Gute Smart­phones müssen nicht teuer sein

Hartmut Schumacher 30. Juli 2021 Kommentare deaktiviert für Gute Smart­phones müssen nicht teuer sein Kommentar(e)

1000 Euro für ein Smartphone? Das geht auch anders:  Wer weiß, worauf er bei Einsteiger-Smartphones achten muss, der kann gute Geräte für vergleichsweise wenig Geld erstehen.

Nicht jeder potenzielle Smartphone-­Besitzer kann oder möchte die Preise bezahlen, die Gerätehersteller für ihre Spitzenmodelle verlangen. Aber das ist auch gar nicht nötig. Denn in niedrigen Preisregionen gibt es ebenfalls Smartphones, die ihre Zwecke gut oder sogar sehr gut erfüllen. Ein halbes Dutzend davon stellen wir Ihnen vor.

Smartphones für kleines Geld gibt es in verschiedenen Preisklassen – die sich in der Leistungsfähigkeit deutlich unterscheiden. Auf den folgenden Seiten verraten wir Ihnen, was Sie von Smartphones unter 100 Euro, 200 Euro und 300 Euro erwarten können.

Ältere Smartphones

Eine gute Methode, um ein leistungsfähiges Smartphone zu einem günstigen Preis zu erhalten, besteht darin, einfach etwas Geduld zu haben: Bereits etwa ein dreiviertel Jahr nach der Markteinführung sind die Preise der meisten Modelle schon deutlich gesunken. Ohne dass die Smartphones jedoch von der Leistung und von der Ausstattung her wirklich schon zum alten Eisen gehören.

Eines sollten Sie dabei allerdings bedenken: Die Hersteller versorgen ihre Smartphones nur eine bestimmte Anzahl von Jahren mit Updates des Betriebssystems und mit Sicherheits-Updates. Und wenn Sie beispielsweise erst ein Jahr nach der Markteinführung zuschlagen, dann ist halt die Zeit, in der das Smartphone Updates erhält, schon um ein Jahr reduziert.
Entgegenwirken können Sie dem bis zu einem gewissen Grad, indem Sie sich über die Update-Politik der Hersteller informieren und sich für ein Smartphone eines Herstellers entscheiden, der an seine Geräte relativ lange Updates verteilt.

Wo bleiben die iPhones?

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Vielleicht ist es Ihnen schon aufgefallen: In unserer Übersicht über Smartphones für Einsteiger kommen keine iPhone-Modelle vor. Das liegt einfach daran, dass es keine iPhones gibt, die neu zu Preisen von unter 300 Euro erhältlich sind.

Einen Ausweg aus diesem Dilemma bietet der Markt für gebrauchte Geräte. Beim Kauf eines gebrauchten iPhones müssen Sie allerdings, wie im Abschnitt „Gebrauchte Geräte“ beschrieben, unter Umständen die Kosten für den Austausch des Akkus in Ihre Überlegungen miteinbeziehen.

Eine Alternative zu einem Gebrauchtgerät: das „Apple Trade In“-Programm, bei dem Sie für Ihr gebrauchtes iPhone eine Gutschrift erhalten, die Sie für den Kauf eines neuen Geräts verwenden können.
www.apple.com/de/trade-in

Gebrauchte Geräte

Die zweite Methode, mit der Sie für vergleichsweise wenig Geld an ein gutes Smartphone kommen, besteht darin, ein gebrauchtes Gerät zu kaufen. Da derartige Geräte meist nicht brandneu sind, gilt natürlich auch für sie, dass sie weniger lange noch Updates erhalten.

Hinzu kommt: Je nachdem, wie lange und wie intensiv der erste Besitzer das Smartphone verwendet hat und wie sorgsam er mit dem Akku umgegangen ist, kann die Leistungsfähigkeit des Akkus schon etwas eingeschränkt sein. Wenn das Gerät also schon länger als ein Jahr alt ist und wenn Ihnen eine lange Akkulaufzeit wichtig ist, dann sollten Sie sich vor dem Kauf darüber informieren, wie aufwendig und damit wie teuer das Einbauen eines neuen Akkus ist – und ob das Smartphone einschließlich dieser Kosten immer noch ein Schnäppchen ist.

Worauf kommt es an?

Gute-Smartphones-nicht-teuer-2Geschwindigkeit

Die niedrige Arbeitsgeschwindigkeit von Smartphones der 100-Euro-Klasse macht sich störend bemerkbar beim Wechseln zwischen Apps und teilweise auch bei den Reaktionen auf die Benutzereingaben. Die 200-Euro-Klasse ist in dieser Hinsicht deutlich weniger nervig. Und fast die einzige Situation, in der Smartphones der 300-Euro-Klasse im Vergleich zu Spitzen-Smartphones auffällig weniger leistungsstark sind, ist das Verwenden von grafikaufwendigen Spielen.

Kameras

Die Kameras von 100-Euro-Smartphones sind oft nur für Schnappschüsse zu gebrauchen. Bei 200-Euro-Geräten dagegen kommen die Kameras in der Regel auch mit suboptimal beleuchteten Szenen einigermaßen gut zurecht. Und die Kameras von 300-Euro-Smartphones sind so gut, dass man bei ihnen eigentlich nur die Möglichkeit vermisst, einen optischen statt eines digitalen Zooms zu verwenden.

Speicherplatz

Knapp bemessener Speicherplatz führt dazu, dass sich auf preiswerten Smartphones nicht Riesenmengen von Daten ablegen oder Unmengen von Apps installieren lassen. Das Auslagern von Daten und Apps auf Speicherkarten ist nicht in allen Fällen eine Lösung (unter anderem weil es nicht auf allen Smartphones möglich ist, Apps auf der Speicherkarte zu installieren).

Updates

Je niedriger der Preis eines Smartphones ist, desto geringer ist leider die Wahrscheinlichkeit, dass der Hersteller sich große Mühe gibt, das Gerät schnell und lange mit Betriebssystem- und Sicherheits-Updates zu versorgen.

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.

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