Unglaublich: Chatbot kann zwei von drei Strafmandate wegen Parkens erfolgreich abwehren

6. Juli 2016 0 Kommentar(e)

Der Service heißt „DoNotPay“ uns ist kostenfrei. Und er ist genaugenommen Anwalt, aber kein menschlicher, er ist ein Bot, ein Chatbot.

Dennoch ist er als Anwalt erfolgreich. In nur 21 Monaten seines noch jungen Lebens hat er 160.000 Knöllchen abgewehrt und damit 4 Millionen Pfund eingespart – den Autobesitzern wohlgemerkt, nicht dem Staat. Dem sind sie vielmehr entgangen. Genaugenommen den Finanzbehörden der Städte London und New York, wo der Bot zurzeit tätig ist.

Ärger über einen Strafzettel? Der Roboter-Anwalt "DoNotPay" hilft dir (Foto: Shutterstock[Gemenacom])

Ärger über einen Strafzettel? Der Roboter-Anwalt „DoNotPay“ hilft dir (Foto: Shutterstock[Gemenacom])

Tolle Erfolgsquote

Der Chatbot stellt eine Reihe von Fragen, wie etwa, ob das Parkschild eindeutig zu sehen ist. Und bewertet daraufhin die Chancen eines Einspruchs. Bislang hat der Bot 250.000 Fälle bearbeitet und 160.000 davon „gewonnen“. Das heißt, die Autofahrer konnten erfolgreich gegen den Strafbescheid berufen. Das ist eine Erfolgsquote von rund 65 Prozent.

Erfunden wurde der Bot von einem Londoner Studenten, der nach 30 offenbar ungerechtfertigten Strafzetteln so genervt war, dass er eine KI für das Berufen dagegen entwickelte.

Hoffentlich lernt der Chatbot bald Deutsch und kann auch uns gegen unfaire Parkstrafen schützen.

Quelle: The Guardian, DoNotPay

auf Facebook teilen auf Google+ teilen auf Twitter teilen
pic_HG2

Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Geschäftsführer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spaß, dass er dafür sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft natürlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

Xing Profil