Tipp: Mit diesen Tipps hält dein Akku bestimmt länger durch!

Hartmut Schumacher 30. Oktober 2016 Kommentare deaktiviert für Tipp: Mit diesen Tipps hält dein Akku bestimmt länger durch! Kommentar(e)

Der Smartphone-Akku: Wir lieben ihn. Weil ohne ihn gar nichts geht. Und wir hassen ihn. Weil er in der Regel nicht so lange durchhält, wie wir das gerne hätten. Es gibt jedoch einige Tipps, mit denen Sie Ihrem Akku recht einfach zu mehr Ausdauer verhelfen können.

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Die Akku-Technologie hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Gleichzeitig aber wurden auch die Smartphones immer leistungsfähiger und damit stromhungriger. Zudem verwenden wir unsere nützlichen digitalen Begleiter immer häufiger und immer länger. Daher dürfte es nur wenige Smartphone-Benutzer geben, die wirklich mit der Ausdauer ihres Akkus zufrieden sind.

Laut einer Umfrage im Auftrag des Smartphone-Herstellers LG Electronics verspüren 9 von 10 Anwender sogar „Panik“ wenn die Akkuladung unter die 20-Prozent-Schwelle sinkt. Ebenfalls 9 von 10 befragten Anwender ändern ihre Pläne, wenn der Ladezustand des Smartphone-Akkus bedrohlich fällt. Beispielsweise teilen sie ihrem Telefongesprächspartner mit, sie würden ihn später zurückrufen. Legen einen Umweg ein zu einem Restaurant, in dem sie die Möglichkeit haben, den Akku aufzuladen. Verzichten darauf, dem Fitness-Studio einen Besuch abzustatten. Oder machen sich etwas später auf den Weg zu einer Verabredung, damit sie das Smartphone noch ein wenig länger an der Steckdose belassen können.

Sparsam, aber nicht unkomfortabel

Wie lange ein Akku durchhält, das hängt natürlich auch von den Nutzungsgewohnheiten des Smartphone-Besitzers ab. Das Smartphone ausgiebig als mobiles Büro zu verwenden oder aber als Unterhaltungsmaschine, das führt meist dazu, dass der Akku noch vor dem Abend wieder ans Ladegerät muss.

Die erfreuliche Kehrseite dieser Medaille: Akkustrom sparen können Sie prinzipiell, indem Sie auf einige Funktionen verzichten – oder sie zumindest nicht exzessiv verwenden. Dass dies nicht unbedingt mit einem merkbaren Verlust an Komfort einhergehen muss, das zeigen Ihnen die Tipps auf den folgenden Seiten.

Darüber hinaus widmen wir uns einigen hartnäckigen Akku-Mythen, die Smartphone-Benutzer unnötig verwirren.

1. Bildschirm bändigen

Der Bildschirm eines Smartphones ist mit Abstand der Stromfresser Nummer eins. Bevor Sie also irgendwelche anderen Maßnahmen ergreifen, kümmern Sie sich darum, dass der Bildschirm nicht mehr Strom verbraucht als nötig.

Zunächst einmal können Sie schlicht und einfach die Helligkeit des Bildschirmes verringern. Man neigt dazu, die Helligkeit zu hoch einzustellen, ohne dies tatsächlich zu benötigen. Setzen Sie die Helligkeit am besten erst auf das Minimum und erhöhen sie dann wieder langsam, bis Sie zu der Helligkeitsstufe gelangen, bei der Sie alles gut erkennen können, ohne Ihre Augen anstrengen zu müssen.

Unter Android erledigen Sie dies in den Einstellungen über die Schaltflächen „Display“ und „Helligkeitsstufe“ (1a) (auf Galaxy-Smartphones: „Anzeige“ und „Helligkeit“) – oder einfach in den Schnell­einstellungen, die erscheinen, wenn Sie den Finger vom oberen Bildschirmrand nach unten ziehen.

Ihr Weg zum dunkleren Bildschirm auf dem iPhone: „Einstellungen“, „Anzeige & Helligkeit“.
Smartphones verfügen in der Regel über eine Automatik, die die Helligkeit des Bildschirms an die Umgebung anpasst. Oft allerdings ist diese Automatik etwas zu enthusiastisch, so dass Sie besser fahren, wenn Sie die Helligkeit selber einstellen.

Bildschirm ausschalten

Zweitens sollten Sie dafür sorgen, dass der Bildschirm so kurz wie möglich eingeschaltet ist. Das heißt natürlich nicht, dass Sie sich beim Verwenden des Smartphones einschränken sollen. Aber Sie können erreichen, dass der Bildschirm sich möglichst schnell ausschaltet, wenn Sie das Smartphone nicht mehr benutzen.

