Europäische Variante des LG G2 wird Wireless Charging durch spezielle Hülle unterstützen

Tam Hanna 17. August 2013 0 Kommentar(e)

Im Rahmen der Vorstellung des LG G2 konnten die Koeaner eine Vielzahl von Netzbetreiberpartnern vorstellen – darunter auch den US-amerikanischen Megacarrier Verizon. Er bekommt laut Medienberichten eine weltweite Exklusivität auf wireless charging.

Das LG G2 wird bei Verizon angeboten - die drahtlose Aufladetechnik ist weltweit exklusiv (Bildquelle: AndroidAuthority)

Das LG G2 wird bei Verizon angeboten – die drahtlose Aufladetechnik ist weltweit exklusiv (Bildquelle: AndroidAuthority)

Um die von Palm und Co an drahtloses Aufladen von Telefonen gewöhnten Europäer nicht unnötig zu verärgern, bietet LG in diesem Markt eine Alternative an: europäische Kunden können auf Wunsch ein Zusatzgehäuse kaufen, das wireless charging ermöglicht. Derzeit gibt es keine Fotos von dieser Konstruktion: es kann sich hierbei sowohl um ein am Smart Window angelehntes Schutzgehäuse als auch um einen klassischen „Sleeve“ im Stil der alten iPaqs handeln.

Klar ist nur, dass die Lösung mit einem externen Gehäuse weitaus weniger komfortabel ist – viele Smartphone-User lassen ihre Telefone absichtlich nicht in einem Schutzgehäuse, um im praktischen Einsatz Zeit zu sparen. Wenn die drahtlose Ladefähigkeit unter diesem Vorgang leidet, ist das mit Sicherheit nicht im Interesse der Kundschaft.

Aus markttechnischer Sicht macht dieser Alleingang des als stur bekannten amerikanischen Netzbetreibers Verizon nur wenig Sinn. Wenn das Gerät noch einen klassischen CDMA-Transmitter hat, lässt es sich sowieso nicht außerhalb der USA einsetzen – auch wenn das neue Telefon auf LTE basiert, ist der Wert dieser weltweiten Exklusivität vergleichsweise gering.

Anders als beim für AT&T enorm gewinnbringenden ersten iPhone handelt es sich bei wireless charging nämlich nicht um eine Technologie, die für die Mehrzahl der User wichtig ist. Daraus folgt, dass keine „Zweitvertriebskette“ entsteht, die dem Netzbetreiber die Telefone zum Vollpreis aus den Rippen jeiert – für den Kampf gegen den Erzrivalen Sprint würde es völlig genügen, eine (billigere) US-Exklusivität anzustreben.

Es wäre durchaus denkbar, dass diese Exklusivität in baldiger Zeit ausläuft. Alternativ wäre es auch vorstellbar, dass Drittanbieter (eventuell mit Hilfe eines „informal technology transfers“ von LG) eine Rückwand mit Ladefähigkeit anbieten – da Verizon LG die Transaktion nachweisen müsste, wäre das für die Koreaner eine sichere und unbürokratische Vorgehensweise.

Denkt ihr, dass LG von Verizon hier über den Tisch gezogen wurde? Oder ist der Deal von nur temporärer Natur? Lasst uns wissen, wie ihr die Sache seht – unsere Kommentarspalte ist stets geöffnet!

Quelle: AndroidAuthority

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Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna entwickelt Software für verschiedene Plattformen, beschäftigt sich mit Mobilgeräten und Prozessrechnern und betreibt einen YouTube-Channel mit zehnminütigen Clips zu Interessantem und Lehrreichem aus der Welt der Elektronik.

 

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