Samsung erklärt, warum man noch immer auf Plastik-Gehäuse setzt

Redaktion 24. April 2014 0 Kommentar(e)

Seit Jahr und Tag muss sich Samsung zum Teil harsche Kritik wegen der eigenen Materialwahl anhören lassen. Jetzt hat der Smartphone-Primus Stellung bezogen und in einem Interview erklärt, wieso man immer noch auf Plastik setzt. 

Jedes Jahr das gleiche Spiel

„The same procedure as last year, Miss Sophie?“ – nicht nur im Silvester-Klassiker Diner for One wiederholen sich die Dinge, auch bei Samsung kommt es Jahr für Jahr zur Neuauflage desselben Spiels. Im Vorfeld der Präsentation eines jeden neuen Topmodells wird wild spekuliert, mit welchen neuen Tricks und Features die Südkoreaner wieder auf Kundenfang gehen werden. Auf Nummer 1 der bunten „Wünsch mir was“-Liste steht dann immer ein hochwertigeres Gehäuse aus Metall. Und wie jedes Jahr enttäuscht Samsung die Wünsche und setzt weiter Plastik.

In einem Interview mit den Kollegen von Engadget haben die Designer Samsungs nun erklärt, wieso sie, trotz aller Kritik, weiter stur auf Polycarbonat setzen und nicht auf hochwertigere Materialien wie etwa Metall oder Glas.

Auch die Rückseite des Samsung Galaxy S5 kam wieder nur im Plastik-Kleid – zur Verärgerung vieler Samsung-Fans.

Auch die Rückseite des Samsung Galaxy S5 kam wieder nur im Plastik-Kleid daher – zur Verärgerung vieler Samsung-Fans.

Metall ist kalt und schwer

Laut Dong Hun Kim, seines Zeichens Senior Product Designer bei Samsung, setze man aus optischen und haptischen Gründen bewusst auf Polycarbonat. Ziel sei es, ein „menschlicheres Design“ zu schaffen und ein warmes, freundliches Gefühl zu vermitteln. Nach Meinung der Samsung-Designer würde sich Metall hingegen kalt und schwer in der Hand anfühlen und keinen angenehmen Eindruck hinterlassen. Auch soll Plastik besser dazu geeignet sein, Samsungs Design-Philosophie wiederzuspiegeln.

Bereits letztes Jahr hat sich Samsung zur wachsenden Kritik geäußert, weiter beharrlich auf Plastik zu setzen, während die Konkurrenz wie etwa Sony und HTC längst hochwertige Materialien in den eigenen Topmodellen verbaut. Damals erklärte Y.H. Lee, Executive Vice President von Samsungs Mobilsparte, dass der Konzern in seiner Materialwahl nicht nur Ästhetik und Haptik berücksichtigen darf, sondern beispielsweise auch, wie einfach die Produktion damit sei und wie widerstandsfähig die verwendeten Materialien. Polycarbonat sei in der Herstellung also einfacher zu handhaben und zudem widerstandsfähiger, möchte man Samsungs Erklärung verkürzt auf den Punkt bringen.

Kein Premium-Model des Samsung Galaxy S5?

In Anbetracht dieser neuerlichen Äußerungen dürfte es zumindest fraglich sein, ob wir in nächster Zeit ein Smartphone aus dem Hause Samsung mit schickem Metall- oder Glasgehäuse zu sehen bekommen. Trotz Dementis von Samsung-CEO JK Shin, dass es keine Premium-Variante des Samsung Galaxy S5 geben wird, deuten ja immer wieder Spuren auf das Gegenteil hin. Wie das bisher aber ausgegangen ist, wissen wir ja.

Was haltet ihr von Samsungs Statement, nachvollziehbare Erklärung oder nur Augenwischerei? 

Quelle: Engadget, All About Samsung (via Android Next)

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