Unter Android tippen Sie dazu in den Einstellungen auf die Schaltflächen „Display“ und „Ruhezustand“ (1b) (auf Galaxy-Smartphones: „Anzeige“ und „Bildschirm-Timeout“). Auf dem iPhone verwenden Sie stattdessen die Schaltflächen „Einstellungen“, „Allgemein“ und „Automatische Sperre“ (2).

Alternativ dazu können Sie sich auch einfach angewöhnen, den Bildschirm von Hand auszuschalten, wenn Sie das Gerät nicht mehr benötigen. Befürchten Sie, die Einschalttaste des Smartphones dadurch über Gebühr zu belasten? Dann verwenden Sie auf Android-Geräten die kleine App „Turn Off“, die auf der Startseite ein Symbol platziert, über das Sie den Bildschirm ausschalten können.

Auf dem iPhone können Sie zu diesem Zweck die Funktion „AssistiveTouch“ des Betriebssystems benutzen. Sie lässt ein verschiebbares Symbol auf dem Bildschirm erscheinen, über das Sie jederzeit ein Menü aufrufen können. Und in diesem Menü können Sie mit den Einträgen „Gerät“ und „Bildschirm sperren“ den Bildschirm ausschalten. Sie aktivieren diese Funktion über folgenden Weg: „Einstellungen“, „Allgemein“, „Bedienungshilfen“, „Assistive­Touch“ (3).

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2. Funkverbindungen ausschalten

Funkverbindungen verbrauchen relativ viel Strom. Abhilfe schaffen lässt sich da auf zweierlei Arten – die verschieden große Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit des Smartphones haben.

Die erste Möglichkeit: Sie schalten sämtliche Funkverbindungen aus – mit Hilfe des Flugzeugmodus. Das ist sehr wirksam, legt aber auch die Kommunikationsfähigkeiten Ihres Smartphones lahm.

Unter Android finden Sie den Flugzeugmodus in den Einstellungen über die Schaltflächen „Drahtlos & Netzwerke – Mehr“ (1) und „Flugmodus“ (auf Galaxy-Smartphones über die Schaltfläche „Offline-Modus“) – oder in den Schnelleinstellungen.

Auf dem iPhone tippen Sie einfach in den Einstellungen auf den Schalter neben der Beschriftung „Flugmodus“ (2).

Alternativ dazu können Sie in den Einstellungen lediglich diejenige Funkverbindung ausschalten, die momentan ungewöhnlich viel Strom frisst. Der Hintergrund: Die Funkmodule benötigen dann besonders viel Energie, wenn die Verbindung schlecht ist. Wenn die WLAN-Verbindung also wackelig ist, weil Sie sich weit entfernt vom Router oder Hotspot befinden, dann schalten Sie das WLAN-Modul des Smartphones lieber aus. Umgekehrt können Sie in Gebieten mit schlechter Mobilfunk-Netzabdeckung das Mobilfunk-Modul abschalten – und im Idealfall eine WLAN-Verbindung für den Internet-Zugang verwenden.

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3 Sparsam Musik hören

Beim Abspielen von Musik haben Sie auf einem Smartphone die Qual der Wahl: Es gibt mehrere Methoden, zum Hörgenuss zu gelangen – die unterschiedlich viel Strom verbrauchen.

Musik-Streaming hat unbestrittene Vorzüge. Sparsamer Umgang mit Energie allerdings gehört nicht zu ihnen. Bei dieser Art des Musikhörens muss das Smartphone die Musik nicht nur wiedergeben, sondern auch aus dem Internet herunterladen.

Besser bedient in dieser Hinsicht sind Sie daher, wenn Sie Musik abspielen, die direkt auf Ihrem Smartphone gespeichert ist. Das verbraucht nur etwa halb soviel Strom.

Dienste wie Spotify  (1) und Apple Music erlauben es erfreulicherweise auch, Musikstücke oder Wiedergabelisten herunterzuladen. (Kunden, die Spotify kostenlos nutzen, kommen allerdings nicht in den Genuss dieser Funktion.)

Am sinnvollsten ist es, das Herunterladen dann zu erledigen, wenn das Smartphone erstens per WLAN statt per Mobilfunk auf das Internet zugreift – und zweitens an das Netzgerät angeschlossen ist.

