Google Glass: Datenbrille läuft mit Android 4.0.4 und älterem Dual Core-Chip

29. April 2013 0 Kommentar(e)

Die Explorer Edition-Modelle von Google Glass, die man sich auf der letztjährigen Entwicklermesse Google I/O für schlappe 1300 US-Dollar sichern konnte, sind mittlerweile bei mutigen Early Adopters eingetroffen. Und was passiert, wenn man talentierten Entwicklern, Hackern und Nerds ein derartiges Gadget in die Hand drückt? Richtig: Es wird zerlegt, analysiert und die Erkenntnisse werden fein säuberlich über Google+ und Blogs verbreitet.

Zu den Eingangs erwähnten Early Adoptern mit einem Faible für futuristische Gadgets zählt der US-Entwickler Jay Lee, der uns via Google+ an seinen Entdeckungen zur Google Glass-Hardware teilhaben lässt. Dazu zählt etwa, dass das Betriebssystem von Google Glass tatsächlich auf Android 4.0.4 Ice Cream Sandwich basiert. Dies hat Larry Page bereits vor einiger Zeit angedeutet und ist somit nun bestätigt.

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Interessant ist aber auch die Hardware von Glass, denn der verbaute Chip ist ein bereits etwas in die Jahre gekommener OMAP-SoC von Texas Instruments, genauer gesagt der TI OMAP 4430 mit Dual Core-CPU. Der OMAP 4430 ist seit Anfang 2011 verfügbar und fand bereits im Amazon Kindle Fire, BlackBerry Play Book oder dem LG Optimus 3D Max Verwendung. Berichte, wonach Google Glass hardwareseitig weitgehend auf dem Galaxy Nexus basiert, sind nicht ganz korrekt, da im Galaxy Nexus bekanntlich der TI OMAP 4460 verbaut ist, also die etwas jüngere und schnellere Variante des OMAP 4430.

Laut den Daten, die Jay Lee auslesen konnte, sind bei Google Glass 682 Megabyte an Arbeitsspeicher verfügbar, wobei davon ausgegangen werden kann, dass insgesamt 1 GB RAM verbaut sind. Die Differenz wird wohl für allerlei Software-Dienste wie etwa das Glass-Equivalent zu Google Now gebraucht werden.

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Sieht langweilig aus, ist es aber nicht: Jay Lee gelang es, die Hardware-Specs von Google Glass auszulesen. Quelle: Google+

Außerdem: Android-Kernel verfügbar, Root geglückt

Abseits von diesen Hardware-Analysen gibt es in Bezug auf Google Glass noch einiges zu berichten. So hat Google still und heimlich den Android-Kernel zu Google Glass veröffentlicht, wodurch es Entwicklern ab sofort möglich ist, eigene Applikationen für Glass zu programmieren. Weiters gelang es niemand geringerem als Jay „Saurik“ Freeman, der unter anderem für den iOS-Jailbreak-Marktplatz „Cydia“ verantwortlich zeichnet, tief ins Glass-System einzudringen und so die Mechanismen ausfindig zu machen, mit denen Glass gerootet werden könnte. Könnte deshalb, weil die Explorer Edition eben für Entwickler gemacht wurde und demnach sehr offen ausgeliefert wird. Sollte die Consumer-Variante restriktiver daher kommen, würde man mit dieser Methode aber Root-Rechte erlangen können.

Quellen: Google+, zdnet.com, derstandard.at/web

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