App-Review: Cardboard Camera

Tam Hanna 21. Dezember 2015 0 Kommentar(e)
App-Review: Cardboard Camera Androidmag.de 4 4 Sterne

Google Cardboard taugt als Portal in die virtuelle Realität. Mit dieser App kannst du Freunde und Kollegen in deine 3D-Umgebung einladen. (kostenlos, ohne In-App-Käufe)

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Cardboard Camera nutzt die in deinem Telefon enthaltene Kamera zur Erstellung von Panoramabildern, die danach mit der aus Karton zugeschnittenen Datensichtbrille angezeigt werden können. Nach dem Herunterladen des Programms erfreust du dich gleich einmal an drei Beispielbildern: neben einem als Wohnung eingerichteten Bus entführt dich das Programm auch in virtuelle Landschaften.

Blick durch die Welt

Nach dem Anklicken eines Panoramafotos präsentiert Google CardBoard den Inhalt des Objekts am Bildschirm. Wenn du auf das Kamera-Symbol der App tippst und das Handy in die eine CardBoard-Brille steckst, wird in das von anderen VR-Apps bekannte Darstellungsformat gewechselt, in dem du dich dann mittels Kopfbewegungen frei durch den Raum bewegen kannst.

Die Panoramen entstehen als „Kugel“, in deren Mittelpunkt du stehst. Das bedeutet, dass Vor- und Zurückgehen keinerlei Wirkung auf das Bild hat – „CardBoard Camera“ reagiert nur auf Drehbewegungen des Kopfes.

Screenshot: androidmag.de

Screenshot: androidmag.de

 

Eigene Motive aufnehmen

Ăśber das Kamerasymbol lassen sich eigener Panoramen aufnehmen. Die App aktiviert dann ein eigenes Kameraprogramm, das in der Mitte des Bildschirms eine Linie anzeigt. Nach dem DrĂĽcken des Aufnahmeknopfes musst du dich um 360 Grad drehen; die App gibt dir den Takt vor und weist dich bei zu schnellen Drehbewegungen auf diesen Fehler hin.

Auf Wunsch nimmt CardBoard Camera dabei zudem die Umgebungsgeräusche auf. Während unseres Tests funktionierte dieses Feature insbesondere bei Nacht nur leidlich: die Autofokus-Funktion der Kamera blieb deaktiviert.

Screenshot: androidmag.de

Screenshot: androidmag.de

 

Fazit

„Google CardBoard“ ist im Moment mehr Prototyp als ernstgemeintes Produkt. Die Kartonbrille ist viel zu fragil, um im täglichen Einsatz eingesetzt werden zu können. Auch die App selbst ist in der vorliegenden Version eher ein interessanter technischer Gag, der dir einen Ausblick auf die zukünftigen Möglichkeiten der virtuellen Realität bietet.

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Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna befasst sich seit dem Jahr 2004 mit der Entwicklung und Anwendung von Handcomputern. Er steht unter tamhan@tamoggemon.com jederzeit fĂĽr Fragen, Trainings und Vortragsanfragen zur VerfĂĽgung.