IT-Giganten treffen sich mit der US-Regierung, um über Maßnahmen gegen Terroristen zu diskutieren

Redaktion 10. Januar 2016 0 Kommentar(e)

Katzenvideos, Geburtstagsgrüße und Urlaubsfotos: In der Regel werden soziale Netzwerke für harmlose Nichtigkeiten verwendet. Aber auch Terrororganisationen wie der der „Islamische Staat“ machen sich Facebook, Twitter und Co. zunutze, um für ihre menschenverachtenden Ideologien zu werben. Wie sich diese Art von Online-Rekrutierung wirkungsvoll unterbinden lässt, hat die US-Regierung mit den großen IT-Giganten besprochen. 

Auch interessant: 9 Google-Apps von deren Existenz du nichts wusstest

Apple-CEO Tim Cook nahm am Treffen höchstpersönlich teil. (Bildquelle: Flickr/iphonedigital)

Apple-CEO Tim Cook nahm am Treffen höchstpersönlich teil. (Bildquelle: Flickr/iphonedigital)

Neben Facebook, Twitter, Microsoft und Google nahm auch Apple an den Gesprächen teil, der kalifornische Konzern hat mit Tim Cook sogar seinen CEO in die Runde geschickt. Welche Vertreter der anderen IT-Unternehmen am Tisch saßen, ist hingegen nicht bekannt. Auf Seiten der US-Regierung waren unter anderem US-Stabschef Denis McDonough, James Comey als oberster FBI-Mann und Mike Rogers, Direktor der NSA, anwesend.

Die Terroristen-Rekrutierung über soziale Medien sei das Hauptthema gewesen, berichteten die Kollegen von The Verge bereits vorab. Konkret gehe es darum, dass die Konzerne ein größeres Engagement dabei zeigen, Terror-Propaganda im Netz zu unterbinden und die US-Regierung bei diesem Anliegen stärker unterstützen sollen. Darüber hinaus, so die Hoffnung der Obama-Administration, sollen die IT-Firmen frühzeitig Muster bei der Online-Rekrutierung von Terroristen erkennen und diese an die Gesetzeshüter weitergeben. Schlussendlich ging es außerdem darum, wie sich soziale Netzwerke im Kampf gegen Terror-Propaganda einsetzen lassen.

Verschlüsselung wurde nicht besprochen

Nicht auf der Agend stand laut Reuters hingegen die Verschlüsselung von Messaging-Apps – ein sehr heikles Thema für das Silicon Valley. Insbesondere Apple hat sich in der Vergangenheit mehrfach lautstark dagegen ausgesprochen, die Verschlüsselung bei Services wie dem hauseigenen iMessage aufzuweichen, um Geheimdiensten Zugang zu den dort versendeten Nachrichten zu gewähren.

Quelle: The Verge  Bildquelle: Flickr/iphonedigital

auf Facebook teilen auf Google+ teilen auf Twitter teilen