Project Soli: Google schraubt an neuem Interface zur Gestensteuerung

5. Juni 2015 0 Kommentar(e)

Google arbeitet an einer neuen Art, Ger├Ąte zu steuern: Mit „Project Soli“ schraubt eine Entwicklergruppe gerade an einer Art Controller, der ausschlie├člich ├╝ber Gesten bedient wird.

Auch interessant: Hound: SoundHound schraubt an Konkurrenten zu Siri, Google Now und Cortana

Touchscreens und Sprachsteuerung haben sich mittlerweile in vielen Bereichen des Lebens etabliert, der n├Ąchste Schritt d├╝rfte aber nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen: Geht es nach Google, steuern wir unsere digitalen Begleiter k├╝nftig ├╝ber Gesten. Um die Vision alsbald m├Âglich werden zu lassen, finanziert Google eine eigene Gruppe: Die ATAP (Advanced Technology and Projects Group) war erst k├╝rzlich in den einschl├Ągigen Medien pr├Ąsent, arbeiteten die Herrschaften der Abteilung doch auch an Project Vault – mit dem Mobilger├Ąte k├╝nftig noch sicherer werden sollen.

Project-Soli-2

Mit Project Soli schl├Ągt die Abteilung g├Ąnzlich neue Wege ein: Zwar gibt es bereits einige Ger├Ąte, die ├╝ber Gesten bedient werden – man denke nur an Microsoft Kinect -, Google will aber mehr: Die gewohnte Haptik physischer Buttons soll auf eine virtuelle Ebene ├╝bertragen werden, im Optimalfall erkennt der Controller Eingaben ebenso pr├Ązise wie klassische Drehregler der alten Schule. Dazu setzt man auf Radartechnologie: Bis zu 10.000 Einzelbilder sollen damit in der Sekunde erkannt werden, kleinste Bewegungen sollen bereits ausreichen, um Eingaben zu t├Ątigen. Verpackt ist die Technologie in einem Chip in der Gr├Â├če einer Ein-Cent-M├╝nze. Der Clou: Nicht nur, dass das Mini-Radar ├╝berall verbaut werden kann, es soll auch funktionsf├Ąhig sein, wenn es verdeckt ist – was nat├╝rlich zahlreiche Einsatzm├Âglichkeiten mit sich bringt. Bislang war es immer notwendig, im richtigen Bereich der Bewegungserkennung zu agieren, um ein punktgenaues Tracking m├Âglich zu machen.

Ein erstes Video zeigt bereits beeindruckende Fortschritte:

Wann Project Soli auch f├╝r den Massenmarkt fertig ist, ist momentan noch unklar. Rund zehn Monate hat Google bereits in die Entwicklung des Ger├Ąts gesteckt – nicht allzu viel Zeit, wenn man bedenkt, wie gut das Teil bereits funktioniert. Die ATAP-Mannschaft ist rund 100 Mann stark, die weitere Verbesserung der Technologie sollte also z├╝gig vorangehen – und wer wei├č: Vielleicht bekommen wir die ersten Ger├Ąte mit der Google-Gestensteuerung schon in den n├Ąchsten Jahren zu sehen.

Quelle: Engadget

auf Facebook teilen auf Google+ teilen auf Twitter teilen
pic_OJ_neu

Oliver Janko   Redakteur

Studiert in Wien und schreibt Reportagen, Tests und Reviews f├╝r die Printausgaben des Verlags. Bei Fragen – Facebook, Google+ und Co. sind allzeit bereit.

Facebook Profil Google+ Profil