HTC „Hima“: Benchmark legt Spezifikationen zum One (M8)-Nachfolger offen

Redaktion 30. Dezember 2014 3 Kommentar(e)

Edles Design gepaart exzellent klingenden Frontlautsprechern und leistungsstarker Hardware: Mit dem One (M8) hat HTC dieses Jahr eines der besten Smartphones auf den Markt gebracht, das Fachpresse wie Normalnutzer gleichermaßen begeistern konnte. Kann der Nachfolger, der intern unter dem Codenamen „Hima“ entwickelt wird, die großen Fußstapfen füllen? Ein Benchmark enthüllt jetzt die technischen Daten des Geräts und zeugt von einem gelungenen Upgrade in allen Belangen – mit einer Ausnahme. 

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HTC verweigert sich dem WQHD-Trend

Vor einigen Tagen sorgte der bekannte Twitter-Account @upleaks bereits für Aufsehen, als er die angeblichen Spezifikationen des „Hima“ veröffentlichte. Der jetzt aufgetauchte Screenshot des AnTuTu-Benchmarks, der ebenfalls von @upleaks stammt, scheinen diese nun zu bestätigen. Interessant sind insbesondere die Angaben zum Display des „Hima“: Mit 5 Zoll in der Diagonalen bei einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln unterscheidet es sich nicht vom Vorgänger, dem HTC One (M8) (Testbericht). Hinsichtlich der Größe dürfte es mit Sicherheit vielen Nutzer gefallen, dass sich HTC offenbar dem „Bigger is Better“-Trend widersetzt. Bei der Auflösung allerdings kann man durchaus fragen, ob sich der taiwanische Hersteller damit nicht ins Knie schießt. Sicher kann man darüber streiten, ob eine WQHD-Auflösung überhaut Sinn ergibt. Tatsache aber ist, dass nächstes Jahr höchstwahrscheinlich die komplette Smartphone-Konkurrenz im Oberklasse-Segment auf Displays mit 2.560 x 1.440 Pixeln setzen wird. Dass sich HTC hier zurückhält mag zwar löblich sein, der Unterschied zwischen Full HD und WQHD ist auf 5 Zoll mit dem bloßen Auge wohl tatsächlich kaum wahrnehmbar, dürfte in der harten Welt der Werbung aber ein Marketing-Nachteil darstellen.

Im Inneren des „Hima“ soll HTC hingegen auf State-of-the-Art-Technik setzen und den leistungsstarken Snapdragon 810-Prozessor aus dem Hause Qualcomm verbauen. Dieser bringt acht Kerne mit, je einen Quad Core-SoC mit A57-Kernen beziehungsweise und einen mit A53-Kernen. Der 64 Bit-fähige Prozessor hat zudem die Adreno 430 GPU an Bord und unterstützt mit LTE Cat 9 Downloadraten von maximal 450 Mbit/s. 3 GB RAM stehen dem Systemchip zur Verfügung.

Abschied von der UltraPixel-Kamera

Laut AnTuTu-Benchmark hat das neue Top-Modell außerdem eine 20,7 MP-Kamera auf der Rückseite verbaut sowie eine 13 MP-Knipse an der Front. Hier trumpft HTC also deutlich auf, sollten sich die Daten als korrekt herausstellen. Mit einer 13 MP-Kamera an der Front dürfte das „Hima“ wohl ganz weit oben auf der Wunschliste von Selife-Süchtigen stehen. Mit der 20,7 MP-Kamera auf der Rückseite geht das strauchelnde Unternehmen zudem einen der Hauptkritikpunkte des Vorgängers an: Die sogenannte „Ultrapixel-Kamera“ des HTC One (M8) konnte in Tests keine Blumentöpfe gewinnen und schnitt im Vergleich zur Konkurrenz eher schlecht ab. An der Software-Front soll Android 5.0.1 auf dem „Hima“ laufen, natürlich wird das Google-OS mit HTCs eigener Benutzeroberfläche Sense überzogen. Keine Überraschung in dieser Hinsicht also.

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Vorstellung auf der CES 2015?

Und wann könnte HTC sein neues Flaggschiff vorstellen? Die nächste Gelegenheit bietet sich auf der CES 2015, die in wenigen Tagen in Las Vegas beginnt. Tatsächlich kursiert auch seit einigen Tagen ein Bild auf Twitter, das eine Presseeinladung für ein HTC-Event auf der CES 2015 zeigen soll. Eine offizielle Bestätigug seitens HTC gibt es aber nicht und vom Aussehen ausgehend, macht das Bild auch eher den Eindruck eines schlechten Photoshop-Fakes – etwas Skepsis ist also durchaus angebracht. Die CES 2015 öffnet am 6. Januar ihre Tore. Spätestens dann werden wir wissen, was Sache ist.

Welches Smartphone nutzt ihr derzeit? Könnte nächstes Jahr das „Hima“ in eure engere Auswahl kommen? 

Quelle: @upleaks (via WinFuture)

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