RockChip bringt Multi-Window Funktion ähnlich Desktopsystemen

Tam Hanna 16. Juli 2013 0 Kommentar(e)

Laut diversen Newsseiten bietet der taiwanische Hersteller Chuwi bald ein Tablet an, dass die von RockChip auf der CES vorgestellte Multi-Window-Technologie für Endkunden verfügbar macht.

Im Grunde genommen geht es dabei um die Möglichkeit, mehrere Applikationen gleichzeitig am Bildschirm zu haben – bei den enormen Auflösungen aktueller Tablets ist das aus hardwaretechnischer Sicht kein Problem. Da die meisten Android-Apps sowieso „auflösungsunabhängig“ sind, sollte sich der Adaptierungsaufwand auf Seiten der Entwickler ebenfalls in engen Grenzen halten.

Spezifisch versprechen die Chinesen einige interessante Funktionen. Erstens soll es einen „App-Übersichtsbutton“ geben, der alle geöffneten Applikationen in einer an Windows Aero und/oder webOS erinnernden Kartenansicht darstellt.

Das Tablet von Chuwi blendet dank RockChip-Technologie mehrere Applikationen auf einmal ein (Bildquelle: imp3.net)

Das Tablet von Chuwi blendet dank RockChip-Technologie mehrere Applikationen auf einmal ein (Bildquelle: imp3.net)

Zweitens soll es möglich sein, mehrere Programme nebeneinander anzuzeigen und die Fenstergröße flexibel anzupassen. Das macht sogar vor Videoplayern nicht halt – die beiden Beispielscreenshots zeigen von RockChip vorgesehene Anwendungsszenarien:

Die im Taschenrechner ermittelten Ergebnisse lassen sich gleich in einer anderen Applikation weiterverwenden (Bildquelle: imp3.net)

Die im Taschenrechner ermittelten Ergebnisse lassen sich gleich in einer anderen Applikation weiterverwenden (Bildquelle: imp3.net)

Besonders beeindruckend ist, dass sich sogar der Videoplayer in ein Fenster verfrachten lässt. (Bildquelle: imp3.net)

Besonders beeindruckend ist, dass sich sogar der Videoplayer in ein Fenster verfrachten lässt. (Bildquelle: imp3.net)

Der Kampf zwischen den Mobilprozessorherstellern wird schon lange nicht mehr nur auf Ebene der Spezifikationen ausgetragen. So spendiert Intel Android-Entwicklern eine Vielzahl von ausgereiften Debuggingwerkzeugen, die natürlich nur mit Prozessoren aus dem selben Haus funktionieren. Der Hintergedanke dabei ist, dass die Entwickler auf diese Art und Weise ein Intelhandy kaufen. Informatiker gelten in der Branche als Early Adopters, die die Technologie dann in die Hände der Allgemeinheit bringen – wenn der PC-begabte Mann von einem bestimmten Telefon begeistert ist, so will es auch bald die Ehefrau.

Noch ist völlig unklar, wie RockChip diese Technologie implementiert hat. Rein theoretisch dürfte es für ein aktuelles Betriebssystem kein Problem sein, mehrere Fenster zu rendern – in diesem Fall würde es sich um eine reine Softwareänderung handeln, die auch auf anderen Prozessoren funktioniert.

Andererseits wäre es auch denkbar, dass RockChip den Grafikprozessor mit „mehreren Ausgabegeräten“ ausstattet. Auf diese Art und Weise könnte das Betriebssystem mit weniger Adaption mehrere Programme nebeneinander rendern – aufgrund des enorm höheren Hardwarwaufwands ist das indes eine eher unwahrscheinliche Vorgehensweise.

Von Seiten von Chuwi hört man in dieser Sache nichts – der amerikanische Branchenexperte Mike Cane berichtet indes darüber, dass die Technologie auf den Tablets V88 und V88s debutieren wird.

Eine gewisse Ähnlichkeit zu den Produkten eines gewissen Obsthändler ist den Tablets von Chuwi nicht abzusprechen (Bildquelle: imp3.net)

Eine gewisse Ähnlichkeit zu den Produkten eines gewissen Obsthändler ist den Tablets von Chuwi nicht abzusprechen (Bildquelle: imp3.net)

Wir stellen euch deshalb zwei Fragen: erstens die, ob ihr euch ein Tablet mit Fensterfunktionen wünscht. Zweitens fragen wir euch, wie ihr euch die Implementation vorstellt – unsere Kommentarspalte wartet immer auf eure Meinung!

Quelle: Mike Cane, via MobileGeeks

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Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna entwickelt Software für verschiedene Plattformen, beschäftigt sich mit Mobilgeräten und Prozessrechnern und betreibt einen YouTube-Channel mit zehnminütigen Clips zu Interessantem und Lehrreichem aus der Welt der Elektronik.

 

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