Eiserne Ration: Essen am Handgelenk transportieren

Hartmut Schumacher 21. März 2016 0 Kommentar(e)

Es mag ein Klischee sein, dass Japan immer für ausgefallene Ideen gut ist. Die neue „Bento Watch“ bestätigt dieses Vorurteil jedoch.

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Uhr mit nahrhaftem Inhalt: Die „Bento Watch“ kümmert sich um den kleinen Hunger zwischendurch. (Foto: Takii)

Uhr mit nahrhaftem Inhalt: Die „Bento Watch“ kümmert sich um den kleinen Hunger zwischendurch. (Foto: Takii)

Armbanduhren gibt es bereits seit dem Jahr 1810, in dem der Schweizer Uhrmacher Abraham Louis Breguet den ersten derartigen Zeitmesser für Caroline Bonaparte, die Königin von Neapel, konstruierte.

Mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt, dass Armbanduhren uns nicht nur mit der Uhrzeit und dem Datum versorgen, sondern – sofern es sich um Smartwatches handelt – auch beispielsweise eintreffende E-Mail-Nachrichten, anstehende Termine und Fahranweisungen anzeigen können.

Ist dies also der Gipfel der Chronometer-Evolution? Weit gefehlt: Das japanische Agrikulturunternehmen Takii hat mit der „Bento Watch“ vor wenigen Tagen eine Armbanduhr vorgestellt, die ganz neue Einsatzzwecke erschließt: Die Uhr bietet in ihrem Gehäuse (mit einem Durchmesser von 30 Millimetern) Platz, um Lebensmittel unterzubringen.

Teleskop-Essstäbchen

„Super! Aber wie soll man das essen, ohne sich die Finger dabei schmutzig zu machen?“ – Ganz einfach: Auf Knopfdruck fahren aus dem Gehäuse der Uhr zwei Teleskop-Essstäbchen heraus.

Tatsächlich zu kaufen sein wird diese Uhr allerdings nicht. Das Unternehmen hat sie lediglich für die Verwendung in einem Werbevideo herstellen lassen.

Praktisch: Auf Knopfdruck fahren aus dem Gehäuse der Uhr zwei Teleskop-Essstäbchen heraus. (Foto: Takii)

Praktisch: Auf Knopfdruck fahren aus dem Gehäuse der Uhr zwei Teleskop-Essstäbchen heraus. (Foto: Takii)

Lange Tradition

Und wie erklärt sich der Name „Bento Watch“? – Mit „Bento“ bezeichnet man in Japan Speisen, die für den Verzehr unterwegs in einem Kästchen untergebracht sind, das die verschiedenen Bestandteile (meist Reis, Gemüse und Fisch oder Fleisch) durch Wände voneinander trennt. Die Ursprünge dieser Kästchen lassen sich bis in das 12. Jahrhundert zurückverfolgen.

Die „Bento Watch“ steht in der Tradition der Bento-Kästchen, in denen Japaner ihre Mahlzeiten für den Verzehr unterwegs transportieren. (Foto: Dantada)

Die „Bento Watch“ steht in der Tradition der Bento-Kästchen, in denen Japaner ihre Mahlzeiten für den Verzehr unterwegs transportieren. (Foto: Dantada)

Quelle: Takii

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.