Bei der Spotify-App schalten Sie zunächst in den Einstellungen die Option „Über Mobilnetzwerk herunterladen“ ein. Dann wechseln Sie zum Register „Songs“, „Playlists“, „Künstler“ oder „Alben“(je nachdem, was Sie herunterladen möchten). Und abschließend schalten Sie die Option „Offline verfügbar“ (2) ein.

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4. Energiesparmodus

Der Energiesparmodus sorgt dafür, dass Ihr Smartphone einige stromhungrige Funktionen ausschaltet. Wahlweise geschieht dies automatisch – oder aber auf Ihren ausdrücklichen Wunsch hin.

Ab Android 5.0 und ab iOS 9 verfügen Smartphones über einen Energiesparmodus. Die Geräte bieten Ihnen automatisch an, diesen Modus einzuschalten, wenn der Akkustand unter einen bestimmten Wert fällt. Sie können den Energiesparmodus aber auch unabhängig davon selbst aktivieren.

Dieser Modus schaltet (abhängig vom konkreten Betriebssystem und Smartphone) unter anderem das automatische Abrufen von E-Mail-Nachrichten aus, die Vibrationsfunktion, die Standortdienste und das Herunterladen von App-Daten im Hintergrund.

Unter Android rufen Sie den Energiesparmodus auf, indem Sie in den Einstellungen die Schaltfläche „Akku“ antippen, dann im Fenster „Akku“ den Menüpunkt „Energiesparmodus“ (1) aufrufen und schließlich den dazugehörigen Schalter antippen. (Auf Galaxy-Smartphones tippen Sie auf die Schaltflächen „Akku“ und „Energiesparmodus“ oder „Ultra-Energiesparmodus“.)

Auf dem iPhone verwenden Sie die Schaltflächen „Einstellungen“, „Batterie“ und „Stromsparmodus“ (2).

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5. Benachrichtigungen eindämmen

Auch Benachrichtigungen benötigen Strom. Nicht allzu viel zwar, aber immerhin. Sorgen Sie daher dafür, dass nur diejenigen Apps sich mit Benachrichtigungen bemerkbar machen, bei denen Sie dies tatsächlich möchten.

Jede Benachrichtigung bewirkt, dass das Smartphone aufwacht und meist auch den Bildschirm einschaltet. Diese stromverbrauchenden Aktivitäten sollten Sie nur ausgewählten Apps erlauben. Um auf Android-Smartphones einer App den Mund zu verbieten, tippen Sie in den Einstellungen die Schaltfläche „Apps“ an und wählen die App aus. Anschließend tippen Sie im „App-Info“-Fenster auf die Schaltfläche „Benachrichtigungen“ und schalten die Option „Alle blockieren“ ein.

Auf dem iPhone tippen Sie auf die Schaltflächen „Einstellungen“ und „Mitteilungen“, wählen dann die App aus und schalten schließlich die Option „Mitteilungen erlauben“ aus.

Die kleinen Vibrationen, die das Betriebssystem verwendet, um Ihnen Rückmeldung zu geben, verbrauchen ebenfalls Energie. Unter Android schalten Sie sie in den Einstellungen über die Schaltflächen „Ton & Benachrichtigungen“, „Andere Töne“ und „Bei Berührung vibrieren“ aus.
Auf dem iPhone gelangen Sie über den Weg „Einstellungen“, „Allgemein“, „Bedienungshilfen“ und „Vibration“ zum Ziel.

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6. Stromverbraucher herausfinden

Sie können sich vom Betriebssystem anzeigen lassen, welche Apps besonders viel Strom verbrauchen, selbst wenn sie im Hintergrund laufen. Und dann die Hintergrundaktivitäten dieser Apps einschränken.

Auf Android-Smartphones tippen Sie in den Einstellungen auf die Schaltfläche „Akku“, um die Liste der Stromverbraucher zu Gesicht zu bekommen. Wenn Sie eine der aufgelisteten Apps antippen, bekommen Sie ihre Details (1) zu sehen. Falls der Wert für „CPU Vordergrund“ deutlich kleiner ist als der Wert für „CPU insgesamt“, dann bedeutet das, dass die App viel Strom benötigt, während sie im Hintergrund arbeitet.

Um die Hintergrundaktivitäten einer App einzuschränken, tippen Sie (unter Android 6) in den Einstellungen die Schaltfläche „Apps“ an, wählen in der Liste die App aus, tippen im Info-Fenster der App auf die Schaltfläche „Datenverbrauch“ und schalten schließlich die Option „App-Hintergrunddaten beschränken“ (2) ein.

