Künstliche Intelligenz für alle: IBM macht „Watson“ für jeden verfügbar

Redaktion 8. Dezember 2014 0 Kommentar(e)

Digitale Sprachassistenten sind der Trend der Stunde: Egal ob Siri, Google Now oder Microsofts Cortana. Doch ein System übertrumpft sie alle bei weitem: Watson. Nein, nicht der treue Begleiter des Sherlock Holmes, sondern die künstliche Intelligenz aus dem Hause IBM. Der New Yorker IT-Konzern macht sein intelligentes System jetzt für alle nutzbar. 

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Visuelle Interpretation: So "sieht" Watson laut IBM aus. (Bild: IBM)

Visuelle Interpretation: So „sieht“ Watson laut IBM aus. (Bild: IBM)

Einer breiten Öffentlichkeit wurde Watson erst 2011 bekannt, als sich die Künstliche Intelligenz spektakulär gegen ihre menschliche Konkurrenz bei der Quizshow „Jeopardy!“ durchsetzte. Die Fähigkeit Watsons, aus gesprochener Sprache relevante Informationen zu extrahieren und eine korrekte Antwort zu liefern, stellte einen Durchbruch in Sachen Künstlicher Intelligenz dar. Knapp drei Jahre später ermöglicht IBM jetzt allen Internet-Nutzern, mit Watson zu arbeiten und das intelligente System eigene Fragestellungen beantworten zu lassen.

Beim Projekt „Watson Analytics“, das jetzt in die offene Beta gegangen ist, können sich interessierte Anwender einen ersten Eindruck davon verschaffen, was Watson zu leisten in der Lage ist. Anfangs wird dabei auf Informationen zugegriffen, die bereits in den IBM-Datenbanken vorhanden sind. Ziel ist es allerdings, Watson als kommerziellen Cloud-Service weiterzuentwickeln, um so die Analyse von Geschäftsdaten zu ermöglichen. Dazu sollen dann die Daten in eine Watson-Instanz geladen werden, sodass die KI diese analysieren und auf einfache Fragen eine Antwort geben soll. So ist es beispielsweise denkbar, dass Watson anhand der Analyse aufzeigt, wieso die Verkaufszahlen in einem Quartal die Erwartungen über- beziehungsweise untertroffen haben. Die Antworten sollen in Form von Zahlen, der Zusammenstellung verschiedener Einzelaspekte oder auch Grafiken geliefert werden.

Freemium-Modell als Finanzierung

Stellt sich zum Schluss noch die Frage der Finanzierung, denn so ein Cloud-Dienst muss einerseits bezahlt werden, andererseits möchte IBM natürlich auch die Entwicklungskosten von Watson wieder hereinholen. Hier plant der IT-Gigant ein Freemium-Modell: grundlegende Analysen durch Watson sollen demnach kostenlos sein, mit steigender Komplexität und Datenmenge werden dann jedoch Gebühren anfallen. Noch ist allerdings unklar, wann die kommerzielle Version von Watson an den Start geht und wie sich die Preise gestalten.

Welche Einsatzmöglichkeiten fallen euch für Watson ein? 

Quelle: WinFuture

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