Samsung macht Metall: Das Samsung Galaxy A5 im Test

Peter Mußler 17. Februar 2015 0 Kommentar(e)
Samsung macht Metall: Das Samsung Galaxy A5 im Test Androidmag.de 4 4 Sterne

Samsung gilt vielen als der Hersteller, der High Tech in vornehmlich lieblosem Kunststoffgewand auf den Markt bringt. Mit dem neuen Buchstaben A hat die Optik spĂŒrbar an Gewicht gewonnen. Musste dafĂŒr aber die Technik leiden?

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Samsungs neues Design sorgt fĂŒr ein spontanes „Wow“.

Das Display und die Rechenleistung sind dagegen eher nur lau.

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ZeitgemĂ€ĂŸ kantiges Design und geringes Gewicht begeistern in erster Linie Smartphone-Ästheten.

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Das pixelarme Display und die Recheneinheit können mit dem Luxus-Body nicht Schritt halten.

Ein jeder aus der Redaktion, der dieses Smartphone in die Hand nimmt, konstatiert intuitiv: „Das ist flach“ und „Wow, das ist aber leicht“. In der Tat, man fragt sich, ob hier der Akku fehlt oder gleich das ganze ­Innenleben wie bei einem Dummy. Damit dringt man unbewusst gleich zur Kernfrage vor: Wie viel ­Substanz verbirgt sich unter‘m schicken Kleid?

So flach, dass die Kameraeinheit keinen Platz mehr findet. Das mag den einen oder anderen stören. Die schlanke Eleganz des AlugehÀuses wird jedoch kaum geschmÀlert.

So flach, dass die Kameraeinheit keinen Platz mehr findet. Das mag den einen oder anderen stören. Die schlanke Eleganz des AlugehÀuses wird jedoch kaum geschmÀlert.

 

Kantige Aluflunder

Doch bleiben wir noch kurz beim Äußeren. Sowohl der Rahmen als auch die RĂŒckseite bestehen ausschließlich aus Aluminium. Die Kanten sind scharf und in Silber abgesetzt, die Ecken sind nur mĂ€ĂŸig gerundet, das rechteckige Profil ist betont. Der RĂŒcken scheint aus dĂŒnnem Material gefertigt. In Verbindung mit der rauen OberflĂ€che wirkt er nicht ­solider als einer aus Kunststoff. Das stört aber nicht, es sollen nur die Materialskeptiker beruhigt werden. Damit FingerabdrĂŒcke sichtbar werden, muss man schon fettig gegessen haben, und zwar mit den Fingern. Öffnen kann den Korpus nicht mehr. Der Akku ist fix verbaut, fĂŒr alles andere gibt es Slots (SIM-Karte nur im Nanoformat). Auf der Vorderseite wartet Gorilla-Glas 3 zum Schutz des HD-Displays. Bei ­einer GrĂ¶ĂŸe von 5 Zoll ergibt sich fĂŒr die Auflösung von 1280 x 720 Punkte leider nur eine Pixeldichte von 294ppi. Das ist ein relativ geringer Wert. FĂŒr ein verwöhntes Auge kann die daraus resultierende Optik unscharf sein. Ausreichend hell ist der Schirm auf jeden Fall, die Farben wirken sehr krĂ€ftig. Manchem erscheinen sie gar ĂŒbersĂ€ttigt. Das liegt aber im Auge des Betrachters.

Multi Window ermöglicht den gleichzeitigen Zugriff auf zwei Apps. Allerdings geht das komplizierter als beim Samsung Alpha.

Multi Window ermöglicht den gleichzeitigen Zugriff auf zwei Apps. Allerdings geht das komplizierter als beim Samsung Alpha.

 

Durchschnittliche Power

Unter dem Display warten die Kraftwerke eines Smartphones. Was die im A5 leisten? Der Antutu-Test spuckt fĂŒr das System aus Qualcomm Snapdragon 410 (1,2-GHz-­Quadcore) und 2-GB-RAM Werte des HTC One M7 aus – eines Topmodells von vor zwei Jahren. Beim Grafiktest ergbt sich eine Performance, die hinter der des S3 herhinkt – dem Samsung-Flagschiff aus 2012. DafĂŒr verantwortlich zeichnet die Adreno 306-GPU. Auch nur eine Durchschnittsleitung zeigt sich bei der Browsergeschwindigkeit. 2000 Punkte bilden das Mittelfeld. Alles in allem wirkt das Powerhouse nur halbherzig ausgestattet.

