Was für ein E-Auto spricht…

Christoph Lumetzberger 22. August 2019 Kommentare deaktiviert für Was für ein E-Auto spricht… Kommentar(e)

… und was dagegen

Spätestens seit dem Dieselskandal aus dem Jahr 2015 überlegen immer mehr Bürger die Anschaffung eines Elektroautos. Gerade der Umweltaspekt ist für viele ein großer Pluspunkt dieser zeitgemäßen Antriebstechnik. Der Gedanke an einen emissionsfreien Antrieb, an umweltfreundliche Mobilität, grob umrissen an „sauberes Fahren“ spornt die Fürsprecher der Elektromobilität an.

Kritiker bemängeln hingegen vor allem den hohen Anschaffungspreis und die geringe Reichweite eines E-Autos und die Tatsache, dass ein Ladevorgang keinesfalls während einer kurzen Toilettenpause bewältigt werden kann. Doch egal wie man es dreht und wendet, ein E-Auto polarisiert so oder so. Es gibt gleichermaßen Befürworter und Gegner dieser Antriebsart und die Pro- und Contrapunkte lesen sich wie ein Duell, welches keinen Sieger hervorbringt. Dazu sind die Anforderungen der unterschiedlichen Autokäufer einfach zu verschieden, die Bedürfnisse zu speziell. Viel mehr muss hier nach den jeweiligen Anforderungen unterschieden werden, die an das Fahrzeug gestellt werden. Bestenfalls kann vermutet werden, welche Käuferschicht eher zu einem E-Auto, und welche eher zu einem Verbrenner greifen würde.

Machen Sie gerne den Selbsttest – sind Sie schon bereit für ein E-Auto?

Pro

  • Umweltfreundlich: Da Elektroautos kein schädliches Kohlenstoffdioxid, besser bekannt als CO2, ausstoßen, bewegen Sie es völlig emissionsfrei durch das Land. Im Optimalfall stammt sogar der Strom aus erneuerbaren Energiequellen, sodass in der Gesamtrechnung nur noch die Ressourcen zur Autoerzeugung zum Tragen kommen.

  • Günstiger an der „Tanke“: Wer kennt das große Ärgernis nicht, wenn er mit seinem Verbrenner an die Tankstelle fährt und feststellen muss, dass der Liter Diesel schon wieder einen Preisschub gemacht hat? Diese Thematik bleibt Ihnen mit einem Elektroauto größtenteils erspart, denn je nach Verbrauch und Lauflänge des Fahrzeuges kostet Ihnen eine „elektrische Tankfüllung“ einen Bruchteil dessen, was Sie für 50 bis 60 Liter Diesel bezahlen.

  • Geringere Betriebskosten: Nicht nur der Strom, den Sie zum Betrieb benötigen, ist ein Sparfaktor. Auch die Service- und Reparaturkosten halten sich gegenüber einem Verbrenner in Grenzen, da das E-Auto verschleißärmer unterwegs ist. So werden etwa dank der Bremskraftrückgewinnung die Bremsen weitaus weniger beansprucht.

  • Energierückgewinnung: Apropos Bremskraftrückgewinnung: Das E-Auto rekuperiert, bremst automatisch immer dann, wenn Sie den Fuß nicht auf dem Gaspedal haben. Dadurch wird Energie zurückgewonnen, die direkt wieder in die Batterie zurückfließt und so die Reichweite des Fahrzeugs verlängert.

  • Dynamisch und dennoch leiser: Dem Auto steht zu jeder Zeit das volle Drehmoment der Antriebseinheit zur Verfügung, was der Funktionsweise des Antriebs geschuldet ist. Damit fahren sich bereits kleine Wagen dynamisch und zügig. Außerdem sind elektrisch betriebene Fahrzeuge weitaus geräuschärmer unterwegs, da Motorengeräusche und Vibrationen beinahe völlig fehlen.

Der Tesla als Kombi: Ein in den Niederlanden ansässiger Karosseriebauer baute in Eigenregie und mit viel Handarbeit einen Tesla Model S binnen eines Jahres zu einem Kombi um.

Contra

  • Teure Anschaffung: Der am meisten diskutierte Aspekt, der gegen ein E-Auto spricht, ist sicherlich der hohe Anschaffungspreis. Im Vergleich mit einem Verbrenner sind die elektrischen Pendants zumeist teurer, was vor allem an den hohen Kosten für die Batterie liegt. Fahrzeuge wie der VW ID.3 kommen den Verbrennern preislich jedoch schon sehr nahe.

  • Niedrige Reichweite: Während moderne Autos mit Verbrennungsmotor gut und gerne an die 1.000 Kilometer mit einer Tankfüllung schaffen, so machen E-Autos schon nach wenigen hundert Kilometern schlapp. Zudem ist der Verbrauch stark davon abhängig, wo das Auto betrieben und wie schnell es gefahren wird. Die Rekuperation trägt nur unwesentlich dazu bei, die Reichweite zu erhöhen.

  • Lange Ladezeit: An einer haushaltsüblichen Steckdose kann die Ladedauer des E-Autos gut und gerne die Zehn-Stunden-Marke überschreiten und selbst an einer modernen Schnellladestation dauert es zumindest 30 Minuten, um den Akku einigermaßen wieder voll zu bekommen. Ein klarer Nachteil, wenn man bedenkt, dass ein leerer Verbrenner in zwei Minuten wieder mit 60 Liter Diesel befüllt ist.

  • Nicht zu kalt, nicht zu heiß… : Im Grunde verhält sich der Akku eines E-Autos nicht anders, als der eines Smartphones oder einer Digitalkamera: Er verliert bei kalten Temperaturen doch merklich an Leistung. Außerdem knabbert die aktivierte Klimaanlage im Sommer massiv an der Reichweite.

  • Modellauswahl:Auch wenn immer mehr Hersteller sich dem E-Auto-Markt zuwenden, so sind im Vergleich mit Verbrennern erst wenige elektrisch betriebene Vehikel zu bekommen. Gerade im Segment der einigermaßen bezahlbaren Fahrzeuge endet die Modellverfügbarkeit doch sehr abrupt. Doch gerade dieser Aspekt dürfte sich in den nächsten Jahren deutlich verbessern.

Bildquelle Titelbild: valentinphotography / Shutterstock.com

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