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Zusätzlich können Sie ab Android 6 dafür sorgen, dass die App keine Standortdaten abfragt – und somit keinen Strom dafür verwendet. Das erledigen Sie, indem Sie in den Einstellungen die Schaltfläche „Apps“ antippen, in der Liste die gewünschte App auswählen, auf die Schaltfläche „Berechtigungen“ (3) tippen und schließlich die Berechtigung „Standort“ ausschalten.

iPhone

Um sich auf dem iPhone den Stromverbrauch der einzelnen Apps anzeigen zu lassen, tippen Sie die Schaltflächen „Einstellungen“ und „Batterie“ an. Wenn Sie auf die Uhr-Schaltfläche tippen, erhalten Sie Informationen darüber, wie lange die Apps im Vordergrund und im Hintergrund aktiv waren (4).

Um die Hintergrundaktivitäten einer App lahmzulegen, tippen Sie auf die Schaltflächen „Einstellungen“, „Allgemein“ und „Hintergrundaktualisierung“. Anschließend können Sie im Fenster „Hintergrundaktualisierung“ für jede App einzeln die Hintergrundaktualisierung ausschalten. Als radikale Lösung haben Sie über den Schalter „Hintergrundaktualisierung“ auch die Möglichkeit, die Hintergrundaktualisierungen sämtlicher Apps auszuschalten.

Den Zugriff auf die Standortdienste verwehren Sie einer App über die Schaltflächen „Einstellungen“ „Datenschutz“ und „Ortungsdienste“. Auch hier können Sie entweder die Nutzung der Ortungsdienste generell ausschalten – oder aber lediglich einzelnen Apps das Verwenden dieser Dienste untersagen.

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7. Werbung blockieren

Werbung auf Web-Seiten ist ja an sich nichts Böses. Allerdings kann sie nicht nur Nerven kosten, sondern tatsächlich auch einiges an Datenvolumen und Akku-­Power. Abhilfe schaffen Werbeblocker.

Werbung stellt eine gewisse Ablenkung dar, kann andererseits durchaus nützliche Informationen liefern – beansprucht aber auch die Ressourcen Ihres Smartphones: Denn das Gerät muss die Bilder (oder sogar Videos) der Werbung erst einmal herunterladen und dann anzeigen. Das knabbert Ihr Datenvolumen an und kostet natürlich auch Strom.

Eine Lösung für dieses Problem stellen Werbe­blockierer dar – Apps also, die das Herunterladen von Werbung gar nicht erst erlauben. Damit können Sie unter Umständen über 50 Prozent des Stroms sparen, den Sie ansonsten beim Surfen im Internet verbrauchen würden.

Mit einem solch mächtigen Werkzeug sollten Sie natürlich verantwortungsbewusst umgehen. Übereifrig eingesetzt kann ein Werberblockierer dazu führen, dass es Ihr Lieblings-Sites irgendwann nicht mehr gibt.

Verwenden können Sie auf Android-Geräten beispielsweise die Apps „Adblock Browser“ (1) und (Root-Berechtigungen vorausgesetzt) „AdAway“ (2) sowie auf iPhones die Apps „1Blocker“, „Crystal Adblock“ und „Blockr“.

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8. Spiele und Videos

Ein sehr hilfreiches Mittel beim Stromsparen: ein wenig Selbstdisziplin und Zurückhaltung in kritischen Situationen. Wer nicht jeder Versuchung seines Smartphones nachgibt, dessen Akku hält länger durch.

Das Verwenden von Spielen, das Wiedergeben von Videos, das Knipsen von Fotos und das Anfertigen von Videos gehören zu den energieintensivsten Anwendungen eines Smartphones. Und sicherlich auch zu den spannendsten und nützlichsten Anwendungen. Dennoch: Ist der Akku schon alarmierend leer, der Weg zur nächsten Steckdose aber noch weit und auch keine Power-Bank zur Hand, dann lohnt es sich, ein wenig Vernunft walten zu lassen und die digitalen Gelüste zu zügeln – diese stromhungrigen Anwendungen also in nächster Zeit nicht zu nutzen. Das mag nicht immer leicht fallen, aber der kurzzeitige Verzicht aufs Spielen (1) und Videogucken ist ein recht kleiner Preis dafür, auch weiterhin telefonisch erreichbar zu sein.

Und falls es gar nicht möglich sein sollte, auf das Anfertigen eines Videos zu verzichten, dann überlegen Sie kurz, ob tatsächlich die höchste Auflösung nötig ist. Denn das Aufnehmen eines Videos in HD (2) verbraucht deutlich weniger Energie als in 4K-Auflösung.

