Qualcomm: Snapdragon 400 als Basis für das „Internet der Dinge“

Redaktion 15. Mai 2015 0 Kommentar(e)

Qualcomm greift an: Der erfolgreiche Chipentwickler hat seine Strategie zum „Internet der Dinge“ vorgestellt. Bis 2018 will das kalifornische Unternehmen in 5 Milliarden IoT-Geräten (Internet of Things) vertreten sein. Eine Vorreiterrolle soll dabei der Snapdragon 400 spielen, der bereits in vielen Smartwatches Verwendung findet. 

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Das „Internet der Dinge“ – was ist das überhaupt? Seit einiger Zeit geistert das Buzzwort bereits durch die physischen wie elektronischen Gazetten. Nachdem der PC die Arbeitswelt revolutioniert und das Smartphone Milliarden Menschen miteinander verbunden hat, soll jetzt der Rest folgen. Im „Internet der Dinge“ erhalten sämtliche Alltagsgegenstände – der Kühlschrank, die Zahnbürste, das Auto, der Rasierer, das Türschloss, der Toaster usw. – nicht nur Zugang zum Internet, sondern kommunizieren auch untereinander, um ihren Besitzern das Leben zu erleichtern. Und da all diese Geräte natürlich auch eigene Prozessoren, Funkmodule und andere Komponenten benötigen, sehen Halbleiterhersteller eine goldene Zukunft vor sich und bringen sich entsprechend in Stellung.

Auf einer hauseigenen Veranstaltung enthüllte jetzt Qualcomm erstmals seine Strategie zum „Internet der Dinge“. Laut Qualcomm gebe es keine „one size fits all“-Lösung, die alle Aspekte des „Internet der Dinge“ zufriedenstellend abdecke. Vielmehr gehe es darum, die unterschiedlichen Bedürfnisse dieses weiten Marktes mit speziellen Einzellösungen zu bedienen, betonte die Spitze des Unternehmens in Form von Qualcomm-Präsident Derek Aberle und Senior Vice President of Product Management Raj Talluri.

Snapdragon 400 als Basis

Im Gegensatz zu Mitbewerbern wie etwa Samsung, wolle Qualcomm keine spezielle Plattform für das „Internet der Dinge“ entwickeln, sondern seine bereits sehr erfolgreiche Prozessorfamilie der Snapdragon-Reihe weiter pushen. Diese, so der Chipentwickler, brächte ohnehin alles mit, was Entwickler zum Bau von vernetzten IoT-Geräten benötigen. Eine Vorreiterrolle soll hier der Snapdragon 400 spielen, der bereits in vielen Android Wear-Smartwatches verbaut ist. Dazu möchte Qualcomm im Sommer das DragenBoard410c anbieten, um kleineren Firmen die Möglichkeit zu geben, Nischenprodukte auf Basis des Snapdragon 400 zu entwickeln.

Leichtere AR-Brille, neue WLAN-Chips

Darüber wurde in San Francisco auch eine neue Version von Qualcomms Augmented Reality-Brille gezeigt, die das Unternehmen in Zusammenarbeit mit der BMW-Tochter Mini entwickelt. Die Brille projiziert dem Träger unter anderem Navigationspfeile ins Sichtfeld oder Hinweise, um das eigene Fahrzeug wiederzufinden. Die Weiterentwicklung der AR-Brille bietet zwar technisch nichts neues, ist aber ein Drittel leichter als sein Vorgänger.

Zudem wurden zwei neue WLAN-Chips vorgestellt: einmal der QCA401x, einmal der QCA4531. Erstgenannter soll in vernetzten Leuchtmitteln, Smart TVs oder IP-Kameras zum Einsatz kommen, während der andere für Multiprotokoll-Bridges gedacht ist und für bis zu 16 Geräte als Access Point dienen kann.

Quelle: Heise (1), (2)

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