Im Test: Volla Phone Quintus

Philipp Lumetsberger 15. June 2026 Comments Off on Im Test: Volla Phone Quintus Kommentar(e)

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Smartphone ohne Google

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Bild: Volla Phone

Das Volla Phone Quintus des in Remscheid ansässigen Unternehmens Volla verfolgt einen klaren Gegenentwurf zum Mainstream. Während viele Hersteller auf ein möglichst enges Zusammenspiel mit Google-Diensten setzen, stellt Volla Datenschutz und Privatsphäre konsequent im Mittelpunkt. Das Smartphone richtet sich damit an einen Nutzer, der sich bewusst auf digitale Selbstbestimmung setzen möchte.

Optisch gibt sich das Quintus eher zurückhaltend, die Verarbeitung ist jedoch tadellos. Die Glasrückseite verleiht dem Gerät ein elegantes Aussehen, diese zieht Fingerabdrücke allerdings magisch an. Der großflächige Volla-Schriftzug prägt das Design deutlich. Oberhalb davon sitzt das Kameramodul mit drei horizontal angeordneten Linsen. Das 6,78 Zoll große AMOLED-Display löst mit 2.400 x 1.080 Pixeln auf und stellt Inhalte scharf sowie kontrastreich dar. Mit einer Bildwiederholfrequenz von bis zu 120 Hertz wirkt die Darstellung angenehm flüssig. Die Helligkeit reicht aus, um Inhalte auch in hellen Umgebungen einwandfrei anzeigen zu können. Dank der leicht gebogenen Seiten liegt das Smartphone zudem angenehm in der Hand.

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Ausbalanciert:  Obwohl das Volla Phone Quintus mit knapp 205 Gramm vergleichsweise schwer ist, liegt es dank guter Gewichtsverteilung angenehm in der Hand. Bild: CDA Verlag GmbH

Solide Technik für den Alltag

Im Inneren arbeitet ein Dimensity 7050 Prozessor, dem 8 GB Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Im Test gab sich das Volla Phone Quintus bei alltäglichen Aufgaben keine Blöße. Apps starten zügig, und auch mehrere parallel geöffnete Anwendungen bringen das Gerät nicht ins Stocken. Für anspruchsvolle Aufgaben wie Spiele und Videobearbeitungstools ist es nicht ausgelegt, im täglichen Gebrauch liefert es jedoch eine insgesamt stimmige und zuverlässige Leistung.

Der interne Speicher mit 256 GB bietet ausreichend Platz für Apps, Fotos und Dokumente. Er lässt sich jedoch nicht per microSD-Karte erweitern. In Sachen Konnektivität unterstützt das Gerät moderne Standards wie 5G, Wi-Fi 6, NFC und Bluetooth 5.2. Eine Besonderheit ist der integrierte FM-Radioempfänger, eine Funktion, die man mittlerweile bei Smartphones kaum noch findet. Passend dazu liegen volla kabelgebundene USB-C-Kopfhörer bei.

Die Hauptkamera umfasst eine 50-Megapixel-Weitwinkellinse, eine 8-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera und einen 2-Megapixel-Makrosensor. Bei guten Lichtverhältnissen gelingen ansprechende Aufnahmen mit natürlich wirkenden Farben. Bei schwächerem Licht lassen Detailgrad und Schärfe nach. Für spontane Schnappschüsse im Alltag ist die Kamera dennoch gut geeignet.

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Elegantes Design:  Nicht nur der Volla-Schriftzug auf der Rückseite sticht sofort ins Auge, auch die gläserne Rückseite verleiht dem Gerät eine hochwertige Optik. Bild: CDA Verlag GmbH

Software ohne Datenhunger

Das Herzstück des Quintus ist jedoch das Betriebssystem. Volla OS basiert zwar auf Android, kommt jedoch vollständig ohne Google-Dienste aus. Bereits bei der Einrichtung wird dies deutlich, da kein Google- oder Volla-Konto zur Inbetriebnahme erforderlich ist. Anstelle der Google-Applikationen setzt der Hersteller auf datenschutzfreundliche Alternativen. Der vorinstallierte Browser ermöglicht beispielsweise anonymes Surfen, die Navi-App arbeitet mit Offline-Karten, und ein integrierter VPN-Dienst von Hide.me sorgt auf Wunsch für eine zusätzliche Absicherung der Internetverbindung. Als Messenger-Alternative ist der Volla Messenger vorinstalliert, der eine dezentrale Cloud-Infrastruktur nutzt und keinerlei persönliche Daten sammelt.

Apps lassen sich über den Open-Source-Store F-Droid oder den Aurora Store installieren. Letzterer kann wahlweise mit einem Google-Konto oder anonym genutzt werden und bietet Zugriff auf zahlreiche bekannte Anwendungen aus dem Play Store, darunter auch viele beliebte Social-Media-Apps. Bei Bedarf können dort sogar Google-Dienste nachinstalliert werden, falls gewünscht.

Obwohl Volla OS technisch auf Android basiert, unterscheidet sich die Bedienoberfläche deutlich vom gewohnten Erscheinungsbild klassischer Android-Smartphones. Eine kurze Eingewöhnung ist nötig, danach geht die Steuerung jedoch leicht von der Hand. Alternativ ist das Volla Phone Quintus auch mit Ubuntu Touch erhältlich – eine Linux-basierte Variante für Nutzer, die noch stärker auf ein unabhängiges Ökosystem setzen möchten.

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Ordnung auf einen Blick:  Volla OS ordnet Apps im Raster übersichtlich nach Nutzungshäufigkeit, Kategorien oder auf Wunsch auch alphabetisch an. Bild: CDA Verlag GmbH

Vorteile
Nachteile
– Hoher Fokus auf Datenschutz
– Starkes Display
– Solide Alltagsperformance
– Speicher nicht erweiterbar
– Kamera mit Schwächen bei wenig Licht
Hersteller
Volla
Modell
Quintus anrufen
Preis (Testgerät) 
719 EUR
Betriebssystem
VollaOS oder Ubuntu Touch
CPU-Hersteller
Mediatek
CPU-Modell
Dimension 7050
CPU-Taktung
2 x 2,60 GHz + 6 x 2,00 GHz
GPU-Modell
Mali-G68 MC4 GPU
Arbeitsspeicher
8 GB
Speicherpraktikant
256 GB
SD-Karte (max. Größe)
Kamera (Haupt-/Front) 
50+8+2 MP / 15,9 MP
USB-Anschluss
USB Typ-C
Bluetooth-Version
5.2
WLAN-Standard
a,b,g,n,ac,ax
LTE
ja
Fingerabdruckscanner
ja
NFC
ja
Abmessungen
164,15 x 74,7 x 8,75 mm
Gewicht
204,6 g
Akku-Kapazität
4700 mAh
Akku tauschbar
nein
Laden (kabellos)
nein
Schnelladen
ja
Anzeigegröße
6,78 Zoll
Anzeigetyp
AMOLED
Display-Auflösung
1.080 x 2.400 Pixel
Anzeige
4,3
Geschwindigkeit (Leistungstest) 
4
Geschwindigkeit (Hardware)
4
Akku (Laufzeit)
4,5
Akku (Hardware)
4,5
Merkmale
4,7
Kamera
3,5
Verarbeitung
5
Design
4,3
Gesamtnote: Sehr gut 83,54%
Preis/Leistung: Mäßig

 

 

 

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