Galaxy S4: Snapdragon-Modell besitzt eine deutlich bessere Akkulaufzeit als die Exynos-Variante

Tam Hanna 29. Mai 2013 4 Kommentar(e)

Obwohl Samsung seit geraumer Zeit eigene Prozessoren herstellt, nutzen die Koreaner auch immer wieder Chips aus dem Hause Qualcomm. Im Fall des Galaxy S4 sind Varianten mit beiden Chiptypen verfügbar – jene auf Snapdragon-Basis bieten aber eine wesentlich bessere Akkulaufzeit, wie nun aktuelle Benchmarks zeigen.

Eine Messung von GSMArena ergab, dass der Unterschied beim Telefonieren per 3G besonders kritisch ausfällt. Das S4 mit Snapdragon-Chip schafft 18 Stunden, während das Exynos5-Modell schon nach elf Stunden den Geist aufgibt und alle Viere von sich streckt:

Beim Telefonieren via 3G ist der Unterschied zwischen SnapDragon- und Exynos-Prozessor besonders stark spürbar (Bildquelle: MobileGeeks.de)

Beim Telefonieren via 3G ist der Unterschied zwischen SnapDragon- und Exynos-Prozessor besonders stark spürbar (Bildquelle: MobileGeeks.de)

Bei rechenleistungsintensiven Aufgaben, wie dem Ansehen eines Videos, fällt die Differenz jedoch um einiges geringer aus:

Auch bei rechenleistungsintensiven Aufgaben gibt es Unterschiede  - diese fallen aber kleiner aus. (Bildquelle: MobileGeeks)

Auch bei rechenleistungsintensiven Aufgaben gibt es Unterschiede – diese fallen aber kleiner aus. (Bildquelle: MobileGeeks)

In einem Real-Life-Benchmark von GSMArena schlagen sich beide Geräte respektabel (rund 70 Stunden), das QualComm-S4 hält um rund vier Stunden länger als sein auf Exynos-Prozessoren basierender Bruder.

Auffällig ist, dass die Vorteile des SnapDragon-Chips immer dann besonders stark zum Tragen kommen, wenn der Anteil des durch Rechenleistung verbrauchten Stroms im Vergleich zum Gesamtverbrauch eher klein ist – beim Abspielen des Videos arbeitet zumindestens der DSP mit Volldampf, was die Leckströme des Prozessors in den Hintergrund rücken lässt.

Das Reduzieren der Leckströme gilt als eine der komplexesten Aufgaben im Bereich der Prozessorentwicklung. Offensichtlich dürfte es bei Samsung in diesem Bereich im Moment noch etwas „hapern“ – dieses Problem dürfte sich allerdings im Laufe der nächsten ein oder zwei Chipgenerationen lösen.

In der Zwischenzeit sind zwei Sachen interessant. Erstens die Frage, wo Samsung welchen Prozessortyp einsetzt – zweitens die Frage, wie das Unternehmen bei Serviceanfragen reagiert. In der Vergangenheit (Stichwort Tungsten T3) war es oft so, dass Kunden nach dem Austausch ein „schlechteres“ Modell zurückbekamen.

Ist dieser Unterschied für euch von Bedeutung? Oder ist es euch egal, welcher Prozessortyp in eurem Galaxy S4 steckt?

Quelle: gsmarena.com (via MobileGeeks)

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Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna entwickelt Software für verschiedene Plattformen, beschäftigt sich mit Mobilgeräten und Prozessrechnern und betreibt einen YouTube-Channel mit zehnminütigen Clips zu Interessantem und Lehrreichem aus der Welt der Elektronik.

 

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