiziert.

Also müsse man die Daten überschreiben, nicht nur löschen, so AVAST. Das funktioniert etwa mit „avast! Anti-Theft“.

Quelle: AVAST-Blog

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Geschäftsführer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spaß, dass er dafür sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft natürlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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