TouchPico: Ein Miniprojektor und ein Stift verwandeln jede Fläche in einen bis zu 80 Zoll großen Touchscreen

29. Juli 2014 0 Kommentar(e)

Ein 80-Zoll-Touchscreen,das ist doch mal eine Ansage. Wie dies ermöglicht wird? Mithilfe eines Projektors mit Infrarotkamera und eines speziellen Stiftes.

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TouchPico nennt sich die Lösung, die einen regulären Mini-Projektor in einen Touchscreen verwandelt. Natürlich nicht den Projektor selbst, sondern vielmehr das projizierte Bild, das bis zu 80 Zoll in der Diagonale messen kann. Genaugenommen ist der Projektor ein kleiner PC mit Android 4.2 als Betriebssystem.

Achtung Aufnahme!

Das Besondere an dem Projektor: Rechts neben dem Objektiv des Projektors ist eine Infrarotkamera angebracht. Diese nimmt die Bewegungen der Spitze auf, deren Stift du über das projizierte Bild bewegst. Dabei spielt es fast keine Rolle, wohin du das Bild wirfst, ideal ist natürlich eine weiße Wand. Die Bewegungen des Stifts, der einen Infrarotsender enthält, werden mit 40 Frames pro Sekunde aufgenommen. Die im Projektor eingebaute Infrarotkamera und der Bildprozessor wandeln die Informationen schließlich in Touchscreen-Koordinaten um.

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Natürlich muss mit einem Kalibrierungssystem beim ersten Einsatz des Geräts alles einmal eingerichtet werden. Aber schlussendlich funktioniert die Technologie auch wenn du den Projektor nach vorne oder hinten bewegst und sogar, wenn das Bild schräg auf die Projektionsfläche trifft.

Nicht im Bilde!

Ein Problem tut sich dennoch auf. Naturgemäß steht man als Stiftführer zwischen Projektor und Wand und bildet somit einen Schatten, was wiederum die Kamera ein wenig irritieren kann. Man muss also immer wieder die Hände aus dem Bild nehmen, um die Funktionalität hundertprozentig zu gewährleisten. Am besten du hältst den Stift nicht wie ein normales Schreibgerät, sondern fasst ihn ganz hinten an.

Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: Egal  ob in Business-Meetings, in der Schule, bei sportlichen Aktivitäten oder mobilen Spielen, es gibt kaum Grenzen.

Der TouchPico wird im Moment über Indiegogo finanziert und hält bei rund 26.000 von 55.000 Dollar. Der Verkaufspreis wird später einmal bei rund 500 Dollar liegen. Im Oktober rechnet das Unternehmen mit der Auslieferung, falls das Ziel erreicht wird. Aber die Kampagne läuft ja noch fast einen Monat lang.

Hier noch ein Video über den Projektor:

Quelle: Indiegogo

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Geschäftsführer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spaß, dass er dafür sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft natürlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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