Dude, your car

13. Mai 2015 0 Kommentar(e)
Dude, your car Androidmag.de 4 4 Sterne

Es soll ja Zeitgenossen geben, die denken bei einem Blechschaden Ihres fahrbaren Untersatzes gleich an Selbstmord. F├╝r diese Sorte Mensch ist diese App nicht gedacht. F├╝r die meisten anderen schon, vorausgesetzt, sie verstehen ein wenig Spa├č. (1,09 Euro, ohne In-App-K├Ąufe)

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Alter, dein Auto! Das ist der wenig deskriptive Titel dieser App. Und dennoch wissen wir gleich was gemeint ist, wenn wir die Bilder im Play Store sehen. Mit dieser App ÔÇ×fahrenÔÇť wir die PKWs unserer unliebsamen Mitb├╝rger zu Schrott ÔÇô oder auch jene der Liebsamen, die eine Abreibung verdient haben.

Da ein Kratzer, dort eine Beule

Das geht im Prinzip ganz einfach, wir m├╝ssen nicht einmal den Z├╝ndschl├╝ssel bet├Ątigen. Wir machen einfach ein Foto von dem Sportboliden unseres Freundes und danach lassen wir die App arbeiten. Kratzer, Beulen, Flammen und Rauch, Wegfahrsperren, zersprungenes Glas, das alles kannst du fototechnisch am Auto deines Kumpels anbringen. Die Gr├Â├če des jeweiligen Schadens ├Ąnderst du via Pinch-to-Zoom. Ebenso k├Ânnen wir die Helligkeit, der Kontrast und die Transparenz anpassen. Und nat├╝rlich auch die Ausrichtung. Und wenn der kleine Kratzer an der Fahrerseite deinen Freund nicht besonders aufregt, dann verpasst du dem Auto halt noch eine Beule vorne und einen Glasschaden an der Frontscheibe.

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Fertig ist die Schrottkarre. Nur dein Freund wei├č noch nichts davon. Das soll sich rasch ├Ąndern. Via Share-Button teilen wir das Kunstwerk mit ihm, egal wie, ob per Mail, WhatsApp, MMS, was auch immer. Er wird so oder so nicht begeistert sein. Er sollte aber nicht so wenig begeistert sein, dass er an Suizid denkt. Da m├╝ssen wir rechtzeitig einschreiten und den Spa├č aufl├Âsen. Das Gel├Ąchter ist hinterher hoffentlich gro├č. Wenn nicht, hat die App wohl ihre Wirkung verfehlt.

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Fazit

Grenzwertig ist so ein Spa├č schon, aber wenn man genau wei├č, wen man hier ver├Ąppelt, dann ist es einen Versuch wert. Die Sch├Ąden kann man halbwegs realistisch anbringen. Der Betroffene kommt also nicht gleich auf die Idee, dass das Bild gefakt ist. Da m├╝ssen wir mithelfen.

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Gesch├Ąftsf├╝hrer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spa├č, dass er daf├╝r sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft nat├╝rlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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