Smartphones im Bett als Schlafkiller

Hartmut Schumacher 8. Dezember 2014 1 Kommentar(e)

Du möchtest gut einschlafen und durchschlafen können? Dann solltest du dein Smartphone, Tablet oder Notebook nicht mit ins Bett nehmen.


Auch interessant: Sleep Better: Runtastic bringt App zum Tracken von Schlafzyklen

Im Bett noch das Smartphone, das Tablet oder das Notebook zu verwenden, das kann zu Schlafproblemen führen. „Das Schlafzimmer sollte Sex und Schlaf vorbehalten sein“, so Professor Ståle Pallesen von der psychologischen Fakultät der Universität von Bergen. (Foto: Jade)

Im Bett noch das Smartphone, das Tablet oder das Notebook zu verwenden, das kann zu Schlafproblemen führen. „Das Schlafzimmer sollte Sex und Schlaf vorbehalten sein“, so Professor Ståle Pallesen von der psychologischen Fakultät der Universität von Bergen. (Foto: Jade)

Im Bett noch E-Mail zu lesen, sich mit Facebook zu beschäftigen oder einfach im Internet zu surfen, das hat negativen Einfluss auf die Schlafqualität. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die Wissenschaftler an der psychologischen Fakultät der Universität von Bergen durchgeführt und in der Fachzeitschrift „Behavioral Sleep Medicin“ veröffentlicht haben.

„Unsere Schlafstudie zeigt einen deutlichen Zusammenhang zwischen Web-Surfen und Schlaflosigkeit“, erläutert Professor Ståle Pallesen, einer der beteiligten Forscher. Fernsehen und das Hören von Musik dagegen wirken sich laut der Studie nicht ungünstig auf den Schlaf aus.

Licht in der Nacht verzögert das Einschlafen

Obwohl die Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen der Verwendung von digitalen Medien und Schlafmangel feststellen konnten, haben sie noch keine endgültige Antwort auf die Frage, wie das eine das andere verursacht. Sie haben jedoch ihre Vermutungen:

„Wir wissen, dass Licht am Abend und in der Nacht normalerweise das Einschlafen verzögert und den Schlafrhythmus verändert. Darüber hinaus ist es möglich, dass Computerspiele oder Fernsehsendungen zu Aufregung führen und das Schlafen schwieriger gestalten“, so Professor Pallesen. „Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass Schlaflosigkeit und verschobene Schlafrhythmen dazu führen, dass Menschen vor dem Einschlafen länger wach liegen und daher zu elektronischen Medien greifen, um sich die Zeit zu vertreiben.“

Professor Pallesen empfiehlt, dass Menschen mit Schlafstörungen Mobiltelefone, Spielekonsolen, Computer und andere elektronische Geräte aus dem Schlafzimmer verbannen. „Das Schlafzimmer sollte Sex und Schlaf vorbehalten sein.“

Quellen: Apotheken Umschau, Universitetet i Bergen, Behavioral Sleep Medicin

auf Facebook teilen auf Google+ teilen auf Twitter teilen
pic_HS

Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.

Kennst du schon unsere Magazine?

Alle Magazine anzeigen