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So behandeln Sie Ihren Akku pfleglich

Je besser Sie den Akku behandeln, desto länger ist er imstande, Ihr Smartphone zuverlässig mit Strom zu versorgen. Besonders viel gibt es dabei gar nicht mal zu beachten.

Extreme vermeiden

Viel können sie nicht falsch machen beim Aufladen des Akkus. Denn die Ladeelektronik von ­modernen Smartphones ist so ausgereift, dass sie automatisch für eine schonendes „Auffüllen“ sorgt. Sie können aber mit ein paar kleinen Vorsichtsmaßnahmen die Gesamtlebensdauer des Akkus verlängern. Das ist besonders dann interessant, wenn sich der Akku Ihres Smartphones nicht so ohne Weiteres gegen einen neuen austauschen lässt.

Eine simple Regel: Laden Sie den Akku nicht komplett auf. Und umgekehrt entladen Sie ihn nicht vollkommen. Am zuträglichsten für seine Lebensdauer ist es, wenn der Akkustand sich meist zwischen etwa 20 und 80 Prozent befindet.

Hitze und Kälte

Extreme Hitze und extreme Kälte schaden dem Akku. Daher ist es ratsam, im Winter das Smartphone sehr nahe am Körper zu tragen. Und im Sommer das Gerät nicht in der prallen Sonne liegen zu lassen – und auch nicht im aufgeheizten Handschuhfach.

Ebenfalls sehr wichtig: Laden Sie den Akku nicht bei Temperaturen unterhalb von 0 °C auf. Denn dadurch könnten Sie ihn irreparabel beschädigen.

Auch der Bildschirm kann übrigens durch Hitze und Kälte beschädigt werden. Apple beispielsweise empfiehlt für das iPhone eine Betriebstemperatur zwischen 0 und 35 °C.

Gefährliche Ladegeräte

Sie können statt des Originalladegeräts auch andere Ladegeräte verwenden (siehe Abschnitt „Akku-Mythen“). Ist ein Ladegerät aber extrem billig, dann sind Misstrauen und Vorsicht angebracht. Im schlimmsten Falle kann es den Akku Ihres Smartphones beschädigen – und auch Sie selbst durch Explosionen oder Stromschläge in Gefahr bringen.

Akkus richtig lagern

Möchten Sie ein Smartphone (oder einen entnommenen Akku) längere Zeit nicht verwenden? Dann laden Sie den Akku zuvor am besten bis zu einem Stand von 40 bis 50 Prozent auf. Und lagern ihn dann an einem kühlen und trockenen Platz.

Wenn Sie an eine Lagerung endgültigerer Natur denken: Akkus gehören natürlich nicht in den Hausmüll, sondern in die Sammelkisten, die in zahlreichen Geschäften wie Supermärkten und Elektromärkten stehen. Auch kommunale Sammelstellen nehmen Akkus gerne entgegen.

Die größten Stromfresser

Welche Bestandteile des Smartphones beanspruchen den Akku besonders stark?

Am meisten Strom verbraucht in der Regel der Bildschirm (siehe Abschnitt „Bildschirm zähmen“). Das ist besonders fatal, weil man den Bildschirm bei den meisten Aufgaben unweigerlich benötigt – im Gegensatz zu vielen anderen Komponenten des Smartphones, die nur in bestimmten Fällen zum Einsatz kommen.

Auch der Prozessor des Smartphones benötigt viel Energie. Wie viel genau, das hängt davon ab, was Sie mit dem Gerät erledigen: Beim Lesen eines E-Books beispielsweise hat der Prozessor sehr viel weniger zu tun als beim Verwenden eines Action-­Spiels oder beim Abspielen eines Videos (siehe Abschnitt „Spiele und Videos“).

Als ebenfalls sehr energieintensiv erweist sich das Anfertigen von Fotos. Dies gilt in noch stärkerem Maße für das Drehen von Videos.
An fünfter Stelle stehen ­Datenübertragungen. Wie viel Strom sie verbrauchen, das ist unter anderem abhängig davon, wie schwierig die gegenwärtigen Bedingungen sind (siehe Abschnitt „Funkverbindungen ausschalten“).

Gierige Apps

Der Sicherheits-Software-Hersteller AVG Technologies hat für seinen „Android App Performance & Trends Report“ die stromhungrigsten derjenigen Apps identifiziert, die automatisch schon beim Booten des Smartphones starten.

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.

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