Plastc: Wie eine einzige Karte deine Brieftasche ersetzen wird

Daniel Kuhn 12. Oktober 2014 1 Kommentar(e)

Mobile Payment soll bald die klassischen Zahlungsmöglichkeiten ablösen. Bis es soweit ist, versucht das Unternehmen Plastc die klassischen Bezahlmöglichkeiten in eine Scheckkarte zusammenzufassen und somit die Brieftasche zu ersetzen.
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Bereits im letzten November wurde mit Coin eine Karte vorgestellt, die bis zu acht Kredit- und EC-Karten speichern konnte, die dann je nach Situation ausgewählt und über den Magnetstreifen normal genutzt werden können. Mit Plastc erhält Coin nun Konkurrenz, die mit noch mehr Features auf einer 0,8 Millimeter dünnen Plastikkarte auftrumpfen will. Sieht so die Brieftasche der Zukunft aus? Der nahen Zukunft vielleicht.

Genauso, wie auch Coin verbindet sich Plastc über Bluetooth mit dem Smartphone, um die Daten der bis zu 20 verschiedenen Karten verwalten zu können und Zugriff auf viele weitere Features zu erhalten. Um aber die entsprechend passendste Karte auszuwählen, mit der man in einer bestimmten Situation bezahlen möchte, muss man nicht etwa erst das Smartphone bemühen, sondern kann die Auswahl über das auf der Karte integrierte E-Ink-Display tätigen.

Plastc besitzt auch ein NFC-Modul sowie einen EMV-Chip. Damit soll die Karte für die kommenden Bezahlterminals gerüstet sein. Plastc besitzt obendrein auch einen RFID-Chip, der Angestelltenkarten in großen Unternehmen und Büros ersetzen soll. Der verbaute Akku hält bis zu 30 Tage und lässt sich per Induktion aufladen. Auch die Sicherheit kommt bei Plastc nicht zu kurz, neben einem PIN-Code, der über das E-Ink-Display eingegeben wird, lassen sich nur Karten mit dem eigenen Namen hinzufügen, um Kartenbetrug vorzubeugen und wenn sich die Karte zu weit vom Smartphone entfernt befindet, wird der Nutzer benachrichtigt und die Daten der Karte gesperrt.

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Plastc kann für 165 US-Dollar vorbestellt werden, mit einer Auslieferung ist allerdings nicht vor November 2015 zu rechnen. Damit steht Plastc vor einem großen Problem, das am Ende auch den Erfolg der Multikreditkarte gefährdet. Denn in über einem Jahr gibt es eine neue Iteration des iPhone, und somit zwei Generationen Smartphones, die Apple Pay unterstützen. Die Anzahl der Händler und Kunden, die Mobile Payment ausprobieren steigt dann sicher auch und in dem Zuge könnte sogar Google Wallet als Alternative Aufwind erhalten. Außerdem gibt es mit Veropay noch eine weitere sehr erfolgsversprechende Option für Mobile Payment. Die Frage ist also, wie viele interessierte Nutzer machen den Zwischenschritt über eine Multikarte wie Plastc oder Coin, statt gleich mit dem Smartphone zu bezahlen.

Quelle: Plastc (via The Verge)

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