Totale Überwachung: Apple-Patent zeigt Standort-Tracking in Echtzeit

25. März 2015 4 Kommentar(e)

Apple zeigt mit einem neuen Patent auf: In Zukunft soll eine Routenplanung für Gruppen verfügbar sein – in Echtzeit. Der nächste Schritt in Richtung totale Überwachung?

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Wer ein iPhone nutzt, kann schon jetzt mit der Nachrichten-App den eigenen Standort versenden, der Empfänger weiß damit, von wo aus der Sender die Nachricht übermittelt hat. Apple geht in Zukunft aber wohl noch einen Schritt weiter: Kommt das Patent letztendlich zum Einsatz, können Gruppen aktuelle Routendaten in Echtzeit miteinander austauschen – beispielsweise über Apple Maps. Freunde, Bekannte und Verwandte können damit in Echtzeit verfolgen, wo sich der iPhone-Nutzer bewegt.

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Die Verbindung kann dabei auf mehrere Arten hergestellt werden: Eine iCloud-Anbindung soll ebenso an Bord sein wie die direkte Bluetooth-Kommunikation, die aber selbstverständlich nur auf einen kurzen Radius beschränkt ist, auch eine Verbindung über den herkömmlichen Mobilfunk ist natürlich integriert. Wer will, kann mit seinem virtuellen Gegenüber auch Sprach- oder Textnachrichten austauschen. Die Daten werden über das GPS-Modul erfasst und aufgezeichnet, können also ebenfalls zu einem späteren Zeitpunkt nachverfolgt werden. Stellt sich natürlich die Frage nach der Privatsphäre: Es ist davon auszugehen, dass Apple die erhobenen Daten speichert, das Unternehmen weiß also, in welchen Bahnen sich der iPhone-Nutzer bewegt. Möglichkeiten zur Nutzung der Daten gibt es einige: Personalisierte Werbung dürfte ebenso möglich sein wie individuelle Shoppingtipps.

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Angemeldet wurde das Patent übrigens bereits Anfang 2013, die Pläne für die App beziehungsweise die Funktion kursieren also bereits länger. Nützlich mag das Ganze ja durchaus sein, beispielsweise um Freunden Wege einfach zu erklären oder interessante Routen – man denke an Sightseeing – mit anderen zu teilen. Der Sicherheitsaspekt bleibt aber offen: Wenn Freunde den eigenen Weg sehen können, bleibt nicht auszuschließen, dass auch Hacker und natürlich auch Apple selbst Interesse an den erhobenen Daten haben könnten.

Eure Meinung zum neuen Patent von Apple? Praktisch oder tatsächlich der nächste Schritt zur totalen Überwachung? Meinungen in die Kommentare!

Quelle: USPTO [via Shashgear, Macerkopf]

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Oliver Janko   Redakteur

Studiert in Wien und schreibt Reportagen, Tests und Reviews für die Printausgaben des Verlags. Bei Fragen – Facebook, Google+ und Co. sind allzeit bereit.

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