CES 2013: Nvidia kündigt Tegra 4 mit LTE-Support an

Tam Hanna 7. Januar 2013 0 Kommentar(e)

Auch wenn die Tegra-Prozessoren von nVidia im Mobilcomputermarkt nicht wirklich an der Dominanz von Qualcomm rütteln können – die Grafikleistung der Chips ist enorm. Auf der CES kündigt der Hersteller nun die nächste Generation des SoC an.

Der wahrscheinlich wichtigste Unterschied zum Vorgänger ist die neue Prozessorarchitektur. Während bisherige Tegra-Chips auf dem A9-Core von ARM basierten, bringt der Tegra4 die wesentlich verbesserten ARM15-Kerne. Bisher war dieses Design nur zweikernig verfügbar – nVidia hat hier die Marktführerschaft übernommen.

Auch im Bereich der Grafikchips – seit jeher die Stärke von nVidia – legt der Tegra 4 ordentlich nach. Sein GPU-Teil besteht nun aus 72 „Geforce-Kernen“, die die sechsfache Leistung des Vorgängers erreichen. Welche Funktionen in die Kerne implementiert ist, gibt nVidia nicht an – es ist also unwahrscheinlich, dass es sich hier um herunterskalierte Kernchen aus den Desktop-GPUs handelt.

Interessant ist, dass nVidia in der Vorstellung besonders auf die Fotofähigkeiten des neuen Chips eingeht. So soll der Prozessor automatisch mehrere Bilder zu einer HDR-Aufnahme zusammenfassen – dabei kommt eine „nVidia Computational Photography Engine“ genannte Einheit zum Einsatz, die die Bearbeitung der Bilddaten erledigt.

LTE-Unterstützung ist nicht Teil des Prozessors. Stattdessen wird sie über ein Icera 500 genanntes Modem nachgerüstet, das um 40% weniger Platz auf der Platine beansprucht.

Mittlerweile ist auch ein erstes Video eines Tegra 4-Spiels mit dem Titel „Codex The Warrior“ erschienen. Die Entwickler von Project Codex zeigen einen Trailer, der auch kurze Spielszenen enthält:

Übrigens ist die Entwicklung des System-on-a-chip (kurz SoC) eine mobilcomputerspezifische Angelegenheit. Aufgrund der beengten Verhältnisse in den immer kleiner und dünner werdenden Smartphones entstand auf Seiten der Hardwarehersteller das Bedürfnis, Platz einzusparen. Die Chip-Fertiger kamen ihren Kunden durch das Integrieren von RAM und Grafik entgegen – ein Trend, der im Notebookbereich erst langsam Einzug hält (integrierte GPUs).

Denkt ihr, dass nVidia mit dem Tegra4 der Durchbruch gegen Qualcomm gelingen wird?

Quelle: nVidia

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