Safety Check: Deswegen ging Facebook sofort von einem Anschlag aus

Johannes Gehrling 22. Dezember 2016 Kommentare deaktiviert für Safety Check: Deswegen ging Facebook sofort von einem Anschlag aus Kommentar(e)

Als ein Mann mit einem LKW am Montagabend am Berliner Breitscheidplatz in die Besuchermengen eines Weihnachtsmarktes fuhr, wurde Facebooks Security Check sehr flott aktiviert – und ging dabei gleich von einem Anschlag aus.

Facebook

Zu Beginn war der Security Check eigentlich für die Zeit nach Naturkatastrophen gedacht – beispielsweise nach einem Hurrikan oder Tsunami, wenn sehr viele Menschen versuchen, ihre Liebsten per Telefon zu erreichen. Mit dem schnellen Check des sozialen Netzwerks kann in solchen Fällen flott Feedback über den eigenen Status gegeben werden, die Telefonnetze werden dabei entlastet.

Seit den Pariser Anschlägen vom letzten Jahr wird die Funktion auch bei Gewalttaten genutzt. Zudem wird der Security Check nicht mehr nur durch Facebook-Mitarbeiter ausgelöst, sondern auch aufgrund von nutzerbasierten Algorithmen. Heißt im Klartext: Werden in einer Region sehr häufig Beiträge mit Schlagwörtern wie beispielsweise Feuer oder Anschlag gepostet, sodass sie einen gewissen Schwellenwert überschreiten, wird die Funktion automatisch aktiviert – zudem spielt die Berichterstattung lokaler Medien eine Rolle.

Durch Ortsangaben im Profil oder aufgrund von GPS-Daten, IP-Adressen usw. wird dann automatisch ermittelt, wer sich potentiell im Gefahrengebiet befindet und anschließend gefragt, ob man sich in Sicherheit befindet. Ist der Security Check einmal ausgelöst, machen sich zudem sofort Mitarbeiter des sozialen Netzwerks an die Recherche, um die Vorfälle zu prüfen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.

Im Fall von Berlin am Montagabend gingen viele Nutzer in vorläufiger Unwissenheit sofort von einem Anschlag aus und posteten dementsprechende Beiträge – das führte dazu, dass der Security Check zunächst unter dem Titel „Der Anschlag von Berlin“ lief, was zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht bestätigt war. In der zweiten Version hieß es dann „Gewalttat“, was zu diesem Zeitpunkt wiederum ebenfalls noch ungewiss war – später stand dann deshalb einfach nur noch „Der Vorfall am Weihnachtsmarkt in Berlin“ als Überschrift.

Quelle: MSN Nachrichten

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Johannes Gehrling   Redakteur

Johannes ist seit Jahren Android-Fan und Nexus-Liebhaber – kein Wunder also, dass er seit eh und je versucht, jeden von den Google-Geräten zu überzeugen. Außer auf Android Mag kann man vom ihm auch Artikel auf anderen Plattformen und in verschiedenen Print-Formaten lesen – und immer geht es um Technik oder Videospiele. Letztere testet er deswegen auch beruflich.

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