Smarte Sicherheitskameras erkennen, wenn du textest und gleichzeitig ein Auto lenkst!

25. Oktober 2016 Kommentare deaktiviert für Smarte Sicherheitskameras erkennen, wenn du textest und gleichzeitig ein Auto lenkst! Kommentar(e)

Möglich wird dies durch Deep Learning, ein Ansatz der Künstlichen Intelligenz, der Maschinen das Lernen lehrt.

In diesem Fall einer Überwachungskamera. Die wird dann so schlau, dass sie die Szenen, die sie erfasst, analysieren und deuten kann. In Zukunft könnte dies weitreichende Veränderungen in der Überwachung mit sich bringen. So könnte eine smarte Kamera etwa erkennen, ob jemand am Flughafen sein Gepäck abstellt, und Alarm schlagen.

Solche Cams könnten aber auch eingesetzt werden, um etwa Fahrzeuge zu identifizieren, die mit einem Verbrechnen in Verbindung gebracht werden. Dabei spielt es keine Rolle mehr, ob das Nummernschild des entsprechenden Fahrzeugs ausgetauscht wurde. Die intelligente Kamera findet andere Übereinstimmung, wie etwa Rostflecken, oder hinter der Windschutzscheibe abgelegte Gegenstände.

Aus für Telefonate hinterm Steuer

Und schließlich könnte es für alle Telefonierer hinter dem Lenkrad eng werden. Denn so eine Kamera kann natürlich auch erkennen, ob jemand zum Beispiel während des Lenkens telefoniert oder eine SMS schreibt. Wenn so eine Aufnahme dann den Behörden in die Hände fällt, dann kann es teuer werden.

Am besten also, wir verhalten uns in Zukunft wie brave Staatsbürger sich eben zu verhalten haben: Angepasst, und zwar an das Gesetz und dies in jeder Alltagssituation. Man kann nie wissen, ob nicht eine Kamera einem gerade beim Nasenbohren erwischt. Oder ist Nasenbohren noch gar nicht verboten?

Smarter Chip von Movidius

Jedenfalls hat sich schon seit geraumer Zeit ein Unternehmen namens Movidius auf die Herstellung solch smarter Chips spezialisiert. Das Unternehmen wurde vor kurzem von Intel übernommen und nun gab man bekannt, dass der entsprechende Myriad-Chip in die Geräte von Hikvision verbaut werden wird. Hikvision ist kein Geringerer als der weltweit größten Anbieter von Internet-Sicherheitskameras.

Movidius macht einen Deal mit Hikvision, um Künstliche Intelligenz auf smarte Kameras zu bringen (Foto: Movidius)

Movidius macht einen Deal mit Hikvision, um Künstliche Intelligenz auf smarte Kameras zu bringen (Foto: Movidius)

Die Daten, die bei solch einer Bildanalyse anfallen, müssen unglaublich groß sein. Aber der Chip von Movidius analysiert einen Großteil der Bilder auf dem Gerät selbst, es müssen also nicht alle Daten an den Server geschickt werden. Und überhaupt: Eine intelligente Überwachungskamera muss in der Lage sein, nur ganze kurze Videoclips zu übertragen, wenn sie eine ernsthafte Bedrohung oder ein Problem erkennt – kein langer, kontinuierlicher Video-Feed mehr.

Die Kameras sind auch fähig, die gefilmten Objekte zu klassifizieren. So wäre ein Auto etwa ein potenzielles Bedrohungsobjekt, während ein Baum oder ein Busch gar nicht erst in die Klasse der gefährlichen Objekte eingeordnet würde.

Einbrecher sollten in Zukunft also nicht mit dem Auto vorfahren, sondern sich als Busch verkleiden und langsam vordringen. Aber die ganz intelligenten Kameras werden selbst sich bewegende Büsche bald erfassen und analysieren können.

Quelle: Movidius via The Verge

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Geschäftsführer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spaß, dass er dafür sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft natürlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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