Motorola Moto X: Kontextuelle Spracherkennung dank eigenem Prozessor [Gerücht]

Daniel Kuhn 5. Juli 2013 1 Kommentar(e)

Was wissen wir eigentlich über das Motorola X Phone, beziehungsweise Motorola Moto X? Offensichtlich nicht einmal den Namen. Nachdem die Gerüchte über die Hardware sich in letzter Zeit überschlugen, war es um die angepriesenen Software-Features erstaunlich ruhig. Nun scheint der Fokus auf der Spracherkennung zu liegen, die dank eines eigenständigen Prozessors besonders ausgereift sein soll.

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Nicht erst seit Siri ist es der Traum von Smartphone-Herstellern und Software-Entwicklern, einen voll funktionalen persönlichen Assistenten zu entwickeln, mit dem das Smartphone vollständig per Spracheingabe gesteuert werden kann. Dabei soll das Gerät nach Möglichkeit nicht nur auf starre vorgefertigte Befehle reagieren, wenn es vorher durch einen Befehl darauf vorbereitet wurde – vielmehr soll es aus dem Kontext erkennen, in welcher Situation sich der Nutzer momentan befindet und welche Einstellungen oder Aktionen relevant oder hilfreich wären.

Als Beispiel wäre es denkbar, dass das Smartphone, sobald es erkennt, dass der Nutzer ein Auto steuert, bei jedem Anruf auf den Lautsprecher zu schalten, oder im Urlaub ein Foto eines Motivs zu machen, das man gerade bestaunt.

Google arbeitet mit Project Majel bekanntlich bereits seit längerem an einem solchen System, das in Ansätzen bereits als Google Now unter Android nutzbar ist. Bisher muss Google Now aber immer durch mindestens eine Wischgeste und einen Sprachbefehl zum Zuhören bewegt werden. Zwei neue Hardware-Ansätze sollen dies nun auf eine neue Ebene heben. Während der neue Snapdragon 800-Prozessor über die Möglichkeit verfügt, konstant nach Sprachbefehlen zu horchen, könnte Motorola mit dem Moto X einen anderen Ansatz wählen, wie neue Gerüchte nun vermuten lassen.

Da das Moto X bekanntlich als Mittelklasse-Smartphone nicht mit dem Snapdragon 800 ausgerüstet sein wird, spendiert ihm Motorola kurzerhand einen eigenständigen Prozessor, der ausschließlich für die Sprachsteuerung sowie die Erkennung der jeweiligen Situation zuständig sein soll. Einige zusätzliche Sensoren könnten dem Smartphone somit sogar verraten, dass es soeben in die Hosentasche verbannt wurde.

Das Motorola Moto X soll also Befehle ausführen können, ohne dass es dafür aktiviert werden muss. Sollte Motorola und Google dies tatsächlich gelingen, hätten beide Unternehmen einen gewaltigen Vorsprung vor der Konkurrenz. Zwar ist dieses Feature bisher nur ein Gerücht und entsprechend mit Skepsis zu genießen, die bisherigen Entwicklungen in diese Richtung aus dem Hause Google lassen dies allerdings durchaus glaubwürdig erscheinen.

Quelle: abcnews (via RootzWiki)

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