Candy Crush Saga-Entwickler sichern sich das Wort „Candy“

Daniel Kuhn 22. Januar 2014 1 Kommentar(e)

King ist das Entwicklerstudio hinter dem Casual-Game-Dauerbrenner Candy Crush Saga. Um den Erfolg langfristig zu sichern, hat sich King nun das Wort ‚Candy‘ rechtlich schützen lassen.

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Mit Erfolg umzugehen ist gar nicht so leicht – schnell kann er einem zu Kopf steigen. Aktuellstes Beispiel dafür ist der Spieleentwickler King, dessen Casual-Game Candy Crush Saga derzeit sämtliche Rekorde im Free2Play-Bereich bricht.

Das Entwicklerstudio scheint es zu stören, dass es unzählbar viele Trittbrettfahrer gibt, die mit ähnlichem Spielkonzept und Namen versuchen ein Stück, oder zumindest ein paar Krümel vom Kuchen abzubekommen. Aus dem Grund hat King sich nicht nur die Markenrechte an dem Namen des Spiels sichern lassen, sondern nun auch noch an dem Wort ‚Candy‘ für Spiele und Kleidung (mit Blick auf Merchandise?). Das bedeutet, dass kein Spiel mehr das Wort Candy im Namen tragen darf. Ganz in trockenen Tüchern ist die Sache allerdings noch nicht, denn noch haben Gegner 30 Tage Zeit, einen Widerspruch bei der amerikanischen Patentbehörde USPTO einzulegen.

Gegenüber Gamesindustry.biz hat King erklärt, dass man nicht vorhabe gegen jede Verwendung des Wortes Candy in Spielenamen vorgehen wolle, nur gegen solche, die das geistige Eigentum des Unternehmens verletzen. Allerdings werden bereits eine Vielzahl von Entwicklern durch King kontaktiert und zur Namensänderung aufgefordert.

Bei dem Wort Candy macht das Unternehmen noch lange nicht halt, auch das Wort Saga ist anscheinend schützenswert. Zwar hat King keinen Antrag auf Schutz des Wortes eingereicht, aber gegen einen solchen Antrag des Entwicklerstudios Stoic Widerspruch eingelegt. Es geht um das Spiel The Banner Saga, dessen Titel und Inhalt nach Ansicht von King zu Verwirrungen unter den Spielern führen kann. Wie dies allerdings möglich sein soll, verschweigt King. Uns erscheint dies auch unerklärlich, denn vom Inhalt könnten die Spiele kaum weiter voneinander entfernt sein. Auch beim Namen ist es nur schwer vorstellbar, dass ein Spieler tatsächlich das rundenbasierte Strategiespiel mit nordischem Setting und Wikingern als Hauptcharaktere herunterlädt, obwohl er doch eigentlich Bonbons verschieben möchte.

Schade, dass King mit derartigen Mitteln versucht, die Vormachtstellung auf dem Casual-Game-Markt zu sichern, nötig haben sie es sicher nicht.

Quelle: USTPO (via Android Police)

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