Studie: Weniger Kunden haben das Bedürfnis ihr Smartphone upzugraden

Tam Hanna 18. Juli 2013 11 Kommentar(e)

Laut einer Studie der UBS AG stellten im Jahr 2012 weniger amerikanische Kunden auf die neuesten Handymodelle um. Spezifisch verloren die Gerätehersteller 9% an präsumativen Kunden, die ihr altes Handy lieber weiterverwenden.

Dieser Trend setzt sich laut den Marktforschern zudem weiter fort, was in der Industrie jede Menge Sorgen schafft. Die Nutzer müssen für ein neues Handy meist viel Geld bezahlen. Immerhin sind 70% aller Bestandsverträge Smartphoneverträge, die man nicht ohne Weiteres kündigen oder umstellen kann. Neue Topmodelle kosten ebenfalls viel Geld.

Das Galaxy S4 sieht attraktiv aus - wirklich viel Unterschied zum Vorgänger gibt es indes nicht.

Das Galaxy S4 sieht attraktiv aus – wirklich viel Unterschied zum Vorgänger gibt es indes nicht.

Leider sehen die neuen Geräte mittlerweile sogar optisch gleich aus, innovative Formfaktoren (Stichwort Hardwaretastatur) gibt es nicht mehr. Auch die Steigerungen bei der Bildschirmauflösung sind eher optischer Natur – ein normalsichtiger User sieht zwischen FullHD und 720p am Handy nur wenig Unterschied. Aus diesem Grund beschliessen immer mehr Nutzer, auf den Umlernaufwand und die zusätzlichen Kosten zu verzichten – wieso soll man sich Arbeit aufhalsen, wenn es das gute alte Telefon auch noch tut.

Dadurch fielen die Aktienkurse bei Apple und Samsung in diesem Jahr um ca. 15%. Die Gerätepreise fallen, dadurch werden die Margen enger und der durch den Handyverkauf erwirtschaftete Profit sinkt – ein Trend, der auch an der Börse für Unruhe sorgt.

Die meisten amerikanischen Netzbetreiber reagieren auf dieses Problem, indem sie ihren Kunden neue Vertragsmodelle anbieten. Bei T-Mobile gibt es ab sofort einen Jump Upgrade Plan genannten Vertrag, der nach sechsmonatiger Mitgliedschaft das zweimal jährliche Wechseln des Handys erlaubt. Das Altgerät kassiert der Provider ein – über die Upgradegebühren ist noch nichts bekannt.

AT&T arbeitet an einem ähnlichen Konzept. Der Next genannte Plan erlaubt es den Kunden, ein Handy in 20 Raten abzustottern. Nach einem Jahr darf der Kunde gegen die Zahlung einer Gebühr ein neues „kostenloses“ Telefon bekommen – zumindest dann, wenn er es wieder in 20 Raten abstottert. Der Netzbetreiber dürfte sich an den monatlichen Raten dumm und dämlich verdienen – amerikanische Newsdienste bezeichnen den Plan auch als „the Next scam“.

Unsere Frage an euch ist nun: habt ihr euch dieses Jahr ein neues Smartphone geholt? Oder nutzt ihr – wie der Autor dieser Zeilen – euer gut eingespieltes Gerät weiter, bis es zerfällt? Lasst uns doch eure Meinung wissen – wir freuen uns über jeden Kommentar.

Quelle: AndroidAuthority

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Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna entwickelt Software für verschiedene Plattformen, beschäftigt sich mit Mobilgeräten und Prozessrechnern und betreibt einen YouTube-Channel mit zehnminütigen Clips zu Interessantem und Lehrreichem aus der Welt der Elektronik.

 

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