Google Android M: 5 Geheime Features über die niemand spricht

Peter Mußler 26. Juni 2015 0 Kommentar(e)

Auf der Google I/O haben wir Android M zum ersten Mal zu Gesicht bekommen. Dort hat Google auch schon einige Key-Features des neuen Betriebssystems gezeigt. Über viele wird bereits berichtet, während andere eher wenig Aufmerksamkeit erhalten haben. Das wollen wir hier ändern.

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Angefangen von AndroidPay, über eine längere Akkulaufzeit, bis hin zum neuen USB Typ-C Standard. All diese Dinge hat Google im Zuge der Vorstellung von Android M angekündigt und wurde auch schon unzählige Male von der Fachpresse beleuchtet. Es gibt aber auch noch einige andere Features in Android M, über die nicht so oft berichtet wurde, allerdings unserer Meinung nach trotzdem enorm wichtig sind.

Wie bei CyanogenMod, wird künftig auch die Anpassung der Quick-Settings möglich sein.

Wie bei CyanogenMod, wird künftig auch die Anpassung der Quick-Settings möglich sein.

1. Anpassbare Quick-Settings

Android ist eine Gemeinschaftsentwicklung. Auf Grund der Quelloffenheit des Betriebssystems gibt es sehr viele Entwickler, die sich das Grundgerüst von Android zu Nutze machen und ihre eigenen Funktionen nachträglich integrieren. Die bekanntesten Entwickler in dieser Hinsicht sind vermutlich die Macher von CyanogenMod. Von den Entwicklungen der Community lässt sich Google auch ordentlich inspirieren, pickt sich dabei die Rosinen heraus und integriert sie in eine kommende Android-Iteration.

Im Falle des „System UI Tuners“ hat man sich ordentlich von CyanogenMod inspirieren lassen. Mit Hilfe des neuen Features, ist es möglich ganz einfach die Quick-Settings zu verändern. Nicht nur die Position lässt sich verschieben, sondern auch die Anzahl der Einstellungen kannst du nach eigenem Ermessen verändern. Du brauchst zum Beispiel die „Cast“-Option zum Streamen auf einen Chromecast nicht? Danke dem neuen „System UI Tuner“ ist das kein Problem mehr.

2. Komplette App-Backups

Erstmals kannst du von deinen installierten Apps vollständige Backups bei Google Drive speichern. Bisher gab es nur eine Liste der zuvor installierten Apps, die beim Einrichten des Google Accounts auf Wunsch automatisch installiert wurden. Spielstände oder gespeicherte Inhalte in den Apps waren damit aber verloren.

Vor allem für Menschen, die oft zwischen mehreren Android-Geräten hin und her wechseln, ist dieses Feature ein Segen. Wie praktikabel das Ganze sein wird, bleibt abzuwarten. Es gibt nämlich zwei Punkte, die dem ganzen Vorhaben einen Strich durch die Rechnung machen könnten. Zum einen muss dieses Feature mit Sicherheit von den Apps unterstützt werden, wodurch die Entwickler wieder zu einem Update gezwungen werden. Zum anderen hat Google eine maximale Backup-Größe von 25 MB festgelegt. Sollte eine Anwendung ein größeres Backup ablegen wollen, so wird das vorerst nicht möglich sein.

3. Nativer Support für externe Speichermedien

Mit Android Lollipop kam die Möglichkeit zurück, Apps auf externen Speichermedien, wie beispielsweise microSD-Karten oder ähnlichem, zu installieren. Mit Android M hebt Google das Ganze jetzt noch auf die nächste Stufe und bietet die Möglichkeit, externe Speichermedien so zu formatieren, als würde es ein interner Speicher sein. Komfortabel ist diese Neuerung auf alle Fälle, denn damit gehört das lästige Hin- und Herschieben der Daten der Vergangenheit an.

Interessant wäre noch, ob auch die Verschlüsselung, die mit Android Lollipop einhergeht, auch bei dem externen Speichermedium problemlos funktioniert.

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Das Wischen nach links oder rechts hat mit Android M künftig ein Ende.

4. Neuer App Drawer

Auch der App Drawer wurde von Google überarbeitet. Die größte Änderung ist vermutlich die Scroll-Richtung. Anstatt weiterhin horizontal zwischen den einzelnen Seiten mit den Apps zu wechseln, werden die Apps jetzt untereinander dargestellt. Zudem wurde auf der linken Seite eine Schnellsprung-Leiste eingeführt, mit der man schnell zu einem anderen Buchstaben springen kann.

Die vermutlich größte Neuerung des App Drawers ist die Suche. Um noch schneller die gesuchte App zu finden, kannst du jetzt einfach direkt im Drawer danach suchen. Das konnte man bisher zwar auch schon mit der Google Now-Suchleiste, allerdings hat dieser Suchvorgang teilweise ziemlich lange gedauert.

5. Dunkles Theme

Zu guter Letzt noch eine optische Neuerung. Mit Android M hast du endlich die Wahl zwischen einem hellen oder dunklen Theme. Das ist jetzt nicht die ultimative Neuerung und betrifft eigentlich im Großen und Ganzen nur die Einstellungen, allerdings wird damit natürlich ein wenig Akkulaufzeit gespart, da damit deutlich weniger Pixel beleuchtet werden müssen.

Welche Android M-Neuerung ist für euch ein absolutes Killer-Feature? Schreibt uns in die Kommentare.

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Peter Mußler   Redakteur

Als Ästhet beschäftigt er sich gerne mit formschönen Geräten und Überschriften, so geschmeidig wie ein poliertes Alugehäuse. Als Redakteur für die Magazine des CDA-Verlags taucht er in die Tiefen der Recherche aber auch ab bis zum Grund. Denn: Eine Überschrift alleine macht noch keinen Artikel.