Jaguars Auto der Zukunft kontrolliert deinen Herzschlag, Atmung und sogar deine Gehirnwellen!

Redaktion 20. Juni 2015 0 Kommentar(e)

In Zukunft könnten Fahrzeuge den Herzschlag, die Atmung  und sogar die Gehirnwellen ihrer Fahrer überwachen. Klingt futuristisch? An solchen Projekten arbeitet die Edel-Automarke Jaguar, um die Fahrsicherheit zu verbessern. 

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Wer hinter dem Steuer eines Autos sitzt, übernimmt nicht nur Verantwortung für sich selbst, sondern auch für alle anderen Teilnehmer im Straßenverkehr. Ist der Fahrer etwa gestresst, müde oder gar abgelenkt, können die eigenen vier Räder schnell zur Todesfalle werden. Dessen sind sich auch die Automobilhersteller bewusst, die den Fahrer mit immer ausgeklügelteren Assistenzsystemen unter die Arme greifen wollen. Edelkarossen-Hersteller Jaguar schießt jetzt aber den Vogel ab und arbeitet an Systemen, die Herzschlag, Atmung und sogar Gehirnwellen kontrollieren sollen.

NASA-Technologie

Wofür die Messung der Hirnströme überhaupt gut sein soll? Jaguar möchte damit feststellen, ob sich der Fahrer auf den Verkehrer konzentriert oder sich von Tagträumereien ablenken lässt. Bis dato konnten Gehirnwellen nur durch spezielle Headsets gemessen werden, die im Auto-Alltag natürlich kaum praktikabel sind. Laut Jaguar können die Hirnströme aber auch durch Sensoren erfasst werden, die im Lenkrad integriert sind. Offenbar nutzt der Autobauer dafür eine Technologie, die von der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA entwickelt wurde, um die Konzentration der eigenen Piloten zu überwachen. Sollte sich der Fahrer in Zukunft also in Tagträumen ergehen, könnte ihn das System mit Vibrationen am Lenkrad oder den Pedalen wieder zur Konzentration auffordern. Wenn das nicht hilft, seien auch auch visuelle und akustische Warnhinweise denkbar.

Diese Technologie soll insbesondere auch bei autonomen Fahrzeugen nützlich sein, wenn die selbstfahrenden Autos an einem bestimmten Punkt die Steuerung wieder dem Fahrer überlassen und vorher feststellen möchten, ob dieser auch bereit ist.

Kontrolle von Herzschlag und Atmung

Darüber hinaus arbeitet Jaguar auch an einem Projekt, um den Herzschlag und die Atmung des Fahrers zu kontrollieren. Diese Sensoren sollen in den Fahrersitz integriert werden und feststellen, ob der Autofahrer noch fahrtüchtig ist. In einem Notfall könnten autonome Fahrzeuge dann beispielsweise direkt ein Krankenhaus ansteuern. Ein weiterer Einsatzzweck wäre außerdem, dass das Auto durch den Herzschlag und die Atmung feststellen kann, ob der Fahrer gestresst ist und dann beispielsweise entspannende Musik auflegt oder das Innenraumlicht auf eine beruhigende und stressabbauende Farbwahl umstellt.

Intelligentes Infotainment-System

Aber Jaguar hat nicht nur die (ferne) Autozukunft im Auge, sondern tüftelt auch an neuen Systemen, die sehr bald schon in Serienreife gehen können. Dazu zählt etwa ein Pedal, das einen haptischen Motor besitzt und den Fahrer durch Vibrationen warnt, wenn er zu schnell fährt oder Gefahr läuft, einem anderen Auto hinen aufzufahren. Das zweite Projekt dreht sich um ein Infotainment-System, das mit Hilfe von Kameras selbstständig erkennen soll, welchen Knopf der Fahrer drücken möchte und ihn vorher bereits betätigt.

Noch ist nicht ganz klar, wie weit fortgeschritten die einzelnen Projekte sind und wann wir sie in den Fahrzeugen von Jaguar Landrover – die beiden Unternehmen bilden eine Tochtergesellschaft, die Teil des indischen Autoherstellers Tata Motors ist  – zu Gesicht bekommen werden. Die Forschung zeigt aber bereits jetzt, wohin die Auto-Zukunft führt.

Quelle: Jaguar Landrover (via The Verge)

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