Japan Display präsentiert neue Displays mit 2.560 x 1.440 Pixel Quad-HD-Auflösung

Redaktion 29. Oktober 2013 4 Kommentar(e)

Als Anfang des Jahres die ersten FullHD-Displays für Smartphones vorgestellt wurden, war von einem großen Meilenstein die Rede. Doch die Auflösung ist längst nicht das Ende der Fahnenstange: Japan Display hat unlängst neue Screens mit vierfacher HD-Auslösung, also 2.560 x 1.440 Pixeln vorgestellt. Doch nimmt das menschliche Auge diese marginalen Unterschiede in der Pixeldichte überhaupt noch wahr?

Japan Display hat den ersten Smartphone-Touchscreen mit Quad-HD-Auflösung präsentiert. (Foto: Japan Display Inc.)

Japan Display hat zwei Smartphone-Touchscreens mit Quad-HD-Auflösung präsentiert. (Foto: Japan Display Inc.)

Sie sind neben den Prozessoren die wichtigsten Bauteile im modernen Telefon und tragen maßgeblich am Nutzererlebnis bei: Die Rede ist von Touchscreens, die in diesem Jahr einen extremen Innovationsschub erfahren haben. Bereits Anfang des Jahres veröffentlichte HTC im One das erste FullHD-Display im Smartphone-Format, alle großen Hersteller zogen nach. Nun will Japan Display ein neues Kapitel aufschlagen: Das anteilhaft zu Sony und Toshiba gehörende Unternehmen hat ein 5,4 Zoll großes Panel mit Quad-HD-Auflösung und einer Pixeldichte von sage und schreibe 543 ppi veröffentlicht. Zum Vergleich: Aktuelle Displays in dieser Größe erreichen gerade einmal 423 ppi (LG G2).

Der zweite Screen, der vorgestellt wurde, kommt bei einer Diagonalen von 6,2 Zoll auf immer noch beachtliche 473 ppi. Wann die Displays erstmals in Smartphones verbaut werden, ist unklar. Möglich wäre der Einsatz beim Sony Xperia Z2, dem Nachfolger des aktuellen Flaggschiffs der Japaner Xperia Z1. Bei der Produktion der Panels wird die Low-Temperature-Poly-Silicon (LTPS)-Technologie genutzt. Diese ermöglicht eine besonders flache Bauweise bei recht guter Energieausbeute. Dafür sorgt eine bessere Durchlässigkeit des Materials für Lichtwellen.

Fraglich bleibt weiterhin, ob die hohen Pixeldichten überhaupt vom menschlichen Auge aufgenommen werden können. Einige Experten sprechen davon, dass jenseits der 400 ppi-Marke keine Unterschiede von unserer Netzhaut wahrgenommen und an das Gehirn transportiert werden. Es dürfte sich also eher um eine Imagefrage, als um eine wirkliche Qualitätsverbesserung handeln.

Was steht ihr zu den immer höher auflösenden Smartphone-Displays?

Quelle: Japan Display Inc. via Androidnext & Giga

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