nVidia stellt den neuen Tegra X1 Superprozessor vor [CES 2015]

Redaktion 5. Januar 2015 0 Kommentar(e)

Bereits letztes Jahr hatte nVidia die Ehre mit der Präsentation des Tegra K1 die Consumer Electronics Show (CES) 2015 in Las Vegas zu eröffnen. Auch dieses Jahr ist dem taiwanischen Unternehmen die Ehre zu Teil geworden und wurde dem Hype auch allem Anschein nach gerecht. Mit dem neuen Tegra X1 und enormer Performance will man jetzt Apple, Qualcomm und Co. das Fürchten lehren.

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nVidia ist ja eigentlich mehr für die Entwicklung von Grafikprozessoren für PCs bekannt. Doch schon seit geraumer Zeit versucht das sich Unternehmen auch im Bereich der mobilen Prozessoren ein weiteres Standbein aufzubauen. Während es für den Chip-Hersteller im Jahr 2011 mit der Vorstellung des Tegra 3 noch sehr gut ausgesehen hat, haben sich die Smartphone und Tablet-Hersteller mit dem Tegra 4 wieder von den Taiwanesen abgewendet. Mit der letzten Generation, dem Tegra K1 hat man es dann wieder geschafft die Massen zu begeistern, denn auch HTC und Google haben beim Nexus 9 zu dem Chip gegriffen. Wie die Benchmark-Werte des Tablets zeigen, hat der Prozessor trotz der zwei Rechenkerne ordentlich Leistung unter der Haube. Diverse Snapdragon-Chips oder auch Samsungs Exynos Octa Core-Prozessoren haben gegen den K1 überhaupt keine Chance.

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Tegra X1: Octa Core mit immenser Performance

Diese herausragende Leistung will nVidia nun noch einmal erbringen und das soll mit dem neuen Tegra X1 passieren. Technisch basiert der Chip auf einer 256-Kern Maxwell-Architektur und verfügt über acht 64-Bit CPU-Kerne, die alle anderen Prozessoren in den Schatten stellen sollen.

Der Tegra X1 soll direkt den Apple A8x-Prozessor angreifen. (Foto: SlashGear)

Der Tegra X1 soll direkt den Apple A8x-Prozessor angreifen. (Foto: SlashGear)

Direkter Vergleich mit Apple A8x

Da es ja noch keine Geräte mit dem Prozessor gibt, hat nVidia selbst ein Sample produziert, welches auf der CES ausgestellt wurde und von Interessenten auch gleich live ausprobiert werden kann. Die dortige Zurschaustellung der Performance ist überragend, zumindest wenn man unterschiedlichen Blogs und Einträgen diverser Technik-Plattformen Glauben schenken darf. Im Großen und Ganzen kann man die Leistungswerte des Tegra K1 nehmen, diese einfach verdoppeln und schon weiß man wie viel der X1 zu leisten vermag. Dabei ist natürlich auch der Stromverbrauch nicht außer Acht zu lassen, denn für ein Smartphone oder Tablet ist es besonders wichtig, dass die CPU den Akku nicht innerhalb von wenigen Minuten leersaugt. Das wissen natürlich auch die Entwickler von Prozessoren und entsprechend wurde auch der X1 entworfen.

nVidia hat den Apple A8x-Prozessor vom iPad Air 2 isoliert und vergleicht diesen direkt mit dem Tegra X1.

nVidia hat den Apple A8x-Prozessor vom iPad Air 2 isoliert und vergleicht diesen direkt mit dem Tegra X1. (Foto: SlashGear)

Leistungsaufnahme live beobachten

Was den Stromverbrauch angeht hat nVidia einen spannenden Aufbau auf der CES: Das Unternehmen hat die Rückseite eines iPad Air 2 entfernt, die GPU des Prozessors isoliert und ist somit in der Lage die verwendete Power des Chips zu ermitteln. Beim Durchlauf eines Benchmarks hat nVidia somit die Möglichkeit zu sehen, wie intensiv der Prozessor an der Darstellung werkelt und wie viel Strom der Chip aus dem Akku saugt. Den gleichen Benchmark führt man anschließend mit dem X1 aus und unterm Strich kommt eine deutlich geringere Leistungsaufnahme beim nVidia-Prozessor heraus, während der Chip mehr Leistung auf den Tisch bringt.

4K Videos mit 60 FPS

Zu guter Letzt wirbt nVidia noch mit der Wiedergabe von 4K Videos mit 60 FPS. Das taiwanische Unternehmen ist der Meinung, dass das Abspielen derartiger Videos in diesem Jahr sehr wichtig sein wird, weshalb die Entwickler dafür gesorgt haben, dass jene Wiedergabe mit 60 Bildern pro Sekunde von Statten geht, anstatt diese nur mit 30 FPS anzuzeigen. Die Folge ist eine deutlich flüssigere Wiedergabe der Filme. Auch wenn es vermutlich nicht auffällt, ob man sich das Video mit 30 Bildern pro Sekunde ansieht oder mit 60, allerdings fällt der Unterschied im direkten Vergleich auf. An dieser Stelle ist natürlich auch darauf hinzuweisen, dass nur die Technologie selbst noch kein Argument ist. Immerhin muss auch das Video-Material die 60 FPS-Wiedergabe unterstützen.

Ankunft noch dieses Jahr

Was die Verfügbarkeit und Ankunft des Prozessors betrifft, hält sich nVidia noch relativ bedeckt. Der Hersteller gibt lediglich bekannt, dass man bereits mit der Produktion begonnen hat und die ersten Samples an die Smartphone und Tablet-Hersteller versendet wurden. Die ersten Geräte mit dem Tegra X1 sollen aber noch dieses Jahr vom Stapel laufen, so das Unternehmen. Wir sind auf alle Fälle schon einmal gespannt.

Was haltet ihr von dem neuen Prozessor aus dem Hause nVidia? Würdet ihr zum X1 greifen oder doch eher zu einem Qualcomm-Chip? Schreibt uns eure Erfahrungen und Meinungen in die Kommentare.

Quelle: nVidia (via: SlashGear)

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