Technik: Sony Xperia X- Kurztest

Peter Mußler 24. August 2016 0 Kommentar(e)

Sony, Fließband-Schöpfer von immer neuen Top-Smartphones, macht mit der neuesten Xperia-Serie zwei Schritte zurĂŒck – aber keine Angst, nur im Alphabet. Denn die Z-Reihe wird abgelöst  von den X-Modellen. Wir stellen das StandardgerĂ€t vor.

Unbenannt-1

Z ist der letzte Buchstabe unseres Alphabets. Die Metaphorik dahinter ist klar: Besser geht es nicht. Stimmt natĂŒrlich nicht, denn einen Fortschritt gibt es immer. Sony blieb also nichts anderes ĂŒbrig, als bei der Bezeichnung seiner Smartphone-Oberklasse nun einen Schritt zurĂŒckzugehen bzw. gleich zwei, wenn sich nicht nur die Zahl hinter dem Buchstaben Ă€ndern sollte: Aus Z wurde deshalb X. Und dieses „Kreuz“ tragen nun gleich drei Modelle: das hier getestete Xperia X, das verschĂ€rfte X Performance und das kostenschonende XA.

Sanfterer Design-Kurs

Fangen wir also außen an. Nachdem Sony immer fĂŒr kantige und nicht immer die flachsten GerĂ€te stand, ist nun ein Wandel beim Design zu verzeichnen. Das Xperia X ist zwar 0,6 mm dicker als das Z5, wirkt aber geschmeidiger, fließender. Daran ist das Display-Glas verantwortlich, mit dessen Kantenschwung Sony nun auch auf den 2,5D-Zug aufgesprungen ist. Eine klare Aufwertung, wie wir finden, wenngleich die Bruchgefahr gegenĂŒber den versenkten Bildschirmen leicht angestiegen sein dĂŒrfte.

Der Schirm löst in Full HD auf, ist aber im Vergleich zum VorgĂ€nger leicht geschrumpft (von 5,2 auf 5 Zoll) . Die Leuchtkraft ist nicht auf dem hohen Niveau des Z5, aber trotzdem ĂŒberdurchschnittlich und fĂŒr die allermeisten Situationen ausreichend. Nehmen wir uns jetzt die inneren Werte vor. Statt auf acht setzt Sony jetzt auf einen modernen Prozessor mit nur noch sechs Kernen, der zwar in Verbindung mit dem 3 GB-RAM ein bisschen weniger Leistung als der im Z5 bringt, aber nicht mehr heiß wird. Damit haben die Japaner eine echte Schwachstelle erfolgreich in Angriff genommen. Gewonnen hat durch das Chip-Downsizing wohl auch die Standzeit. Trotz des kleineren Akkus hielt das X lĂ€nger durch als das Z5. Schade nur, dass Sony kein Quick Charge-LadegerĂ€t beilegt, obwohl das Xperia X die Schnellladetechnik beherrscht.

tzubio

Die Kamera: ein Sorgenkind?

Wichtig fĂŒr die Generation Selfie ist die ­Kamera. 23 MP sind ein Wort, wenngleich klar ist, dass hier weniger auch mehr sein kann. Sony hĂ€lt aber an hohen Zahlen fest. Die Auslösezeit hat sich verbessert, aber in der maximalen Auflösung machen sich immer noch Bildrauschen und unliebsame Software-Eingriffe bemerkbar. Da hilft auch die offene Blende (f/2.0) nicht viel. Außerdem braucht die Kamera-App teilweise Sekunden, bevor die geschossenen Bilder in der Galerievorschau angezeigt werden. FĂŒr anfallende Bilder und Videos stehen ĂŒbrigens 32 GB an internem Speicher zur VerfĂŒgung. 18 davon sind bei Anschaffung noch frei. Wem das nicht reicht, der kann per microSD-Karte 200 zusĂ€tzliche GB einschieben. Eine 64 GB-Version ist außerdem im GesprĂ€ch.
Kurz: Gelungenes Design, stolze Ausstattung (auch WLAN ac), aber auch ein stolzer Preis.

auf Facebook teilen auf Google+ teilen auf Twitter teilen
Pete_Mag_bw_160

Peter Mußler   Redakteur

Als Ästhet beschĂ€ftigt er sich gerne mit formschönen GerĂ€ten und Überschriften, so geschmeidig wie ein poliertes AlugehĂ€use. Als Redakteur fĂŒr die Magazine des CDA-Verlags taucht er in die Tiefen der Recherche aber auch ab bis zum Grund. Denn: Eine Überschrift alleine macht noch keinen Artikel.