Infrarot-LED macht Touchscreens präziser

6. März 2012 0 Kommentar(e)

Digitale Mobilgeräte lassen sich in Zukunft noch genauer und vielseitiger steuern. Der Handy-Hersteller Neonode hat auf dem Mobile World Congress seine Technologie „zForce“ vorgestellt, die dank Infrarot-LED deutlich schneller und genauer reagiert als kapazitive Touchdisplays. Es gelingt der Technik zudem, nicht nur die Position der Eingabe, sondern auch deren Stärke auszuwerten. zForce arbeitet in einem Bereich von 500 bis 1.000 Hertz – also bis zu 1.000 Aktualisierungen pro Sekunde, was die Verzögerung zwischen Eingabe und Anzeige unkenntlich macht. Die Technik reagiert zudem auf eine Vielzahl von Objekten – außer Finger beispielsweise auch auf Stifte oder einen Pinsel – und berücksichtigt erstmals auch die genaue Stärke des Druckes sowie die Größe des Gegenstandes.

Engadget stellt das Display mit Infrarot-LED vor (Foto: Engadget)

Eingabe per Pinsel

Ein erster Test des US-Blogs Engadget.com auf einem Gerät in Smartphone-Größe veranschaulicht, dass etwa die Eingabe mit einem größeren Pinsel breite Striche, ein kleiner Pinsel entsprechend feinere Linien am Demonstrationsbildschirm hinterlässt. Von der Drucksensibilität könnten auch andere neue Techniken profitieren – zum Beispiel die verbesserte Anschlagdynamik von Tasten auf Bildschirm-Musikinstrumenten.

Der einzige Wermutstropfen der Technik betrifft das Design: Der Infrarot-LED-Strahl und die Photodioden, die hier zum Einsatz kommen, benötigen zur Unterbringung der zusätzlichen Hardware eine hochrandige Einfassung, was den Einbau eines flachen, bündig abschließenden Displays verbietet.

Ein schmaler Pinsel hinterlässt dünne Striche, ein breiter Pinsel sorgt für dicke Striche (Foto: Engadget).

Ein schmaler Pinsel hinterlässt dünne Striche, ein breiter Pinsel sorgt für dicke Striche (Foto: Engadget).

Virtuelles Formen

Eine weitere Neuheit aus dem Hause Neonode ist ein als „Dual-Layer-Touch“ bezeichnetes Steuergerät. Der vorgezeigte Prototyp erinnert an einen leeren Bilderrahmen, in den man mit den Fingern hineingreift, um dabei Bilder oder virtuelle Gegenstände „anzugreifen“ und in drei Dimensionen zu manipulieren. Wann diese Technik in Geräten landet und wie die genaue Umsetzung aussehen wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

Via: Pressetext

 

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Geschäftsführer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spaß, dass er dafür sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft natürlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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