Rentner verklagt Apple wegen gelöschter Fotos und gewinnt

Redaktion 5. Dezember 2015 1 Kommentar(e)

David gegen Goliath. Ein britischer Rentner hat Apple verklagt, weil ein Mitarbeiter im Apple Store ungefragt Fotos von seinem iPhone gelöscht hat. Nun hat der Rentner vor Gericht Recht bekommen.

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deric white photo: The Standard
Deric White, ein 68-j√§hriger Brite erhielt pl√∂tzlich auf seinem iPhone 5 eine Menge verd√§chtiger Benachrichtigungen. Kein Problem, dachte er sich, Apple k√ľmmert sich ja um seine Kunden. Also ging er zum n√§chsten Apple Store in London. Dort nahm sich ein Mitarbeiter seinem Problem an und sah sich gezwungen das Smartphone auf die Werkseinstellungen zur√ľckzusetzen um das Problem zu l√∂sen.

Nach dem erforlgreichen Reset des Ger√§tes fragte der Apple-Store-Mitarbeiter Deric White, ob dieser ein Backup angelegt habe. Nachdem dieser verneinte, war klar, dass s√§mtliche Daten inklusive Fotos und Videos unwiederbringlich gel√∂scht sind. White war verst√§ndlicherweise ‚Äěnot amused‚Äú und ging zu einem Anwalt. Dieser reichte Klage gegen Apple ein und trieb den Fall bis vors Gericht, wo White nun, ein Jahr nach dem Vorfall, Recht bekam. Apple muss nun eine Entsch√§digung von 2.000 Britischen Pfund an den Rentner zahlen.

Nat√ľrlich ist dieser Betrag f√ľr Apple nicht der Rede wert und auch White sagt, ihm geht es dabei nicht ums Geld, vielmehr sei es ein moralischer Sieg. Apple habe sich die ganze Zeit unnachgiebig gegeben und ihm zu keinem Zeitpunkt aus eigenem Antrieb eine Entsch√§digung angeboten. Insofern hofft White, dass sich mehr Leute von seinem monumentalen Sieg inspirieren lassen, sich nichts von den gro√üen Konzernen gefallen zu lassen. Und auch Apple (sowie sehr viele andere Hersteller) k√∂nnte sich aus unserer Sicht von dem Fall inspirieren lassen und die Kunden mit ihren Problemen etwas r√ľcksichtsvoller zu behandeln.

Quelle und Foto: The Standard (via Futurezone)

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