Formel 1 in der Zukunft

Redaktion 16. Juli 2021 Kommentare deaktiviert für Formel 1 in der Zukunft Kommentar(e)
Formel 1 in der Zukunft

Bildquelle: Unsplash

Am Rande des österreichischen Grand Prix wurde bei einem Gipfeltreffen von den großen Herstellern wie Mercedes, Renault, Ferrari, Audi sowie Porsche ein grobes Konzept besprochen, wie in der Zukunft die Formel 1 sein soll. Es wird zwar noch zahlreiche Monate dauern, bis die Einzelheiten formuliert sind, doch Toto Wolff, der Mercedes-Teamchef, verrät schon jetzt, dass sie an Turbo-Hybrid-Antrieben festhalten, deren Betrieb mit vollständig nachhaltigem Kraftstoff erfolgt. Es werde keine Rückkehr zu den lauten Verbrennungsmotoren geben. Wolff sagt, dass es bei der Diskussion darum ging, was sie zukünftig in Bezug auf den Motor machen. Schließlich wollen sie Kosten sparen, sodass sie das Rad nicht neu erfinden wollen.

Weiterhin erklärt Wolff, dass die großen Hersteller auch einen Motor haben wollten, der zwischen 2025 und 2030 relevant sei. Sie könnten keinen Benziner verwenden, der schreiende Motoren aufweist, wenn jeder von ihnen erwartete, dass sie elektrisch fahren. Deshalb bleiben sie bei dem aktuellen V6-Format, doch die elektrische Komponente werde massiv zunehmen. In der Formel 1 haben die aktuellen Antriebseinheiten eine MGU-K und eine MGU-H. Es gibt jedoch Andeutungen, dass in der Formel 1 die MGU-H aufgrund ihrer Komplexität und Kosten aufgegeben wird. Eine solche Vorgehensweise würde den Einsatz von einer leistungsfähigeren kinetischen Komponente ermöglichen. Bei der neuen Hybrid-Motorengeneration soll eines der Kennmerkmale der Betrieb mit möglichst nachhaltigen Kraftstoffen sein. Das ist nach der Ansicht der Autohersteller sehr wichtig, sofern die Fahrzeuge noch zahlreiche Jahre mit Verbrennungsmotoren fahren.

Der Grund für den Einsatz von Verbrennungsmotoren ist, dass die Hersteller glauben, dass der Kraftstoff sie noch über eine lange Zeit hinweg begleiten werde, sagt Wolff. Es gebe in Europa zwar das Ziel, dass bis 2030 die Elektromobilität zum Alltag gehöre. Doch es werde ebenso auf dem Rest der Welt Millionen von Automobilen geben, die nach wie vor mit Kraftstoff fahren. Wolff teilt mit, dass sie bei Mercedes selbst annehmen, dass sie auf der Welt mehrere Millionen Fahrzeuge haben werden, die immer noch mit Kraftstoff betrieben werden. Daher könnten sie mit ihrer Innovation dazu beitragen, bei der Entwicklung von nachhaltigen Kraftstoffen zuverlässig zu helfen – ganz gleich, ob synthetische Kraftstoffe oder Biokraftstoffe. Bis 2025 werden die Autos zu 100 Prozent nachhaltigen Kraftstoff nutzen. Sie würden auf diese Weise dazu beitragen, auf der Welt die CO2-Emission zu verringern.

Auch betont der Teamchef von Mercedes, dass es immer mehr Belege dafür gebe, dass das Vorhaben der Formel 1, die Technologien voranzutreiben und nachhaltige Lösungen zu finden, etwas sei, das besonders für die jüngere Generation von den Fans positiv aufgenommen werde. Er sagt, dass sie bei einem Blick auf das große Publikum, welches ihnen folgt, feststellen, dass vor allem jüngere Zuschauer von 15 bis 35 Jahren die am stärksten wachsende Gruppe sei. Für Mercedes sei es am Wochenende in Österreich auf der Strecke nicht so toll gewesen, doch es sei beeindruckend gewesen, ein volles Haus zu sehen. Das Formel-1-Publikum sei so jung wie nie zuvor. Die Formel 1 stehe in den Augen von diesem Publikum laut Umfragen für Hightech und Innovation. Daher dürfen sie nie vergessen, dass ein Teil ihrer DNA die Hightech-Innovation sei. Und während das Publikum, also die Formel 1 Fans, gespannt die Rennen verfolgen, nutzen sie zugleich Apps für Sportwetten, um auf den Sieg ihrer Favoriten zu setzen. Für viele Fans gehören Sportwetten in heutiger Zeit zu sportlichen Veranstaltungen einfach dazu.

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