Die Stempelfunktion z.B. gibt Bildern automatisch Titel, Über- und Unterschriften. So auch dem von einem unserer RedaktionsrĂ€ume. Leider werden die Bilder dabei automatisch verkleinert.

Die Stempelfunktion z.B. gibt Bildern automatisch Titel, Über- und Unterschriften. So auch dem von einem unserer RedaktionsrĂ€ume. Leider werden die Bilder dabei automatisch verkleinert.

 

FĂŒr’s Fotografieren gemacht

Eine StĂ€rke des preislich im Mittelfeld angesiedelten GerĂ€ts ist sicher die Kamera nebst ­zugehöriger Software. Mit 4128 x 3096 Pixel löst sie hoch auf, startet per Wischen direkt aus dem Sperrbildschirm und macht auch bei wenig Licht gute Bilder. Der eigenes fĂŒr LichtverhĂ€ltnisse am Abend konzipierte Nacht­modus verwandelt nicht automatisch jedes Bild in Tupfenmalerei. Einen GIF-Maker gibt es obendrein und einen Selbstauslöser, mit man Selfies mit der Hauptkamera machen kann. Er erkennt, wenn das Gesicht richtig positioniert ist und löst nach einem Piepston aus. Die Zweitkamera mit 5 MP tut es aber auch. ­Neben der ĂŒblichen Nachbearbeitung sind auch allerlei Modifikationen möglich – sei es freihand oder per Vorlage.

Schnellladung & KitKat

Bei intensiver Nutzung hĂ€lt der Akku das A5 8,5 Stunden am Leben. Ein iPhone 6 bringt es auf keine 8 Stunden, der Konzernbruder S5 ermattet aber erst bei ĂŒber 10. Praktisch ist beim A5 die Schnelladefunktion. Eine halbvolle Batterie verspricht der Hersteller beim leeren GerĂ€t schon nach 30 Minuten.

Weniger erfreulich ist die Situation beim Betriebssystem. Es ruft UnverstĂ€ndnis hervor, wenn ein aktuelles Smartphone voraussichtlich nicht das aktuelleste Betriebssystem ­erhalten soll – ein Ă€lteres, vergleichbares, gleich teures und besser ausgestattetes ­Modell vom selben Hersteller aber schon. Die Rede ist vom Ă€hnlich schicken Samsung ­Alpha.

Fazit

Ein schickeres Smartphones gibt es nicht – zumindest von Samsung. Das alte Prinzip „Technik vor Design“ wurde hier umgedreht: Das A5 ist ein ­Telefon fĂŒr design­bewusste Sparer. Nicht beim Preis, aber bei der Performance.

daumen_hoch
Ansprechendes Design
Trotz Metallrahmen extrem leicht

 

daumen_runter

Niedrig auflösendes Display
Relativ hoher Preis

 

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Samsung Galaxy A5 Smartphone (5 Zoll (12,60 cm) Touch-Display, 16 GB Speicher, Android 4.4) midnight black

Price: EUR 276,10

4.2 von 5 Sternen (214 customer reviews)

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Aktueller Preis auf Amazon:
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Android
4.4
5,0"
1280x720
Gewicht
123 g
13 MP
5 MP
Kamera
16 GB
64 GB
Speicher
2 GB
RAM
4x
1,2 GHz
CPU



OK MicroSD OK USB OK Audio OK GPS OK HSPA+ OK NFC OK WLAN (a,b,g,n) OK Bluetooth 4.0
Abmessungen: : 139,3x69,7x6,7 (in mm - Höhe x Breite x Tiefe)

Display: 3 Sterne
Speed: 3 Sterne
Akku: 3 Sterne
Verarbeitung: 4 Sterne
Ausstattung: 4 Sterne
Design: 5 Sterne
Haptik: 5 Sterne
Kamera: 5 Sterne
Leistung:
21715
 
Grafik:
295
 
Browser:
2058
 
Akku:
460
 
Max. 80627
Max. 4942
Max. 7176
Max. 910
Gesamtwertung: 31/40
 

GerÀtevergleich Rang 1

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Peter Mußler   Redakteur

Als Ästhet beschĂ€ftigt er sich gerne mit formschönen GerĂ€ten und Überschriften, so geschmeidig wie ein poliertes AlugehĂ€use. Als Redakteur fĂŒr die Magazine des CDA-Verlags taucht er in die Tiefen der Recherche aber auch ab bis zum Grund. Denn: Eine Überschrift alleine macht noch keinen Artikel.