Verschl├╝sselungstrojaner bald auch auf dem Smartphone?

Heiko Bauer 27. April 2016 2 Kommentar(e)

Sogenannte Ransomware f├╝r PCs und Laptops ist f├╝r Kriminelle derzeit eine gute und sichere Einkommensquelle. Nun gibt es vermehrt Anzeichen daf├╝r, dass sich das Gesch├Ąft k├╝nftig auf Mobilger├Ąte ausweiten k├Ânnte.

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android-trojan

Das Gesch├Ąftsmodell ist so einfach wie lukrativ: Schadsoftware verschl├╝sselt alle auf dem Ger├Ąt befindlichen Daten, und die Kriminellen dahinter geben sie nur gegen ┬╗L├Âsegeld┬ź wieder frei. Haben die Opfer kein intaktes Backup, bleibt ihnen meist nur, zu bezahlen oder den Verlust in Kauf zu nehmen.

┬╗Gr├Â├čte Bedrohung f├╝r Privatnutzer┬ź

Im Rahmen des Security Forums an der FH Ober├Âsterreich hielten die Experten Tyler Moffit und Kelvin Murray vom Sicherheitsunternehmens Webroot einen Vortrag zu diesem Thema. Wie sie berichteten, hat sich die Ransomware seit 2012 stark weiterentwickelt, die Anzahl der F├Ąlle steigt ebenfalls. Betroffen seien Privatleute ebenso wie Firmen. Eine der Ransomware-Varianten habe allein rund 25 Millionen Ger├Ąte infiziert. In einem Interview mit dem ├Âsterreichischen Blog Futurezone sprachen sie von der ┬╗mitllerweile gr├Â├čten Bedrohung f├╝r Privatnutzer┬ź.

Gezahlt werden muss meist in Bitcoin ├╝ber das Darknet. Eine R├╝ckverfolgung ist dabei praktisch unm├Âglich. Nach Zahlungseingang geben die Erpresser die Daten ├╝blicherweise wieder frei. ┬╗Das System basiert darauf, dass Bezahlen wirkt.┬ź, so Murray.

Sch├Ądling aus dem App-Store

Mittlerweile gibt es nun Hinweise, dass Ransomware in Zukunft vermehrt auch eine Gefahr f├╝r Mobilger├Ąte darstellt. ┬╗Hier k├Ânnten die Kriminellen ihre Schadsoftware etwa verbreiten, indem sie Entwickleraccounts im Android-Store hacken. Dann wird die Malware unter Umst├Ąnden mit einem Update f├╝r eine App ├╝bertragen.┬ź Erste F├Ąlle von gesperrten Smartphones sind bereits bekannt.

Leider ist eine Infektion nie v├Âllig ausgeschlossen, da die Sch├Ądlinge vielfach Sicherheitsl├╝cken in den Systemen ausnutzen. Oft reicht daf├╝r schon der Besuch der falschen Internetseite. Dennoch kann eine gewisse Wachsamkeit die Gefahr erheblich mindern. Dazu geh├Ârt eine gesunde Skepsis gegen├╝ber E-Mails von unbekannten Absendern und inoffiziellen Apps.

Die wichtigste Ma├čnahme ist jedoch, regelm├Ą├čige Backups anzulegen, damit die Daten im Ernstfall einfach wieder zur├╝ckgespielt werden k├Ânnen.

Quellen: Futurezone, PC-Magazin

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