Das iPhone 8 Plus im Test

22. Oktober 2017 Kommentare deaktiviert für Das iPhone 8 Plus im Test Kommentar(e)

Wie jedes Jahr mit Spannung erwartet: Die neue Geräte-Generation aus dem Hause Apple. Wir haben uns das iPhone 8 geschnappt und ausführlich getestet.

Das ikonische „One more thing…“ gehörte bei der Apple-Konferenz im neuen Hauptgebäude in diesem Jahr nicht dem iPhone 8 und auch nicht der baugleichen, aber größeren Plus-Variante. Im medialen Mittelpunkt stand nach der Präsentation fast ausnahmslos das iPhone X, das rahmenlose, spektakulär aussehende neue Modell von Apple, das allerdings erst später in diesem Jahr in unseren Breitengraden erhältlich sein wird. Die altbekannte Serie mit der durchgehenden Nummerierung wurde indes nur an die diesjährigen Standards angepasst – und konnte wohl auch darum nicht einmal beim Marktstart für große Furore sorgen. Zum ersten Mal seit Jahren stand sich kaum ein Apple-Fan die Füße in den Bauch, um als erster ein neues iPhone 8 oder iPhone 8 Plus zu ergattern.

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Schlechtes Zeichen?

Diese Tatsache sagt allerdings nichts über die Leistungsfähigkeit des iPhone 8 Plus aus. Wir haben das größere der beiden Modelle getestet, wobei es abgesehen von Displaydiagonale samt Auflösung und der rückseitigen Kamera ohnehin keine nennenswerten Unterschiede gibt.

Was also gibt es zu berichten über die neue iPhone-Generation? Auf den ersten Blick könnte man meinen: gar nichts. Das iPhone 8 Plus sieht seinem Vorgänger zum Verwechseln ähnlich, es ist lediglich um zwei Millimeter in jeder Richtung angewachsen und ein wenig schwerer. Das Display misst weiterhin 5,5 Zoll (Full HD), allerdings besteht beim 8er auch die Rückseite aus Glas –
der mit Abstand auffälligste Unterschied. Das sieht zwar gut aus, allerdings erkennt man auch jeden Fingerabdruck. Dafür wird nun der drahtlose Qi-Ladestandard unterstützt, ein Novum bei Apple.

Was ist neu?

Wenn sich an der Oberfläche so gut wie nichts ändert, muss sich im Inneren etwas getan haben. Und tatsächlich: Der A11-Prozessor ist neu und bringt absolute Spitzenleistung. Subjektiv gehört das iPhone 8 Plus zu den schnellsten Geräten am Markt, unsere Testergebnisse bestätigten diesen Eindruck. Die verbauten 3 GB RAM tragen dazu ebenfalls ihren Anteil bei, die beeindruckende Leistungsfähigkeit entsteht aber vor allem durch das perfekte Zusammenspiel von Soft- und Hardware. Das war immer schon eine Stärke von Apple, wurde aber erneut optimiert.

Bekannter Bildschirm

Das Display kommt bei unserem Labortest ebenfalls ganz gut weg, kann aber nicht ganz mit der Leistungsspitze mithalten. Der Helligkeitswert beispielsweise siedelt sich „nur“ im besseren Mittelfeld an und Full HD ist gerade im Android-Sektor auch nicht mehr der Weisheit letzter Schluss. Allerdings: Die gewählte Auflösung hat zur Folge, dass der Akku lange durchhält, ein Tag Dauer-Surfen stellt beispielsweise keine Schwierigkeit dar. Deutlich schlechter fallen die Messdaten beim Aufladen auf, da braucht das iPhone 8 Plus deutlich länger als die meisten Android-Kollegen aus einer ähnlichen Preisklasse. Fast drei Stunden sollte der Nutzer einplanen, bis der 2691 mAh-Akku des iPhone 8 Plus wieder zur Gänze geladen ist.

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Weniger Varianten, gute Kamera

Übrigens: Wer nach dem Test zuschlagen will, hat nicht mehr die ganz große Qual der Wahl. Apple streicht die 32 GB-Variante, das 8er gibt es nur mehr mit 64 oder 256 GB Speicher – was doch etwas eigenartig anmutet was letztlich eine rein wirtschaftliche Entscheidung sein dürfte.

Rückseitig ist wie vom Vorgänger gewohnt eine Dual-Kamera verbaut. Das Datenblatt bescheinigt beiden Modellen (7 Plus und 8 Plus) die gleiche Knipse, tatsächlich hat Apple laut eigener Aussage aber an den Bildpunkten geschraubt, wodurch bessere Aufnahmen bei schlechterem Licht möglich sein sollen. Einen direkten Vergleich können wir ob eines fehlenden Modells der Vorgängerserie nicht liefern, die Aufnahmen des iPhone 8 Plus sind aber zweifellos sehr gut. Der Autofokus arbeitet schnell, der optische Bildstabilisator arbeitet zuverlässig gegen Verwacklungen. Allerdings gibt es Luft nach oben, vor allem bei schwierigen Lichtverhältnissen. Das verwundert, gerade ob der größeren Bildpunkte.

Werkseitig läuft iOS 11 auf dem Gerät, das erste Update kam bei uns gleich beim erstmaligen Start. Was das neue Betriebssystem zu bieten hat, haben wir in unserem Artikel auf Seite 130 genauer beleuchtet.

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oliver

Oliver Janko   Redakteur

Studiert in Wien und schreibt Reportagen, Tests und Reviews für die Printausgaben des Verlags. Bei Fragen – Facebook, Google+ und Co. sind allzeit bereit.

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