MIT Forscher entwickeln ein Headset, das deine Gedanken ausspricht

10. April 2018 Kommentare deaktiviert für MIT Forscher entwickeln ein Headset, das deine Gedanken ausspricht Kommentar(e)

MIT-Forscher haben ein Headset entwickelt, das Wörter transkribieren kann, die der Benutzer intern verbalisiert, aber nicht wirklich laut spricht.

Mitsprechen im Kopf ist ein durchaus üblicher Vorgang, etwa wenn man ein Buch liest oder Zahlen im Kopf addiert. Dieses „Mitsprechen“ ist für das Auge von Mitmenschen nicht wahrnehmbar, dennoch werden dadurch neuromuskuläre Signale im Kopf ausgelöst.

Eben diese Signale kann das tragbare Gerät erkennen und an ein zugehöriges Computersystem senden, wo eine Auswertung in Form einer Verbalisierungen erfolgt.

Sieben Messstellen

AlterEgo, so der Name des Gadgets, wird ähnlich wie ein Kopfhörer auf dem Kopf getragen, Allerdings bleibt das Ohr ebenso frei wie der Mund. Die Forscher fanden heraus, dass Signale an sieben Stellen des Gesichts empfangen werden müssen, um eine Auswertung vornehmen zu können. Diese Erkenntnis ergab den Prototyp eines Headsets, das wie ein Telefonhörer um den Nacken gewickelt ist und tentakelartige gebogene Fortsätze aufweist, die das Gesicht an diesen sieben Stellen auf beiden Seiten des Mundes berührt. Schaut eigenartig aus, aber im Test funktioniert es schon ganz gut.

Arnav Kapur, Forscher in der Gruppe Fluid Interfaces am MIT Media Lab, demonstriert das AlterEgo-Projekt. Bild: Lorrie Lejeune / MIT

Arnav Kapur, Forscher in der Gruppe Fluid Interfaces am MIT Media Lab, demonstriert das AlterEgo-Projekt.
Bild: Lorrie Lejeune / MIT

Wo soll es Verwendung finden?

Einsatzgebiete gibt es einige, etwa wenn man im Supermarkt die Preise im Kopf addiert. Das System verbalisiert sie uns gibt auch die Summe aus.

Die Forscher führten eine Usability-Studie durch, bei der 10 Probanden jeweils etwa 15 Minuten lang ebendiese arithmetische Anwendung an ihre eigene Neurophysiologie anpassten und dann weitere 90 Minuten damit verbrachten, Berechnungen durchzuführen. In dieser Studie hatte das System eine durchschnittliche Transkriptionsgenauigkeit von immerhin 92 Prozent.

Ein weiterer Einsatzzweck wäre in OP-Räumen gegeben, bzw. in allen Räumen, wo es absolut ruhig zugehen muss.

Hier noch ein Video dazu.

Quelle: MIT

 

auf Facebook teilen auf Google+ teilen auf Twitter teilen
pic_HG2

Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Geschäftsführer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spaß, dass er dafür sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft natürlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

Xing Profil

Kennst du schon unsere Magazine?

Alle Magazine anzeigen