Samsung zahlte vergangenes Jahr über eine Milliarde Dollar für Lizenzgebühren an Microsoft

Redaktion 6. Oktober 2014 1 Kommentar(e)

Die wenigsten wissen, dass Microsoft an Android ordentlich Kohle verdient. Das geschieht aber nicht über den Vertrieb von Smartphones mit dem Google Betriebssystem, sondern vielmehr durch Lizenzgebühren, die die Hersteller von Android-Phones an das Unternehmen aus Redmond abdrücken müssen. Samsung, der derzeit größte Hersteller von Android-Geräten, musste letztes Jahr aufgrund von Patentgebühren über eine Milliarde an Microsoft bezahlen.

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Der koreanische Konzern Samsung hat sich vor knapp drei Jahren mit Microsoft an einen Tisch gesetzt und dabei eine umfangreiche Lizenzvereinbarung ausgehandelt. Jener ist für die nächsten sieben Jahre gültig und spült Microsoft ordentlich Geld in die Kasse. Rund eine Milliarde US-Dollar hätte Samsung im August letzten Jahres auf das Konto der Redmonder überweisen sollen.

Nokia ist Schuld!

Durch die Übernahme von Nokia durch den Softwaregiganten hat sich Samsung selbst ordentlich in den A**** gebissen und eigentlich gedacht, dass die Vereinbarung, durch die Übernahme hinfällig sei, weshalb man sich mit der Überweisung bis November Zeit lies. Natürlich hat hier Microsoft etwas dagegen und möchte eine ordentliche Entschädigung dafür. Per Gerichtsverfahren wurden 6,9 Millionen US-Dollar eingefordert, die Microsoft jetzt von Samsung aufgrund der verspäteten Zahlung sehen will.

Keine Frage des Geldes – Hoffnung für Samsung

Ums Geld geht es aber bei diesem Streit nicht. Vielmehr will Microsoft damit ein Zeichen setzen und den Koreanern klar machen, dass man sich nicht veräppeln lässt. Für Samsung besteht aber nach wie vor die Chance, dass der Vertrag aufgrund der Nokia-Übernahme für ungültig erklärt wird. Für Microsoft würde das bedeuten, dass die jährliche Einnahme von rund einer Milliarde Dollar auf einmal wegfällt, was auch für den Konzern aus Redmond nicht gerade unwesentlich ist – immerhin hat man für Nokia alleine rund 5,44 Dollar auf den Tisch gelegt. Sollte der Deal für nichtig erklärt werden, steigt man bei der Übernahme des finnischen Unternehmens mit einem Minus aus, sollte der Verkauf der Smartphones nicht in die Gänge kommen.

Samsung hat sich zum derzeitigen Verhandlungsstand noch bedeckt gehalten. Die Verhandlungen werden also wohl in die nächste Runde gehen.

Quelle: Microsoft, WSJ

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