AMOLED-Displays sollen schon bald günstiger werden

Redaktion 21. Juli 2014 1 Kommentar(e)

Bisher waren AMOLED-Displays der Smartphone-Oberklasse vorbehalten. Doch durch Verbesserungen in der Produktion könnten die leuchtstarken und farbenfrohen Bildschirme bald sogar schon in Low-End-Geräten Einzug halten.

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Fehlerquote wird weniger = geringere Kosten

Nicht immer ist teurer auch gleich besser, keine Frage. In Sachen Display-Technologie lohnt es sich für Hersteller aber schon, den ein oder anderen Dollar beziehungsweise Euro mehr für qualitativ hochwertige Bildschirme auszugeben. Nicht nur in der Auflösung sind die teureren Panel ihren billigen Brüdern überlegen, auch finden sich in der Oberklasse viel häufiger die strahlenden AMOLED-Displays. Der Grund dafür liegt auf der Hand: AMOLED-Displays sind schwieriger herzustellen und haben eine deutlich höhere Fehlerquote, was im Umkehrschluss zu teureren Preisen führt. Wie der taiwanische Branchendienst DigiTimes aber nun unter Berufung auf das Marktforschungsunternehmen DisplaySearch berichtet, sinke die Fehlerquote in der letzten Zeit stetig, sodass es bald möglich sein soll, kostengünstigere AMOLED-Displays herzustellen.

Der AMOLED-Bildschirm des Samsung Galaxy S4: scharf, farbenfroh - und bald auch in Low-End-Smartphones zu finden?

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AMOLED im Low-End-Segment: Ein Renner

Die Herstellungskosten für AMOLED-Displays liegen aktuell noch 10 bis 20 Prozent über denen normaler TFT-Bildschirme, wie DisplaySearch anmerkt. Hierfür sollen vor allem die höheren Ausschusszahlen verantwortlich sein, die bei der Produktion der AMOELD-Displays anfallen. Eine Verbesserung der Ausbeute bei der Fertigung würde die Preise fallen lassen, da die Kosten eines jeden defekten AMOLED-Displays automatisch auf die intakten Bildschirme umgelegt wird. Ein AMOLED-Display mit einer Größe von 5 Zoll sowie einer Full HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln kostet aktuell rund 16 Prozent mehr als ein LCD mit gleichen Spezifikationen. Würde man es schaffen, die Kosten senken – etwa durch eine erhöhte Ausbeute oder günstigeren Materialien – könnten AMOLED-Displays, damit sogar günstiger als normale LCDs werden. Vor allem im Low-End-Segment dürften AMOELD-Displays, die neben ihrer Leuchtkraft auch für ihre dünne Bauweise bekannt sind, viel Anklang finden. Ein günstiges Moto G, OnePlus One oder Huawei Ascend P6 dürfte mit so einem Display noch mehr Fans als ohnehin schon finden.

Legt ihr auf ein AMOLED-Display wert? Oder ist euch das beim Smartphone-Kauf egal?

Quelle: DigiTimes (via WinFuture)

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