Neue Technologie: Displays reparieren sich bald selbst

6. Juli 2015 0 Kommentar(e)

Gehören unschöne Kratzer und Sprünge im Display bald der Vergangenheit an? Ein Forscherteam aus dem Vereinten Königreich hat offenbar ein neues Material entwickelt, das sich selbst reparieren soll – und vielleicht schon in den nächsten Jahren zum Standard gehört.

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Man kennt das: Kurz nicht aufgepasst, das teuere Smartphone rutscht aus der Hand und fällt zu Boden – im besten Fall ohne Auswirkungen, in der Regel sind zumindest unschöne Kratzer an Display und Gehäuse aber die unvermeidbare Folge. Zumindest bislang: Schon in nicht allzu ferner Zukunft – die Forscher sprechen von in etwa fünf Jahren – könnte eine neue Technologie quasi Displayleben retten. Ursprünglich wurde das Material für Flugzeugflügel entwickelt, soll aber auch in anderen Branchen wertvolle Dienste leisten. Der Gedankengang – beziehungsweise die angedachte Funktionsweise – ist so einfach wie genial: Wie bei menschlichem Blut soll das Display automatisch eine Art Flüssigkeit absondern, ein Gemisch aus verschiedenen auf Carbon basierenden Chemikalien, die den Sprung auffüllt und anschließend verhärtet.

Ob überschüssiges Material per Hand entfernt werden muss ist unklar, offensichtlich sollen Kratzer und Sprünge aber ohne Rückstände „ausheilen“. Entwickelt wird die ganze Sache von einem Forscherteam aus Bristol, England, unter der Leitung von Duncan Wass, einem Chemiker.

Inspiration haben wir uns vom menschlichen Körper geholt.

Der menschliche Körper sei nicht geschaffen, jegliche Widerstände abzufangen; er sei allerdings in der Lage, zu bluten und Wunden damit recht rasch verheilen zu lassen. Das Team habe lediglich eine synthetische Version dieses Vorgangs geschaffen.

In einigen Fällen sei bereits ein 100 %iger Grad an Wiederherstellung der zerstörten Oberfläche gelungen, flächendeckend sei das allerdings noch nicht möglich. Wenn dieser Bereich erreicht wird, sind vielfältige Einsatzmöglichkeiten denkbar: Vom Nagellack über die Grundierung oder Farbe des Autos, Fahrradrahmen oder Windturbinen, die nicht zerbrechen können – möglich sein soll alles.

Eure Meinung zu den Plänen der Forscher?

Quelle: Science Alert

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Oliver Janko   Redakteur

Studiert in Wien und schreibt Reportagen, Tests und Reviews für die Printausgaben des Verlags. Bei Fragen – Facebook, Google+ und Co. sind allzeit bereit.

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