Hapifork: intelligente Gabel misst, wie schnell wir essen

Redaktion 17. Januar 2014 0 Kommentar(e)

Wer noch als Erwachsener vermisst, wie ihn Mutti für zu schnelles essen tadelt, der kann jetzt zur Hapifork greifen. Die intelligente Gabel misst mit Sensoren, wie schnell wir essen und warnt vorm Runterschlingen der Mahlzeiten. 

Anfang der Woche hat Google mit dem Kauf von Nest für großes Aufsehen gesorgt: 3,2 Milliarden Dollar war dem Suchmaschinenprimus das Start-up wert, das mit lernfähigen Thermostaten und intelligenten Rauchmeldern einer der führenden Anbieter im Bereich der Home Automation ist. Der Kauf zeigt: das von der Industrie lang versprochene „Internet der Dinge“, was uns durch intelligente Gegenstände in vielen alltäglichen Aufgaben unterstützen soll, nimmt endlich Fahrt auf.

Auch die Hapifork gehört zu dieser Kategorie. Die intelligente Gabel soll mit Sensoren messen, wie schnell wir essen und uns so helfen, langsamer und bewusster zu essen.

„Iss nicht so schnell“, wir alle haben noch unsere Mutter im Ohr, die uns liebevoll tadelt, wenn wir mal wieder wie ein ausgehungerter Tiger unsere Mahlzeiten runterschlingen. Doch Mutti kann ja nicht immer über uns wachen und diese Lücke soll jetzt die  Hapifork schließen – denkt sich zumindest der französische Designer Jacques Lépine, der die smarte Gabel gestaltet hat.

Smarte Gabel: Die Hapifork soll bei zu schnellem essen warnen. Erhältlich in verschiedenen Farben.

Smarte Gabel: Die Hapifork soll bei zu schnellem essen warnen. Erhältlich in verschiedenen Farben.

Die Funktionsweise ist denkbar einfach: Die Gabel verfügt über einen Stromkreis, der nur dann geschlossen wird, wenn sie Mund und Hand gleichzeitig berührt. Auf dieses Weise kann Hapifork feststellen, wie häufig der Nutzer die Gabel zum Mund führt. Passiert das zu schnell, wird mit Vibrationen und Lichtsignalen gewarnt. Die Gabel misst auch, wie lange die Einnahme der Mahlzeit dauert, wie oft sie dabei pro Minute im Mund landet und wie lange sie jeweils dort verbleibt.

Da ein Sättigungsgefühl in der Regel erst 20 Minuten nach einer Mahlzeit entsteht, soll die Hapifork beim Abnehmen helfen. Das langsamere Esse soll zudem dazu führen, dass länger gekaut wird, was der Verdauung hilft.

Über USB (PC) oder Bluetooth (Smartphone) werden die gesammelten Daten dann an einen Cloud-Service übertragen, wo sich der Nutzer über sein Essverhalten informieren kann.

The Verge hatte bereits die Möglichkeit, die Hapifork mal einem ausführlichen Test zu unterziehen. Mit einer Testnote von 5,5 von 10 möglichen Punkten, waren die Kollegen aber nicht wirklich begeistert. Zwar konnte die intelligente Gabel mit einem schicken Design und einer vergleichsweise exakten Zählung der Bisse punkten. Doch insgesamt sei die Hapifork noch zu beschränkt in Funktionalität sowie zu komplex in der Bedienung, um die erhoffte Revolution im Essverhalten auszulösen. Mit einem Preis von 99 Dollar ist sie jedoch kein allzu teures Vergnügen.

Was meint ihr zur Hapifork? Wäre die smarte Gabel, wenn alle Kinderkrankheiten ausgemerzt sind, eine Überlegung wert?

Quelle: Golem The Verge

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