Nokia erreicht eine einstweilige Verfügung gegen das HTC One

Redaktion 23. April 2013 4 Kommentar(e)

In den letzten Wochen ist es relativ ruhig geworden um Patentangelegenheiten. Nun meldet sich allerdings erstmals Nokia zu Wort und behauptet, nicht lizenziertes Material in HTCs Flaggschiff One entdeckt zu haben.

Um dieses Bauteil dreht es sich: Das Dualmembran-Mikrophon des HTC One ähnelt dem des Lumia 720.

Um dieses Bauteil dreht es sich: Das Dualmembran-Mikrophon des HTC One ähnelt dem des Lumia 720. (Foto: engadget)

Der konkrete Grund für die einstweilige Verfügung, welche momentan nur für die Niederlande gilt, ist das verbaute Dualmembran-Mikrophon des HTC One: Laut dem finnischen Konzern wird dieses exklusiv für die Lumia-Serie von der europäischen Herstellerfirma ST Microelectronics bezogen. Nun soll der taiwanische Smartphonehersteller in diese Beziehung eingegriffen haben und unrechtmäßig die gleichen Bauteile in eigene Geräte verbauen.

Pikant ist, dass die Schuld eigentlich beim Zulieferer zu suchen ist, da dieser den Exklusivvertrag bricht. Nokia sieht das anders: Der ehemalige Branchenprimus der Mobilfunkindustrie begründet die Entscheidung damit, dass HTC stark beworbene Features wie das Mikrophon selbst zu erfinden und nicht einfach von anderen Herstellern „zu kopieren“ hat. Das klingt stark danach, dass Nokia versucht, durch das Ausschalten unliebsamer Konkurrenten Marktanteile zu gewinnen.

Die Taiwaner selbst bedauern diesen Zustand und untersuchen nun, welche Auswirkungen die Entscheidung der Finnen bringen könnte. Außerdem sucht man nun fieberhaft nach alternativen Lösungen dem Problem effektiv entgegen zu wirken.

Was ist eure Meinung dazu: Liegt die Schuld wirklich bei HTC oder doch eher beim Zulieferer ST Microelectronics?

Quelle: engadget via go2android

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